Donnerstag, 09. Juli 2020

Sonne? Aber sicher! - UV-Risiko

Ausgabe 2020.06
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Das UV-Risiko lauert überall
„Anders als viele glauben, ist Sonnenschutz nicht nur im Urlaub notwendig“, sagt die Dermatologin. Nur ein Bruchteil dermatologischer Sonnenschäden entsteht in den Ferien. Ein Großteil ist die Folge von alltäglicher Nachlässigkeit und einer jahrelangen UV-Bestrahlung. Ob beim Einkaufsbummel durch die Stadt, auf dem Weg zur Arbeit, beim Joggen oder Gassigehen mit dem Hund: Die gefährlichen Strahlen lauern überall und jederzeit. Selbst hinter Fensterglas ist man nicht immer sicher. „Nur speziell getönte Scheiben halten langwellige UVA-Strahlen ab“, so Dr. Latzka.

UVA- und UVB-Strahlung: Guter Schutz schirmt beides ab
Sonnenschutz ist eine tägliche Pflicht. Die Expertin rät: „Prinzipiell sollte man in unseren Breitegraden von circa März bis September untertags eine Sonnenschutzcreme anwenden. Da kommt am besten eine wasserfeste Sonnencreme mit einem hohen Lichtschutzfaktor und einem UVA- und UVB-Breitbandfilter infrage. Der Lichtschutzfaktor gibt den Schutz vor UVB-Strahlung an und sollte mindestens LSF30+, besser aber LSF50+ betragen. Bei Lichtschutzfaktor 50, kann man 50-Mal länger in der Sonne sein, als ohne Sonnenschutz. Man darf jedoch nicht vergessen, dass der Eigenschutz vom Hauttyp abhängig ist und bei hellen Hauttypen allerhöchstens 30 Minuten beträgt. Daher rate ich immer zum höchsten Lichtschutzfaktor. Wichtig ist auch ein guter UVA-Filter. Sonnenlicht besteht zu fast 95 Prozent aus UVA-Strahlen, welche für Folgeschäden wie Hautkrebs sowie vorzeitige Hautalterung und Sonnenallergie verantwortlich sind. Ein guter UVA-Schutz sollte etwa ein Drittel des UVB-Schutzes betragen und wird durch das UVA-Symbol auf der Creme gekennzeichnet.“

So geht’s: Sonnencreme richtig anwenden
Sonnenschutzprodukte unterscheiden sich neben der Höhe des LSF auch nach der Art des verwendeten UVFilters. Es gibt chemische und physikalische Filter. Letztere erkennt man am weißen Film, den sie auf der Haut hinterlassen. Sie bestehen aus mikroskopisch kleinen Partikeln (z. B. aus Titanoxid), die sich lückenlos auf die Haut legen und einfallende UV-Strahlen reflektieren. Der Vorteil: Physikalische Filter wirken unmittelbar nach dem Auftragen. Chemische Filter hinterlassen dagegen keinen weißen Film, müssen dafür aber erst in die Haut eindringen, um dort die energiereiche UV-Strahlung aufzufangen und unschädlich zu machen. „Ihr Schutz beginnt zeitverzögert, weshalb Cremes mit chemischen Filtern etwa 20 Minuten vor dem Sonnenbad aufgetragen werden sollten“, rät Dr. Latzka

Sonnenbrand trotz Sonnencreme?
„Das ist sogar mir schon passiert“, scherzt die Dermatologin. Die häufigste Ursache hierfür ist, dass nicht sorgsam genug gecremt und einzelne Stellen vergessen wurden. „Besonders oft kommen die Ohren, die Nase, die Kniekehlen und der Fußrücken zu kurz“, warnt die Expertin. Übrigens: Durch erneutes Eincremen kann man zwar durch Schweiß oder das Reiben von Kleidung entstandene Sicherheitslücken schließen, man kann aber nicht den Zeitraum verlängern, in dem man vor UV-Strahlung geschützt ist. Was dagegen immer noch am allerwirksamsten ist, um Sonnenschäden umfassend zu entkommen: sich mit einem kühlen Drink in der Hand an ein schattiges Platzerl zurückziehen. Hier ist es ohnehin viel angenehmer als in der sengenden Sonne. Wir raten: Genießen Sie den Sommer – von seiner coolsten Seite.

 

Sonnenschein im Haar

Strahlende Sommermähnen – wer will diese nicht? Wer seine Haare auch im Sommer richtig pflegt, leuchtet mit der Sonne um die Wette. So geht`s!

Sobald der Sommer kommt, schwindet der Glanz aus unseren Haaren. Die Strähnen sind stumpf, brüchig und wirken insgesamt strohig. Woran das liegt? An ultravioletten Sonnenstrahlen, die unsere Haare tagtäglich angreifen!

Warum UV-Schutz so wichtig ist Anders als die Haut haben die Haare keinen Eigenschutz gegen UV-Strahlung. Sie bilden weder Melatonin noch können sie sich aus eigener Kraft regenerieren. Sie sind ultravioletter Strahlung schutzlos ausgeliefert. Folge: Sonnenlicht zerstört die Farbpigmente und entzieht dem Haar wertvolle Feuchtigkeit. Der Glanz geht verloren, die Farbintensität ebenfalls. Oft verändert sich auch die Haarstruktur. Wie staubtrockener Wüstenboden kann der Haarschaft regelrecht aufbrechen. Spliss, Frizz und ein lebloser Look sind im Sommer daher keine Seltenheit.

So schützen Sie Ihr Haar im Sommer!

GESÜNDER LEBEN hat die drei wichtigsten Tipps für schönes und gesundes Sommerhaar:

1. Sonnenschutz ist Pflicht
UV-Schutzprodukte gibt es nicht nur für die Haut, sondern auch für das Haar. Sie werden meistens auf die feuchten Haare gesprüht und schützen vor Hitze, Strahlung und Feuchtigkeitsverlust. Wichtig: Wenden Sie solche Sprays nicht nur an, wenn Sie am Badesee oder im Garten sind. Vor allem alltäglicher UV-Kontakt belastet das Haar und muss abgefangen werden.

2. Direkte UV-Strahlung vermeiden
Im Schatten sind Haut und Haar am sichersten. Ist es jedoch nicht möglich, sich ausschließlich im Schatten aufzuhalten, schützt man die Sommermähne anders: Kopftücher, Hüte, breite Haarbänder und alle anderen Kopfbedeckungen schirmen die empfindlichen Strähnen sowie die Kopfhaut ab. Auch diese kann nämlich durch Sonnenlicht Schaden nehmen.

3. Je kühler, desto besser
Hitze ist Gift für die Haare. Heiße Temperaturen lassen gespeicherte Feuchtigkeit aus dem Haar verdampfen und brüchig werden. Daher gilt: die Haare im Sommer niemals mit zusätzlicher Hitze strapazieren. Heiße Föhnluft und Waschtemperaturen sollten vermieden werden. Gönnen Sie dem Haar zudem regelmäßige Feuchtigkeitspflege durch spezielle Hydro-Shampoos und -kuren. Es wird es Ihnen danken. Und zwar mit einem seidigen Glanz, der mit der Sonne um die Wette strahlt. Einfach wunderschön!

Übersicht zu diesem Artikel:
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