Montag, 23. September 2019

Warme Pflege für kalte Tage

Ausgabe 10/2011
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Klimaschutz spielt auch in Schönheitsfragen eine wichtige Rolle. Denn sinken die Außentemperaturen, steigt das Pflegebedürfnis der Haut. Was die Haut im Herbst wirklich braucht, erfahren Sie hier.

Foto: VICHY Dunkle Tage, peitschende Winde und staubtrockene Heizungsluft: So goldig wie sein Ruf ist der Herbst nicht immer. Im Gegenteil: Die Vorboten des Winters können ganz schön auf die Stimmung – und noch mehr – auf die Schönheit schlagen. Vor allem das größte und sensibelste Organ des Menschen, die Haut, reagiert und protestiert schnell: Irritationen, Spannungsgefühl oder Rötungen sind in den Herbstmonaten keine Seltenheit. Dermatologin  Dr. Sibylle Wichlas vom Gesundheitszentrum „Woman & Health“ in Wien erklärt den Grund: „Wie reizbar die Haut ist, hängt in erster Linie davon ab, wie intakt ihr schützender Hydrolipidfilm ist und wie gut die Hornschicht ihre Barrierefunktion erfüllen kann. Je dünner und löchriger Horn- und Hydroschicht, desto sensibler und angreifbarer wird die Haut. Diese Beschaffenheit hängt zum einen stark von der Veranlagung, aber noch stärker von äußeren Faktoren wie der Luftfeuchtigkeit und der richtigen Pflege ab.“ Wir sagen, wie Ihre Haut auch jetzt schön und gesund bleibt!

Make-up musts für Mimosenhaut
„Ein häufiger herbstlicher Pflegefehler ist, die Bedeutung des Make-ups zu unterschätzen. Auch Foundations und Co sind ein Teil der Pflege“, erklärt Expertin Wichlas. Aber Achtung! Finger weg von Longlasting- oder pudrigem Compact-Make-up. Sie enthalten Talkum oder Kieselsäure, die das Hautfett wie ein Löschblatt aufsaugen und die Haut unnötig austrocknen. Besser eigenen sich lipidhaltige Foundations. Durch ihren hohen Fettanteil legen sie sich wie eine schützende Isolierschicht über die Haut.

Dick aufgetragen: Fett statt Feuchtigkeit
Was die Haut im Herbst besonders braucht ist Fett und Feuchtigkeit im richtigen Verhältnis. Dabei gilt: Während im Sommer mehr Feuchtigkeit gefragt ist, würde diese nun durch den austrocknenden Herbstwind und die ausdörrende Heizungsluft verdampfen. Später, bei kalten Wintertemperaturen, droht ein zu hoher Feuchtigkeitsanteil in der Haut sogar zu gefrieren. Die Expertin rät: „Statt purer Feuchtigkeitspflege empfiehlt es sich in den kühlen Monaten auf so genannte Wasser-in-Öl-Emulsionen zurückzugreifen.“ Bei ihnen ist ein Anteil Wasser von einem Anteil Öl umhüllt. Der Ölmantel fettet und schützt die Haut und verhindert gleichzeitig, dass die beigefügte Feuchtigkeit verdunsten kann. Einzige Ausnahme: Nachts kann und sollte man feuchtigkeitsintensive Cremes verwenden. Da die Heizung jetzt aus- oder herabgedreht wurde, besteht keine Gefahr der Verdunstung; das ist die ideale Gelegenheit die Haut satt zu durchfeuchten.

2 Liter Wasser Ausreichend flüssigkeitszufuhr von innen hält haut, augen und schleimhäute geschmeidig.

Vorsicht! Nass macht  Trocken!
Das nächste herbstliche Pflege-Fettnäpfchen lauert bei der Reinigung. Denn auch wenn es sich noch so schön anfühlt: Heißes Wasser (vor allem in Verbindung mit seifenhaltigen Substanzen) entzieht der Haut Fett und Feuchtigkeit. Drehen Sie den Hahn daher nie höher als 38 Grad auf und verwenden Sie zur Reinigung (für Gesicht und Körper) cremige Konsistenzen, die der Haut schon während der Reinigung Pflegestoffe und Fett zuführen. Für Peelings gilt das gleiche: Grundsätzlich tun sie auch trockener Haut gut, da sie verhornte Zellen entfernen und die Haut wieder atmen lassen. Arbeiten Sie aber auch hier bitte nur im Weichspülprogramm: „Rubbelkuren auf Enzymbasis eignen sich in der rauen Jahreszeit besser als solche mit groben, mechanischen Schleifgranulaten“, so Wichlas.

Übersicht zu diesem Artikel:
Seite 1 Warme Pflege für kalte Tage
Seite 2 SOS: Erste Hilfe bei Reibeisenhaut

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