Donnerstag, 24. Oktober 2019

Ayurveda

31. August 2011

Ayurveda und Essen


Die sanfte Kraft der indischen Naturheilkunde


Ayurveda stammt aus Indien und befasst sich mit dem körperlichen und seelischen Gleichgewicht des Menschen. Ayus bedeutet Zusammenhalt, Veda ist das Wissen. Demnach kann Ayurveda als das Wissen vom Leben verstanden werden. Es ist eine natürliche Heilkunde, die die Energien der Natur auf positive Weise zu nutzen weiß.

Im Mittelpunkt dieser Jahrtausend alten Heilkunde steht der Mensch. Alles, was ihn umgibt und mit dem er in Kontakt steht, hat seine ganz spezifische Wirkung auf sein Wohlbefinden. Gesundheit fängt mit dem richtigen Essen an. Um dem Körper alles, was er benötigt, optimal zuzuführen, ist laut Ayurveda nicht nur die Qualität der Nahrung wichtig, sondern auch die Funktionsweise unseres Verdauungssystems. Denn diese bestimmt, ob die Nahrung richtig verdaut und aufgenommen wird.

Gemäß der ayurvedischen Philosophie besteht der Mensch aus fünf Elementen:

  • Feuer
  • Wasser
  • Erde
  • Luft
  • Raum

Jedem Element sind bestimmte Körperfunktionen oder Stoffe zugeordnet.
  • So symbolisiert das Element Erde alle festen Bestandteile im Körper, z.B. die Knochen.
  • Das Element Wasser hingegen entspricht allen Körperflüssigkeiten.

Die ayurvedische Heilkunst teilt den Menschen selbst in drei Persönlichkeitsgruppen (Doshas) ein:
  • Vata-Typ: steht für Nervenenergie, für Bewegung und Aktivität; ist durch Luft und Raum bestimmt. Sein Körperbau ist leicht, schmal, sehnig. Er liebt vor allem Ausdauersportarten, handelt und denkt schnell, ist spontan.
  • Pitta-Typ: wird von Feuer und Wasser bestimmt; er hat einen ausgewogenen Körperbau, liebt Wettkampfsportarten, Herausforderungen und Perfektionismus.
  • Kapha-Typ: ist durch Erde und Wasser geprägt; ist von kräftiger und gedrungener Statur, neigt leicht zu Übergewicht; ist bedächtig und schläft gerne und viel, Sport ist nicht seine Sache.

Die meisten Menschen können keinem dieser Typen hundertprozentig zugeordnet werden, sondern sind "Mischungen".

Ayurveda sagt, dass jeder Mensch seinem Typ gemäß leben muß, um im Gleichgewicht zu bleiben. Von der Berufswahl bis zur Freizeitgestaltung, von den Farben der Kleidung und der Wohnung bis zu den Düften, mit denen man sich umgibt wird von der ayurvedischen Heilkunst beeinflusst.

Bei den Ernährungsrichtlinien des Ayurveda spielen die Geschmacksrichtungen eine wichtige Rolle. Es werden sechs verschiedene Qualitäten unterschieden:

1. Süß: anregend auf die Bauchspeicheldrüse, allgemein beruhigend
2. Sauer: anregend, kräftigt die Magendrüsen, stimuliert am stärksten die Speichelsekretion, stellt zufrieden.
3. Salzig: appetitanregend, beeinflußt den Wasserhaushalt, stabilisierend
4. Scharf: anregend auf den Stoffwechsel, produziert Wärme, ist reinigend und aktivierend
5. Bitter: reinigend, stimuliert Leber und Galle, belebt
6. Herb: zusammenziehend, beruhigt die Schleimhäute, ist trocknend, belebend

In einer Mahlzeit sollten alle Geschmacksrichtungen vorhanden sein.

Nach Ayurveda sollten Sie ein paar Grundregeln für ein gesundes Essen beachten:
  • Trinken Sie jeweils 1 Glas Wasser ca. 1/2 Std. vor und nach jeder Mahlzeit. Unter Tags trinken Sie zwischendurch schluckweise heißes Wasser oder Ingwertee.
  • Essen Sie nur, wenn die vorhergehende Mahlzeit vollständig verdaut ist (Verdauungszeit ca. 4 bis 6 Std.). Das Essen sollte leicht verdaulich sein und ihrem Typ entsprechend gewürzt sein.
  • Essen Sie nur, wenn Sie richtigen Hunger verspüren.
  • Vermeiden Sie Zwischenmahlzeiten.
  • Achten Sie darauf, viel Obst, Blattsalate zu essen.
  • Nehmen Sie sich genügend Zeit zum Essen und schaffen Sie sich eine angenehme Atmosphären.
  • Ayurveda - Gerichte werden immer frisch zubereitet, sind nicht zu scharf, zu schwer und zu süß.
  • Es Sie keine Lebensmittel, die dem eigenen Typ entsprechen, sondern nehmen Sie gegenteilige Nahrung zu sich, die ausgleichend wirken.

Viele Indische Restaurants bieten bereits ayurvedische Gerichte an. Sollten Sie Lust darauf bekommen haben, gönnen Sie sich eine Mahlzeit. Es schmeckt garantiert hervorragend.

Unser Rezeptvorschlag - Vegetarisches Curry

Zutaten
100 g Karotten
100g Fisolen
100g Kartoffeln
100g Karfiol
100g Kürbis
1/2 Tl. Chilipulver
1/4 Tl. Kurkuma Pulver
50 g Mohnsamen
1 Stück (ca. 2,5 cm ) Ingwer
1 Tl. Öl
Salz nach Geschmack
Wasser 150 ml

Zubereitung
Gemüse in kleine Stücke schneiden, Mohnsamen waschen und zu einer feinen Paste zermahlen (mit Mörser), Ingwer in lange Streifen schneiden. Das Öl erhitzen, Gemüse und Ingwer für ca. 3 min anbraten, Gewürze, Mohnpaste und Wasser dazu geben und das ganze einkochen lassen. Gemüsecurry mit Koriander garnieren und heiß servieren.


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