Mittwoch, 26. Juni 2019

Äpfel

31. August 2011
Äpfel – sortenreiche Fitmacher

Foto: flickr.com - iMaffo

Ob Eva schon um die lebenswichtigen Nährstoffe wusste und deshalb Adam mit einem Apfel verführte? Klar ist, der Biss vertrieb die Menschen zwar aus dem Paradies, dafür sind die Wirkungen eines Apfels noch heute paradiesisch für die Gesundheit des Menschen.

Schon vor 5000 Jahren kamen die ersten Vorläufer der heutigen Apfelbäume nach Europa. Wahrscheinliche Heimat dieses zu den Rosengewächsen zählenden Baumes ist Kasachstan, wo man heute noch wilde Apfelwälder bewundern kann. Besonders im 18. und 19. Jahrhundert erhielt der Apfelbaum seine große Bedeutung und wurde in Europa mit vielen Sorten und Geschmacksrichtungen gezüchtet. Heute sind über 20.000 Apfelsorten bekannt, von denen etwa 70 in den Handel gelangen. Tatsächlich reduziert sich das ständige Angebot im Lebensmittelhandel in Deutschland und Österreich auf sieben Hauptsorten: Boskop, Cox Orange, Golden Delicious. Elstar, Glostar, Janagold und Granny Smith.

Pomologen – das sind Menschen, die sich mit Äpfeln, Apfelsorten, deren Kultivierung usw. beschäftigen - beklagen zu Recht das verschwinden vieler alter Sorten. Streuobstgärten verschwinden aus der Landschaft und damit so herrliche Sorten wie Goldreinette, Schafsnase oder Rosenapfel. Zum Glück hat man sich im ökologischen Anbau wieder der alten Sorten besonnen, denn viele dieser Sorten enthalten mehr Vitamine und bioaktive Substanzen als ertragreiche Modesorten. Die Sorte Boskop enthält zum Beispiel 20 bis 30 Milligramm Vitamin C pro 100 Gramm, Granny Smith dagegen nur 5 bis 10 Milligramm.

An apple a day keeps the doctor away!

Die knackigen Früchte schmecken nicht nur gut, sie stecken auch voller Vitamine, Mineralstoffe, Spurenelemente, Enzyme und bioaktiver Stoffe, 300 an der Zahl. Zwei dieser Stoffe müssen gesondert hervorgehoben werden. Der Ballaststoff Pektin und der Pflanzenfarbstoff Quercetin. Pektin wirkt ähnlich wie ein Schwamm, der alle giftigen Stoffe und Fäulnis-Bakterien in sich aufsaugt und mit dem Stuhl abtransportiert. Pektin verhindert so, dass die Gift-Stoffe ins Blut gelangen und uns krankmachen. Pektin wirkt auf diese Weise cholesterinsenkend, weiters bringt es einen trägen Darm in Schwung. Wichtig ist aber, dass man zu Äpfeln viel trinken soll, wenn man an Verstopfung leidet, denn Pektin bindet große Mengen an Wasser. Plagt der Durchfall, so helfen Äpfel ebenfalls: Einen Apfel (ohne Schale) fein reiben und dieses Püree dreimal täglich essen. Querectin macht den Apfel zum Abwehrspezialisten vor allem gegen Viren und freie Radikale und senkt das Risiko von Dickdarmkrebs. Vitamin C (zwei Äpfel können den Tagesbedarf decken), Vitamin A und Vitamine der B-Gruppe, Kalzium, Eisen und Phosphor sowie hochwertiger Frucht- und Traubenzucker sind weitere nennenswerte Inhaltsstoffe des Apfels, der nur 50 Kalorien je 100 Gramm zählt.

Doch Achtung! Die Gesundheit sitzt direkt unter der Schale! Bis zu 70% der Vitamine sind in der Schale des Apfels oder unmittelbar darunter gespeichert. Deshalb sollten Äpfel möglichst mit der Schale gegessen werden. Wer auch das Kerngehäuse verzehrt, erhält eine Sonderration Jod. Äpfel aus biologischem Anbau sind in jedem Fall jenen aus konventioneller Produktion vorzuziehen. Denn viele Sorten sind mit Pflanzenschutzmitteln und Umweltgiften belastet, sauber waschen allein hilft nicht, ein "polieren" der Schale mit einem Tuch entfernt die Wachsschicht der Frucht und damit viele Schadstoffe.

Küchen- und Gesundheitstipps

Äpfel kommen vielfältig auf den Tisch: roh, gekocht und gebacken, vergoren oder destilliert. Als Salate, Strudel, Aufläufe, Kuchen, Kompott, Marmelade, Most, Essig oder als Apfelschnaps und Calvados. Durch seinen hohen Fruchtzuckeranteil kurbelt der Apfel die Leistungsfähigkeit an und ist die ideale Zwischenmahlzeit für Schule, Büro und unterwegs. Sein hoher Gehalt an Fruchtsäure schützt Zähne vor Karies. So kann ein Apfel als "natürliche Zahnbürste" auch im Büro für eine gesunde Bakterienflora im Mund sorgen.

  • Äpfel sind gut lagerfähig. Achtung auf die richtige Sortenwahl und eine Lagerung auf Holzbrettern bei 2 bis 5 Grad. Die Äpfel sollten sich dabei möglichst nicht berühren.
  • Äpfel sollen beim Rohgenuss immer Zimmer-Temperatur haben, sonst könnten Magen-Beschwerden auftreten.
  • Apfelsorten mit viel Fruchtsäure eignen sich ausgezeichnet für Kuchen, Kompott, Apfelmus und Gelee (z.B. Boskop, Cox Orange, Glockenapfel).
  • Für Bratäpfel wählen Sie Sorten mit mürbem Fruchtfleisch, wie Janagold oder Elstar.
  • Zubereitete Apfelspeisen kann man 8 bis 12 Monate einfrieren.
  • Ein Rohkost-Tag mit Äpfeln und Apfelsaft beruhigt und entspannt, regt den Appetit an und hilft bei Verstopfung.
  • Junge, frische Apfelblätter als Tee zubereitet regen den Gallenfluss und die Lebertätigkeit an.
  • Einreibungen mit lauwarmem Apfelessigwasser helfen bei Krampfadern.


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