Montag, 23. September 2019

Alles Pasta

Ausgabe 10/2012
Kaum ein Nahrungsmittel ist so beliebt und bekannt wie Nudeln & Co. Wir zeigen, wie gesund sie sind, und haben vier außergewöhnliche Pastarezepte zum Nachkochen!


Spaghetti Carbonara e una Coca-Cola …“ – wer kennt nicht diesen Ohrwurm aus den frühen Achtzigerjahren? Dieses Lied hat durchaus seine Berechtigung, denn Pastagerichte gehören zu den beliebtesten Speisen der Österreicher. Eine Umfrage von marketagent.com unter 500 Österreichern bestätigt: Knapp die Hälfte (exakt: 49,6 Prozent) aller Befragten zählt Pasta zu ihren Lieblingsspeisen. Vor allem Frauen (57 Prozent) bevorzugen südländische Nudelgerichte. Bei den Männern liegt allerdings mit 43 Prozent das Wiener Schnitzel an erster Stelle (Pasta: 41,8 Prozent).

Alles Nudel. Bleibt die Frage: Woher kommen die Nudeln? Es ranken sich viele Mythen um die Pasta und ihre Entstehung. Klar ist jedoch: An der italienischen Küste, vorwiegend in der Region Neapel, hat sich vor allem wegen der reinen und keimfreien Luft, die gut zum Trocknen des Teiges geeignet ist, eine Pastakultur entwickelt, die mit Recht als Wiege des Massenphänomens „Pasta“ bezeichnet werden kann. Von dort aus trat die Pasta ihren Siegeszug in die ganze Welt an.
Gesunde Teigwaren. Doch wie gesund sind Pastagerichte? Ernährungswissenschaftlerin Mag. Angela Mörixbauer erklärt: „Teigwaren sind generell gesund, weil sie praktisch kein Fett enthalten. Das verwendete Getreide liefert vorwiegend Kohlenhydrate und ein wenig Eiweiß. Teigwaren sättigen gut, weil die enthaltenen Kohlenhydrate sogenannte ‚langsame Kohlenhydrate‘ sind, die im Vergleich zu ‚schnellen Kohlenhydraten‘ wie Zucker nicht so rasch vom Darm in die Blutbahn aufgenommen werden. Sie lassen so den Blutzuckerspiegel geringer ansteigen und dadurch erfolgt die Insulinausschüttung langsamer.“ Wer sich besonders gesund ernähren will, dem rät Mörixbauer: „Am günstigsten sind Vollkornteigwaren, bei denen zur Herstellung Vollkornmehl, bei dem das gesamte Getreidekorn inklusive Schale und Keimling zu Mehl vermahlen wird, zur Verwendung kommt.“ Essen Sie also Nudelgerichte nach Lust und Laune! Mörixbauer betont: „Nudeln sind zwar kein medizinischer Stimmungsaufheller, aber durch die Kohlenhydrate wird die Serotoninproduktion im Körper unterstützt. Serotonin ist ein körpereigenes Hormon, das für gute Stimmung verantwortlich ist.“
Energie für den Sportler. Kohlenhydrate gelten als wichtigster Brennstoff im menschlichen Körper. Da Nudeln zu 70 Prozent Kohlenhydrate beinhalten, stehen sie bei Sportlern ganz oben auf dem Speiseplan. Mörixbauer: „Vor allem Ausdauersportler wie z. B. Läufer, Langläufer oder Wanderer, aber auch Kraftsportler benötigen als Treibstoff Kohlenhydrate. Die Kohlenhydratspeicher im Körper sind sehr begrenzt, daher ist regelmäßiger Nachschub nötig, um diese in der Leber und in den Muskeln wieder aufzufüllen.“ Damit Sie sich nach intensiver körperlicher Anstrengung nicht schlapp fühlen, rät Mörixbauer: „Essen Sie am besten innerhalb einer Stunde nach der sportlichen Leistung etwas Kohlenhydratreiches wie z. B. ein köstliches Pastagericht.“ Das erklärt, warum Radrennfahrer bei kraftaufwendigen Radtouren wahre Nudelorgien veranstalten …

Nudeln „al dente“. Wie kocht man Nudeln richtig? Damit Sie ein perfektes Nudelergebnis erzielen, nehmen Sie pro 100 Gramm Nudeln mindestens einen Liter Wasser. Das Wasser aufkochen lassen und erst danach salzen. Selbst gemachte Nudeln sind schon nach ca. drei Minuten bissfest, bei fertig gekauften kosten Sie die Nudeln eine Minute vor Ablauf der angegebenen Kochzeit, ob sie „al dente“ sind. Sind die Nudeln noch zu kernig, überprüfen Sie jede Minute den Garzustand. Achtung: Fertige Nudeln garen noch ein wenig nach. Für Wagemutige hat Mörixbauer einen Spaghettitest parat: „Werfen Sie eine Nudel an eine Fliese – bleibt sie kleben, ist sie richtig.“ Tipp: Nudeln schmecken hervorragend, wenn sie gleich nach dem Kochen serviert werden – so behalten sie den Biss!

Selbst gemachte Nudeln. Einen Nudelteig selbst herzustellen ist nicht allzu schwer. Hilfreich ist dabei, eine Nudelmaschine zu verwenden. Ansonsten ist ein gehöriges Maß an Muskelkraft gefragt. Für einen Teig für vier Portionen benötigen Sie 180 Gramm Mehl, 120 Gramm Hartweizengrieß, drei Eier, drei TL Öl, ein EL lauwarmes Wasser, Salz und etwas Mehl zum Kneten. Die Zutaten vermengen Sie zu einem geschmeidigen Teig. Die Teigkugel in Frischhaltefolie wickeln und bei Zimmertemperatur ca. 30 Minuten ruhen lassen. Anschließend rollt man den Nudelteig mit einem Nudelholz aus, danach erfolgt das Ausstechen der verschiedenen Formen. Oder die Nudelmaschine nimmt Ihnen diese Arbeit ab.

Nudeln sind haltbar. Nudeln werden meist getrocknet und sind daher eine optimale Vorratsware. Sie halten sich kühl und trocken gelagert etwa drei Jahre. Mörixbauer: „Da die Rohware sehr trocken ist, ist sie kaum anfällig für mikrobiellen Verderb. Manchmal können Lebensmittelmotten offene Packungen befallen – darauf sollte man achten. Sie erkennen den Befall an den klebrigen Fäden. Einmal gegarte Teigwaren halten, in einem Plastikgefäß verschlossen, im Kühlschrank bis zu zwei Tage.“


pastaBuchtipp
250 vielfältige und schnell zuzubereitende Nudelrezepte haben Toni Mörwald, Christoph Wagner und Jörg Wörther in einem Kochbuch zusammengestellt. Hier finden Sie österreichische Klassiker ebenso wie originelle Neukreationen. Für das österreichische „Etwas“ sorgen in allen Rezepten die frischen regionalen Zutaten, die in Verbindung mit den Teigwaren bunte und abwechslungsreiche Gerichte auf den Teller zaubern.
Löwenzahn, 288 Seiten, 24,95 Euro

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