Sonntag, 19. Mai 2019

Antioxidantien

31. August 2011
Was sind Antioxidantien und was bewirken sie?


Ohne Sauerstoff gäbe es kein Leben auf unserem Planeten. Er ist das Lebenselexier schlechthin. Chemisch reagiert Sauerstoff sehr leicht mit anderen Stoffen. Dieser Prozess wird Oxidation genannt. Dabei wird Energie freigesetzt, die alle Körperzellen zum Leben benötigen. Sauerstoffreaktionen führen jedoch auch zur Bildung von freien Radikalen. Freie Radikale können Zellen verändern und in ihrer Funktionsfähigkeit einschränken. Antioxidantien können nun den Prozeß der Radikalbildung verlangsamen oder unterbrechen.

Das geschieht ähnlich, wie man es von Obst oder Gemüse kennt, dessen Schnittfläche sich an der Luft verfärbt, also oxidiert. Dieser Oxidationsprozess kann mit Hilfe von Zitronensaft unterbunden werden. Antioxidantien sind also Substanzen, die die Oxidation bestimmter Verbindungen im Körper hemmen und damit auch die Bildung freier Radikale behindern.

Die wichtigsten Antioxidantien
bilden Vitamine A, C und E sowie Beta-Carotin. Das Spurenelement Selen wird ebenfalls zu den Antioxidantien gezählt.

Vitamin C ist das wichtigste wasserlöslich Antioxidans und hindert freie Radikale am Eindringen in unseren Organismus. Je höher die Konzentration von Vitamin C ist, desto mehr freie Radikale werden abgefangen. Von allen Antioxidantien wirkt Vitamin C am stärksten.

Vitamin E ist das wichtigste fettlösliche Antioxidans. Vor allem verhindert Vitamin E die Oxidation der ungesättigten Fettsäuren und ist besonders wichtig für das Immunsystem und bei der Vermeidung Arteriosklerose, Krebs und Rheuma.

Beta-Carotin steht im Zusammenhang mit der Bekämpfung von Arteriosklerose, Krebs und Augenerkrankungen.

Selen kann seine Wirkung nur dann zur Geltung bringen, wenn eine genügend grosse Menge dieses Spurenelements mit der Nahrung zugeführt wird. Dies ist aber keineswegs immer der Fall, da in Mitteleuropa die Ackerböden und damit auch die Nahrungsmittel arm an Selen sind. Ein relativer Mangel an Selen wird zunehmend in Zusammenhang mit vielen Zivilisationskrankheiten gebracht.

Auch andere Nährstoffe wie pflanzliche Polyphenole in Rotwein haben eine antioxidative Wirkung.

Doch sollten Antioxidantien nicht als Allerheilmittel angesehen werden. Denn es wurde auch schon in Studien nachgewiesen, daß verschiedene antioxidativ wirkende Vitamine sich bei der Krebsvorbeugung als wirkungslos erwiesen.

Eine gesunde Lebensweise und Ernährung mit viel frischem Obst und Gemüse unterstützen generell das körpereigene Abwehrsystem .

Auch in der Lebensmittelindustrie werden Antioxidatien eingesetzt.

Künstlich hergestelltes Antioxidationsmittel können Allergien auslösen z. B. Gallate (E 310). Diese Stoffe hemmen die Oxidation von Fetten und bewahren daher fetthaltige Nahrungsmittel vor dem ranzig werden. Sie werden vielfältig eingesetzt, wie z. B. in Suppen, Saucen, Kartoffelprodukten, Knabbereien, Kaugummi und Milchpulver.

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