Dienstag, 17. September 2019

Zahnschmelz: Schutz für gesunde Zähne

Ausgabe 11/2011
GESÜNDER LEBEN verrät alles zum Thema Zahnschmelz: Aufgabe, Schädigung und Vorbeugung von Erkrankungen.

Foto: www.istock.com
Neben Karies gehören Zahnerosionen – der Abbau von Zahnschmelz – zu den häufigsten Zahnerkrankungen. In GESÜNDER LEBEN verrät der Wiener Zahnarzt Dr. Peter Jordan (www.zahnheilkunde-jordan.at) wie der Schmelz gesund bleibt.

GESÜNDER LEBEN: Was ist der Zahnschmelz eigentlich genau?
Dr. Peter Jordan: Beim Zahnschmelz handelt es sich um einen emailleartigen Überzug der Zahnkrone. Er besteht aus einer stark verkalkten Hartsubstanz, die übrigens die härteste Substanz des menschlichen Organismus ist! Leider ist sie aber nicht regenerationsfähig.

GL: Wieso ist der Zahnschmelz wichtig?
Jordan: Der Zahnschmelz schützt das darunterliegende weiche Dentin (Zahnbein), das von Nerven durchzogen ist. Wenn ein Schmelzdefekt vorliegt, werden Wärme und Kälte weitergeleitet – es kommt zum Schmerz bei heißer und kalter Temperatur oder bei süßer und saurer Nahrung.

GL: Was schädigt den Zahnschmelz?
Jordan: Meist sind es Ernährungsgewohnheiten, die schädlich auf den Zahnschmelz wirken. So sollten Soft- und Energydrinks sowie alkoholische Getränke gänzlich vermieden, säurehaltiges Obst und Salat mit zu viel Essig nur in Maßen genossen werden. Genauso ist ein Übermaß an sauren Medikamenten (z. B. Vitamin C-Brausetabletten) schädlich für den Zahnschmelz. Essstörungen (z. B. Bulimie), Reflux oder ein hormonell bedingter Schwangerschaftsabbruch wirken sich ebenso negativ auf den Zahnschmelz aus.

GL: Was sind die Symptome eines Zahnschmelzabbaus?
Jordan: Bedingt durch das freiliegende Dentin tritt eine Hypersensitivität der Zähne bei süß, sauer, Wärme und Kälte auf. Die Zahnoberfläche erscheint matt und stumpf, statt Höckerspitzen finden sich meist Mulden.

GL: Was kann man tun, um Zahnerosionen vorzubeugen?
Jordan: Stellen Sie Ihre Ernährung um. Reduzieren Sie den Verzehr von säurehaltigen Lebensmitteln – besser ist ein seltener Konsum größerer Mengen anstatt ein mehrmals täglicher Konsum kleinerer Mengen. Zucker- und säurehaltige Getränke nur in großen Schlucken und wenn möglich mit Strohhalm trinken. Bei Kaugummis greifen Sie zu zahnschonenden (zuckerfreien) Produkten. Wichtig sind Milchprodukte: Diese schützen den Zahnschmelz, da sie für ein Gleichgewicht der De- und Remineralisation sorgen.
Tipp: Essen Sie als Nachtisch ungezuckerte Milchprodukte oder Käse. Haben Sie säurehaltige Lebensmittel gegessen, warten Sie eine Stunde, bis Sie sich die Zähne putzen, da sonst der durch Säuren geschwächte Zahnschmelz direkt abgetragen wird. Verwenden Sie fluoridhaltige Zahnpasta (unerlässlich für die Härtung des Zahnschmelzes) und üben Sie beim Putzen nicht zu viel Druck aus.

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