Montag, 19. August 2019

Besser einkaufen im März

Ausgabe 03/2012
GESÜNDER LEBEN hilft Ihnen Monat für Monat bei Ihrem gesunden Einkauf. Wir sagen, welches Obst und Gemüse jetzt erntefrisch zu bekommen ist.

Foto: pixelio.de - Jennifer HÂck, Maria Lanznaster, Rainer Sturm
Der Frühling steht bereits vor der Tür! Die ersten Sonnenstrahlen wärmen unsere Gemüter. Jetzt gilt es wieder frischen Schwung und Farbe in unsere Garderobe, aber auch auf unsere Teller zu zaubern. Gar nicht so schwer! Denn im März gibt es schon etliche frische heimische Obst- und Gemüsesorten zu kaufen.

Apfel
Der Apfel ist einer der wenigen Obstsorten, die das ganze Jahr aufgrund des großen Sortimentsangebots an Winter- und Sommeräpfel erhältlich ist. So können Sie sich stets mit bekömmlichen Apfelrezepten verwöhnen. Als Vitaminbombe, um fit durch den Frühling zu kommen, ist ein frisch gepresster Apfelsaft ideal!

Pastinake
Ein altes Gemüse wurde wieder entdeckt – die Pastinake. Ihr größter Feind war der Erdapfel. Bis weit ins 18. Jahrhundert war die Pastinake ein wichtiges Grundnahrungsmittel. Aber dann lief ihr der Erdapfel den Rang ab und die Pastinake geriet fast in Vergessenheit. Dabei gedeiht sie sogar auf kargem Boden, ist gesund und obendrein noch ein kulinarischer Leckerbissen. Und: Der berühmte Fernsehkoch Jamie Oliver ist schon längst ein Pastinaken-Fan. Die gelbe Wurzel schmeckt süßlich und würzig. Nicht zu vergessen ist ihr hoher Gehalt an Kalium und Karotin und sie ist reich an Kohlenhydraten und Ballaststoffen.

Erdapfel
Der Erdapfel wurde früher aufgrund seines hohen Vitamin C-Gehalts die „Zitrone des Nordens“ genannt. Im 16. Jahrhundert wurde die Pflanze von den Spaniern aus Südamerika nach Europa gebracht. Zu Beginn galt sie eher als Zierpflanze, nach und nach wurde der Erdapfel zu einem der wichtigsten Grundnahrungsmittel. Allein in unseren Breiten gibt es ca. 400 verschiedene Sorten. Durch das große Sortenangebot an Früh- und Späterdäpfel sind sie ganzjährig erhältlich. Der Erdapfel wird fälschlicherweise immer als Dickmacher bezeichnet. Im Gegenteil: Mit einem Wasseranteil von ca. 75 Prozent und einem Fettgehalt von nur 0,1 Prozent ist er besonders kalorienarm (70 kcal/100 g).

Porree/Lauch
Bereits um 2.100 v. Chr. ist Porree vom sumerischen Herrscher Urnammu in den Gärten der Stadt Ur angebaut worden. In den altgermanischen Ritualen spielte Porree eine so tragende Rolle, dass er als Namenspatron einer Rune diente. Porree ist nicht nur wohlschmeckend, sondern hat auch eine reinigende Wirkung. Er eignet sich bestens, um die Verdauung, die Galle und die Nieren in Schwung zu bringen. Den charakteristischen Geruch und Geschmack von Porree verdankt er der Schwefelverbindung Allicin. Dieser Pflanzenstoff ist antioxidativ und antibakteriell und kann als natürliches Antibiotikum infektionshemmend wirken. Durch den hohen Vitamin- und Mineralstoffgehalt gilt Porree als regelrechtes Power-Gemüse.

Knoblauch
Ursprünglich nannte man in Wien den vergleichsweise billigen Knoblauch die „Vanille des armen Mannes“. Dass die Wiener damit einen wichtigen Beitrag zur eigenen Gesundheit leisteten, war damals noch nicht bekannt. Heute weiß man, dass Knoblauch auch ein Heilmittel ist und besonders Herz- und Kreislauf jung hält. Zudem bekämpft er Viren, Bakterien und Entzündungen, beugt der Altersverkalkung vor, fördert die Verdauung und schützt vor Krebs. Ein wichtiger Tipp: Lassen Sie gehackten oder gepressten Knoblauch gut zehn
Minuten ruhen, bevor Sie ihn weiterverarbeiten. Denn die Enzyme des Knoblauchs brauchen einige Zeit, um ihre Heilkraft zu entfalten.

Petersilienwurzel
Die Petersilienwurzel gehört zur Familie der Doldenblütler. Unser Tipp: Die Wurzeln sollten fest und ohne braune Flecken sein. Kleinere Wurzeln sind oft etwas zarter. Falls das Kraut noch dran ist, sollten die Blätter frisch aussehen (man kann die Blätter zum Würzen von Suppen verwenden!). Gewaschen und im Kühlschrank aufbewahrt, halten Petersilienwurzeln etwa zwei bis drei Wochen. Besonders geeignet ist das kräftig würzig schmeckende Wurzelgemüse als Kochgemüse.

Weißkraut/Weißkohl
Viele Weißkohlsorten haben Köpfe, die deutlich größer sind als die des Rotkohls. Frühreife Sorten werden meist als Kopfkohl vermarktet. Die später marktreifen werden zum Großteil zu Sauerkraut verarbeitet. Haben Sie gewusst, dass das Weißkraut ein Anti-Stress-Gemüse ist? Der hohe Anteil an Folsäure trägt zur Entspannung bei. Außerdem ist das Weißkraut reich an Ballaststoffen, die besonders gut für den Verdauungstrakt sind. Die Kohlblätter dienen auch zur Heilung von Geschwüren und Wunden. Ideal zum Verarbeiten ist das Kraut für Eintöpfe, Krautkuchen, Kohlrouladen oder Salate.


Das große Obst- und Gemüselexikon finden Sie unter www.gesünderleben.at/rezepte/lexika.

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