Donnerstag, 21. Februar 2019

Sonnenatlas

05/2011
Sommer, Berg & Strand: Im Urlaub darf man ruhig wortwörtlich dicker auftragen. Besonders in Sachen Sonnenschutz. Die besten Tipps für Urlaubsziele in allen Breitengraden.

Foto: istockphoto.com - Liv Friis-Larsen
Andere Länder, andere Sitten. Wer am Urlaubsort eine gute Figur machen will, muss wissen, wie Land und Leute ticken. Besser man informiert sich im Vorhinein: Wo sind die angesagten Strände und die besten Beach-Bars? Wo urlauben die Promis? Wie schafft man es, in Sachen Style nicht wie ein Tourist, sondern wie eine Venus auszusehen? Und das Wichtigste –  was aber am häufigsten vergessen wird: Wie sieht es mit dem Sonnenschutz aus? Denn auch hier gebieten ferne Gefilde andere Sitten. Welche das sind – und worauf Sie dabei grundsätzlich achten müssen –, wir verraten es Ihnen.

Sonnenschutz: Die Basics
Beim Sonnenschutz existieren ein paar Grundregeln mit internationaler Gültigkeit. Hier die drei wichtigsten:
  • Auch der beste Sonnenschutz kann nur so gut wirken, wie er aufgetragen wurde. Beim Cremen geschehen die meisten Fehler. Achten Sie darauf, dass Sie keine Körperstellen (auch Ohren, Fuß­rücken und die Innenseiten der Arme) vergessen. Häufig werden auch die an die Kleidung angrenzenden Hautstellen nur unzureichend eingeschmiert.
  • Des Weiteren spielt der Zeitpunkt des Einschmierens eine tragende Rolle. Vor allem chemische UV-Filter (erkennt man daran, dass sie keinen weißen Film auf der Haut hinterlassen) müssen rechtzeitig, also etwas 20 Minuten vor dem Sonnenbad, aufgetragen werden.
  • Achten Sie dabei auch auf das Ablaufdatum Ihrer UV-Creme. Die meisten Produkte kennzeichnen die Haltbarkeit mit dem Symbol eines geöffneten Cremetopfs, mit der Zeitangabe der Haltbarkeit in Monaten. Die Zahl sagt an, wie lang die Creme ab dem ersten Verwenden noch einsatzbereit ist. Eine Garantie für deren Unbedenklichkeit sollte man daraus jedoch nicht ableiten. Angebrochene Produkte aus dem Vorjahr  sind daher kritisch zu untersuchen. Generell gilt: Je wasserhaltiger ein Produkt ist, desto leichter verdirbt es. Dass die Creme nicht mehr gut ist, erkennen Sie am leicht ranzigen Geruch und/oder an der unregelmäßigen Konsistenz.

Sonnenschutz im Urlaubs-Check
So viel zu den Grundregeln. Wer nun in fremde Länder reisen will, muss darüber hinaus noch ein wenig mehr beherzigen. Die Faustregel hierbei lautet: Je südlicher man reist, desto höher ist der Lichtschutzfaktor zu wählen. Dieser gibt übrigens an, um welchen Faktor sich die Zeitspanne des Eigenschutzes durch die Schutzcreme verlängert:

Bei einem Eigenschutz der Haut von zehn Minuten (heller Hauttyp) kann man eingeschmiert mit LSF 15 also zweieinhalb Stunden (= zehn Minuten x15) bedenkenlos und ohne Reue in der Sonne verweilen. Mit einer gewissen Einschränkung: Meiden Sie (vor allem in tropischen Gefilden) die oft sengende Mittagssonne. Zwar halten die Cremes dieser Strahlung stand, dennoch sollte man sein Schicksal nicht herausfordern. Und zwar nicht nur wegen des Hautschutzes, auch der Kreislauf macht in der Mittagshitze schnell schlapp.

Ebenfalls wichtig: Stimmen Sie die Konsistenz Ihres Sonnenprodukts auf die Klimaverhältnisse Ihres Urlaubsortes ab. Hier gilt: Je höher die Luftfeuchtigkeit und die Temperatur (vor allem bei Fernreisen), desto leichter sollte die Creme-Konsistenz ausfallen. Mollige Texturen hüllen die Haut nämlich regelrecht ein. Bei 30 Grad und mehr kann so ein Hitzestau entstehen. Nicht selten kommt es auch zu Verstopfungen der Poren und damit zu Wimmerln. Und die kann man im Urlaub wahrlich nicht gebrauchen.


Urlaub in Österreich: Wenn der Berg ruft
Wenn der Berg Sie ruft, dann folgen Sie ihm.  Aber: Hören Sie ihm gut zu. Höhenlagen sind UV-technisch nämlich brandgefährlich. Vor allem die  UVB-Strahlung nimmt zu. Daher gilt: Je höher Sie kommen, desto höher der UV-Filter. Dafür ist das heimische Klima unkomplizierter: Die geringe Luftfeuchtigkeit und mittlere Temperatur erlauben eine freie Wahl, was die Konsistenz des Sonnenschutzes angeht.

Fernreise: Paradiesische Tropen
So traumhaft Thailand oder die Malediven sind, so tückisch können sie sein. In tropischen Ländern verringert sich die Eigenschutzzeit der Haut um rund die Hälfte. Ebenfalls zu beachten: Die hohe Luftfeuchtigkeit lässt die Haut schwitzen. Leichte, vor allem wasserfeste Konsistenzen sind hier die goldene Wahl bei Sonnenschutzmitteln.

Mittelmeerträume: So nah & doch fern
Was mit dem Flieger ein Katzensprung ist, bedeutet für das Klima schon eine erhebliche Veränderung. Die Eigenschutzzeit der Haut verändert sich nämlich stark mit der geografischen Breite. Auf Mallorca, Mykonos & Co vermindert sich der Eigenschutz um ungefähr 30 Prozent. Also: Höheren LSF auftragen. Ob das in Creme-, Gel- oder Spray-Form geschieht, ist aufgrund eher trockener Klimabedingungen dagegen weitgehend unerheblich.

Aktuelle Ausgabe & E-Paper


cover 2019-02 130x173

Aktuelles Heft 02/2019

Die nächste Ausgabe erscheint am 8. März

 

Unsere Ausgabe 12/2018-01/2019 als E-Paper Lesen!

Aktuelle Online Umfrage

Sind Sie zu Ihrem Arzt immer ehrlich?

Kontakt

  • Gesünder Leben Verlags GmbH
  • Johann Strauss Gasse 7/2/5
  • 1040 Wien, Österreich

Information