Dienstag, 19. Februar 2019

10 Tipps für Ihre heiße Auszeit

Ausgabe 2015.12/2016.01
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Wer regelmäßig sauniert, bleibt länger gesund. Für einen gelungenen Saunabesuch gilt es allerdings, einige Tipps zu beachten. Plus: die besten Saunalandschaften Österreichs im gesünder leben-Test.


Foto: © Can Stock Photo Inc. - Mark2121

Die knisternd-fröhliche Stimmung ist geradezu ansteckend, wenn sich quellfrisches Wasser, Steine, ätherische Öle auf ein Spiel mit dem Feuer einlassen. Der Hauch von Archaik, der in der Sauna in der Luft liegt, lockt regelmäßig zahlreiche Besucher in Österreichs Wellnessanlagen – v. a. die Steiermark mit ihren zahlreichen Thermen- und Saunalandschaften wie z. B. in Bad Gleichenberg oder Bad Blumau ist ein beliebter Treffpunkt für Freunde des Heißluftbades. Bereits unsere Vorfahren erkannten die Annehmlichkeiten erhitzter Steine: Boten sie den Höhlenbewohnern vor über 40.000 Jahren vorrangig Schutz vor Kälte, dienten sie den alten Römern zu ausgedehnten Entspannungsstunden in oft riesigen Thermenanlagen. Über die positiven Wirkungen des Saunierens weiß man mittlerweile so viel, dass man dabei  heute – bei einem typischen Klima von etwa 80° C bis 105° C – richtig ins Schwitzen kommt. So vereint das Saunabad den herzstärkenden Effekt mit einer entschlackenden Wirkung und dem Abbau von Stresshormonen. „Wer regelmäßig sauniert, steigert seine Abwehrkräfte, trainiert Atemwege und Gefäße, entspannt Nerven und Muskeln, reguliert den Blutdruck und regt den Stoffwechsel sowie die Zellerneuerung an. Die Sauna sorgt für körperliches und seelisches Wohlbefinden“, sagt Dr. Harald Maruna, Autor und Saunaexperte aus Eisenstadt. Um in den Genuss dieser Wirkungen zu kommen, gilt es allerdings, einige Regeln zu beachten.

1 Nehmen Sie sich Zeit. „Zwischen zwei Terminen gehetzt in die Sauna zu schreiten, bringt gar nichts“, so Maruna. „Im Idealfall stehen einem einmal pro Woche zwei bis drei Stunden zur Verfügung, in denen man zwei bis drei Saunagänge mit jeweils ca. 15 Minuten, Freiluftbäder, Wasseranwendungen und Ruhepausen einlegt. Wichtig ist, dass die Warmphase genauso lang dauert wie die Kaltphase.“ Schließlich ist es genau dieser Wechsel zwischen Hitze und Kälte, der eine gesundheitsfördernde Wirkung hat.  

2 Leichte Kost. In die Sauna geht man weder hungrig noch mit zu vollem Magen, um einerseits einem plötzlichen Fall des Blutzuckerspiegels, andererseits Durchblutungsproblemen vorzubeugen. Auch nach dem Heißluftbad empfehlen sich leichte Mahlzeiten.

3 Kein Alkohol. Es versteht sich eigentlich von selbst, dass vor oder während des Saunierens Alkohol tabu ist, um Kreislaufproblemen keine Chance zu lassen. „Auch Alkohol-Aufgüsse, wie sie mancherorts gerne angeboten werden, sind strikt zu meiden“, betont Maruna. „Gegen ein kleines Bier nach dem Saunagang ist hingegen nichts einzuwenden.“

4 Pack die Badetasche. Für einen Saunabesuch benötigt man ein Handtuch, auf dem man sich gut ausstrecken kann. Es fängt den Schweiß auf und schützt die Holzbänke vor Bakterien. Weitere Utensilien: Kunststoffsandalen (um sich vor Fußpilz zu schützen), Duschbad, evtl. Aroma-Öle, ein weiteres Handtuch zum Abtrocknen und ein Bademantel.

5 Sorgfältig reinigen. „Vor dem ersten Saunagang ist es unumgänglich, sich gründlich abzuduschen – sowohl aus hygienischen als auch psychologischen Gründen“, so Maruna. „Ankommen und sich vom Schweiß des Alltags zu befreien, hat gleich zu Beginn einen wohltuenden Effekt. Zudem schwitzt eine gereinigte Haut leichter.“ Trocknen Sie sich daher auch nach dem Duschen ordentlich ab.

6 Nicht sitzen beim Schwitzen. In der Schwitzkabine angelangt, suchen Sie sich je nach Wärmebelieben einen Platz, breiten Sie Ihr Handtuch aus und legen Sie sich hin. Das ist besser als sitzen, da sich der gesamte Körper nach Möglichkeit in einer Temperaturstufe befinden sollte. Genießen Sie nun die Stille – für maximal 15 Minuten.

7 Ein Aufguss ist kein Muss. Wer seinen Saunabesuch mit einem Aufguss (z. B. mit einem Duftöl) krönen möchte, kann das gerne tun und dabei die wohltuenden Dämpfe von Minze, Rosmarin und Co. einatmen. Die gesundheitsfördernde Wirkung des Saunierens wird aber auch ohne Aufguss erzielt. Vor allem Saunanovizen können anfänglich darauf verzichten.

8 Quälen Sie sich nicht. „Wenn man Unwohlsein verspürt, ist es jederzeit erlaubt, die Kabine zu verlassen“, unterstreicht Maruna. Etwa eine Minute vor Beendigung des Saunagangs setzt man sich auf, um den Kreislauf wieder auf Trab zu bringen.

9 Kühlen Kopf bewahren. „Nach Verlassen der Saunakabine begibt man sich am besten für ein paar Minuten an die frische Luft, geht ein bisschen auf und ab und duscht sich danach kalt ab“, rät Maruna. „Danach kann man auch noch ins kalte Tauchbecken steigen, um das Gefäßsystem zu trainieren.“ Gut abgetrocknet, legt man sich (zugedeckt) für etwa 15 Minuten hin und ruht sich aus, um für den nächsten Saunagang (und das wiederholte Prozedere) gerüstet zu sein. Achten Sie nach dem letzten Saunabesuch auf eine wirklich gute Abkühlung, um am Heimweg nicht ins Schwitzen zu geraten und so das Erkältungsrisiko zu erhöhen.

10 Das Beste kommt zum Schluss. „Zwischen den Saunagängen empfehlen sich Fruchtsäfte, also mineralstoff- und vitaminreiche Getränke mit wenig Zucker“, betont Maruna. „Im Anschluss an den Saunabesuch sollte man den Flüssigkeitsverlust – am besten mit Wasser – ausgleichen.“ Die Haut cremt man nach dem letzten Duschgang reichhaltig ein. Duschgel oder Seife sind nicht notwendig. Ganz im Gegenteil: Sie würden den Säureschutzmantel der nun absolut gereinigten Haut aus der Balance bringen.

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