Montag, 27. Mai 2019

Sommer im Haar

Ausgabe 07-08/2011
Im Urlaub ver­drehen uns Sonne, Wind und Meer den Kopf. Aber leider nicht nur im positiven Sinn. Ob Beach-Blond oder Sunset-Brünett – Haare wollen jetzt eine Extraportion Pflege.

Foto: istockphoto.com - Daniel Bendjy
Sommer und Sonne machen Laune. Und das Schönste daran: Sonnige Gemüter machen sich auch äußerlich bemerkbar. Die goldene Himmelsmacht taucht nicht nur den Teint in ein gefälliges Licht und verpasst uns eine gesunde Tönung, sondern schenkt auch dem Haar diesen leuchtenden Holiday-Look. Ein von der Sonne geküsster Haarschopf ist der Hingucker der Saison. Vorausgesetzt, man weiß, wie man die Schönheitswirkung der sonnigen Strahlung richtig nutzt! Denn ohne Schutzvorkehrungen sind die warmen Strahlen nämlich keine Schönmacher, sondern ganz schön gefährlich.

Hilflose Häupter
Der heiße Planet ist für unser Haar vor allem deshalb so gefährlich, weil die dünnen Hornsträhnen keinerlei Eigenschutz gegen die Strahlung aufbauen können. Während die Haut unter Sonneneinfluss durch steigende Pigmentierung eine Schutzschicht bildet, geschieht im Haar genau das Gegenteil: Es verliert Pigmente und wird dadurch nicht nur heller, sondern auch matter und brüchiger.

Das ungefilterte Eindringen von UV-Strahlen schädigt zudem massiv die Einweißstruktur im Haarinneren, die für Elastizität und Spannkraft verantwortlich ist. Zu allem Überfluss sorgt sommerliche Gluthitze dafür, dass der ohnehin geringe Wassergehalt im Haar verdunstet und die Haarsubstanz noch trockener wird. Müde, matte Mähnen sind die sichtbare und nicht seltene Folge.

Safer Sun
Für Haar und Haut gilt daher dasselbe: Ohne Schutz sollte man sich nicht in die gefährliche Glut begeben. Neben Hüten und Tüchern (Turban ist absoluter Trend!) bieten vor allem spezielle UV-Produkte eine gelungene Abschirmung vor sonnigen Schädigungen. Beim Auftragen gilt es vor allem, die sensiblen Haarspitzen und die Haut am Haaransatz besonders gut und gleichmäßig zu ummanteln. Im Urlaub und bei Badesee­besuchen sollte das Schutzprodukt zudem unbedingt wasserfest sein. Durch die Reflektion des Wassers intensiviert sich nämlich die Brandgefahr der Sonnenstrahlung – eine Besonderheit, die nicht nur auf das Haar, sondern auch auf die Haut gefährliche Auswirkungen hat.

Apropos Wasser!
Im erfrischend kühlen Nass versteckt sich leider noch eine weitere Gefahr für Haut und Haar. Chlor und Salz fressen sich nämlich regelrecht in die Horn- und Hautschicht hinein und trocknen die Zellen von innen heraus aus. Eine ausgiebige Süßwasser-Dusche ist daher nach jedem Planschvergnügen Pflicht. Mutige beenden den Shower mit einem eiskalten Guss. Das bringt nicht nur den Schlackstofftransport der Haut in Schwung (Orangenhaut ade!); durch die Kälte wird auch die aufgequollene Hornschicht am Kopf geschlossen. Der Effekt: Auch die Haare wirken sofort glatter und glänzender.

Farbe: Häufige Fauxpas
Blond ist die Farbe des Sommers. Denn ob man will oder nicht – die Haare werden in der lichten Jahreszeit automatisch aufgehellt. Auf eine zusätzliche chemische Erhellung kann und sollte man daher zwischen Juli und September am besten verzichten. Die Farbzusätze würden das ohnehin strapazierte und trockene Haar zu sehr belasten und strohig wirken lassen. Wer dennoch nicht die Finger von der Farbe lassen kann, wählt bitte besonders sanfte Methoden der Coloration. Tipp: Beim sogenannten Toupiersträhnen wird das Bleichmittel klecksweise auf einzelne, toupierte Strähnen gepinselt. Auf diese Weise werden nur wenige Härchen erwischt – das Ergebnis ist extrem natürlich, da keine künstlich wirkende Gleichmäßigkeit entstehen kann.

Satte Farbe trotz Sonne
Aber wer hat eigentlich behauptet, dass Strandschönheiten immer blond sein müssen? Perfekt gepflegtes Sommer-Braun ist ebenso Beach-tauglich. Im Idealfall schimmert und glänzt es farbenfroh im Sonnenlicht. Aber weil durch die Sonne Pigmente und Struktur angegriffen werden, ist der Glanzfaktor oft gleich Null. Wer hier Abhilfe schaffen will, muss tricksen:  Spezielle Glanzsprays enthalten das haarähnliche Protein Kreatin, welches sich wie ein Puzzlestück in die poröse Haarstruktur setzt und diese kittet, sodass insgesamt wieder eine gleichmäßige, glatte und damit glänzende Optik entsteht.

Und noch ein Trick: Das Haar wirkt sofort satter, wenn man ihm die fehlenden Pigmente von außen zuführt. Spezielle Farbshampoos arbeiten auf diese Weise. Was auch funktioniert: Mischen Sie einen Klecks Tönung unter Ihr normales Shampoo. Durch die Kürze der Einwirkzeit entwickelt sich kaum eine farbliche Veränderung, sondern lediglich eine Auffrischung der eigenen Haarfarbe. Das Haar leuchtet wieder – Ihr Lächeln ebenso. Der Sommer macht eben doch schön!

Aktuelle Ausgabe & E-Paper


cover 2019-05 130x173

Aktuelles Heft 05/2019

Die nächste Ausgabe erscheint am 7. Juni

 

Unsere Ausgabe 04/2019 als E-Paper Lesen!

Aktuelle Online Umfrage

Wie informieren Sie sich über Nebenwirkungen von Medikamenten?

Kontakt

  • Gesünder Leben Verlags GmbH
  • Johann Strauss Gasse 7/2/5
  • 1040 Wien, Österreich

Information