Montag, 20. Mai 2019

Besser einkaufen im Oktober

Ausgabe 10/2012
GESÜNDER LEBEN hilft Ihnen Monat für Monat bei Ihrem gesunden Einkauf. Wir sagen, welches Obst und Gemüse jetzt erntefrisch zu bekommen ist.


Der Herbst hat längst Einzug gehalten und bietet eine Fülle an frischem Obst und Gemüse. Essen Sie ausreichend davon, so stärken Sie Ihre Abwehrkräfte, damit Sie fit und gesund durch den Winter kommen.

Radieschen
Radieschen liefern uns Selen für das Immunsystem, Eisen gegen die Müdigkeit, Magnesium fürs Herz, Kalium für die Muskeln und Nerven. Das Wichtigste sind aber die schwefelhaltigen Senföle wie Allyl, Raphanol, Glukaraphain und das Senföl-Glykosid. Diese sind für den Geruch und den scharfen Geschmack verantwortlich und helfen gegen Pilze im Magen- und Darmbereich. Tipp: Essen Sie zwei- bis sechsmal in der Woche Radieschen, so stärken Sie Ihre Darmflora. Im Kühlschrank können Sie die Radieschen – am besten in einem lebensmitteltauglichen, wasser- und luftdichten Gefrierbeutel – mehrere Tage frisch halten. Vorher unbedingt die Blätter entfernen!

Quitten
Es gibt zwei Sorten der Quitte – und zwar die Apfel- und die Birnenquitte. Apfelquitten sind runder, Birnenquitten etwas länglicher. Apfelquitten gelten als aromatischer, besitzen aber ein hartes, eher trockenes Fruchtfleisch. Die Birnenquitten sind weicher und lassen sich leichter verarbeiten, geschmacklich sind sie nicht so köstlich. Quitten enthalten mehr Vitamin C als der Apfel. Und: Falls Sie unter Schwächegefühlen und Müdigkeit leiden, sollten Sie wegen des hohen Gehalts an Kalium häufig Quittenprodukte essen. Die Früchte sind im rohen Zustand wegen ihres harten, sauren Fruchtfleischs kaum genießbar. Zu Gelee oder Saft verarbeitet entwickeln sie jedoch ein unvergleichbares Aroma. Tipp: Bevor Sie die Quitten zubereiten, wischen Sie die Reste der Flaumschicht mit einem Geschirrtuch ab. Dadurch wird der Geschmack besser!

Karotten
Für die charakteristische orange Farbe der Karotte sind die sogenannten Carotinoide verantwortlich. Zu diesen zählt das Beta-Carotin. Da der Körper dieses in Vitamin A umwandelt, wird es auch Provitamin A genannt. Eine Karotte von rund 80 Gramm reicht aus, um den Tagesbedarf an Vitamin A zu decken. Der Körper benötigt Vitamin A vor allem zum Hell-Dunkel-Sehen, ein Mangel an diesem Vitamin kann zur Nachtblindheit führen. Die „alte Volksweisheit“, dass Karotten gut für die Augen sind, stimmt also tatsächlich. Eine Kurz- oder Weitsichtigkeit korrigiert das Gemüse freilich nicht. Karotten mögen es kühl und feucht. Im Gemüsefach des Kühlschranks bleiben sie rund eine Woche haltbar. Bei Bundkarotten das Grünzeug vorher entfernen, das verringert den Flüssigkeitsverlust und das Gemüse bleibt länger frisch.

Erdäpfel
Erdäpfel enthalten genauso viel Vitamin C wie Bananen oder Paradeiser. Schon drei mittelgroße Erdäpfel decken den halben Tagesbedarf. Zudem sind sie eine echte Eisen-, Kalium- und Magnesiumquelle. Vor allem gelten sie als wichtiger Lieferant von Kohlenhydraten in Form von Stärke und Ballaststoffen. Galt die Knolle früher als Dickmacher, so ist sie heute als kalorienarmes Kraftpaket bekannt. Aber nur wenn sie richtig zubereitet wird. Ideal ist es, den Erdapfel in der Schale zu dämpfen. So bleiben die Inhaltsstoffe erhalten und werden nicht ins Kochwasser ausgeschwemmt. Gesunde Zubereitungsarten sind auch fettarme Braterdäpfel aus dem Backrohr oder Folienerdäpfel. Eine Warnung: Ausgetriebene und grün gefärbte Erdäpfel auf jeden Fall wegwerfen, da diese Solanin enthalten können, das schon in kleinen Mengen giftig ist und zu Übelkeit, Benommenheit, Schweißausbrüchen bis hin zu Atemnot führen kann.

Kohlsprossen
Kohlsprossen sind reich an Vitaminen und Mineralstoffen. Beim Einkaufen sollen die Sprossen fest sein, die Blätter hell- oder dunkelgrün. Gelbliche Blätter sind ein Zeichen für zu lange Lagerung. Frische Kohlsprossen unbedingt im Gemüsefach im Kühlschrank aufbewahren, allerdings nicht länger als zwei Tage. Tipp: Kohlsprossen sind optimal zum Einfrieren geeignet. Vor der Zubereitung die Kohlsprossen putzen, d. h. von jeder Sprosse den Strunk und die äußeren Blätter entfernen. Dann werden sie gewaschen und man lässt sie abtropfen. Zubereitungstipp: Lassen Sie die Sprossen mit ein wenig gesalzenem Wasser zugedeckt ca. 15 Minuten dünsten. Danach tropfnass in einem Topf mit etwas zerlassener Butter und Salz nochmals 15 Minuten sieden. Eine Prise Zucker versüßt das Gemüse, ein Spritzer Zitronensaft oder ein Schuss Weißwein frischt den Geschmack auf.

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