Samstag, 11. Juli 2020

So schön macht

Ausgabe 2020.03
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Mehr ist mehr? In Fragen der Schönheit trifft diese Volksweisheit nicht zu. Ganz im Gegenteil! Wer sich ein wenig im Verzicht übt, gibt der Haut die Chance, sich aus sich selbst heraus zu regenerieren. GESÜNDER LEBEN erklärt, wie das Beauty-Fasten funktioniert. 


Foto: © iStock_CoffeeAndMilk

Die gute Nachricht zuerst: Kosmetisches Fasten hat nichts mit einem Radikal-Verzicht zu tun. Und wie lautet die schlechte Nachricht? Die gibt es eigentlich gar nicht. Denn wer das Grundprinzip des kosmetischen Fastens einmal verstanden hat und regelmäßig in seinen Beauty-Alltag integriert, wird sich nicht nur wohler fühlen, sondern auch strahlender aussehen.

Beauty-Fasten: Was ist das eigentlich?
Beim Beauty-Fasten geht es darum, all das zu reduzieren oder gänzlich zu unterlassen, was der Haut schadet oder was ihr „zu viel des Guten“ ist. Eine gesunde Haut liebt es zwar, gesalbt und gepflegt zu werden, sie braucht aber oft gar nicht so viel Unterstützung, wie ihr zugeführt wird. Natürlich meinen wir es mit unseren Cremes, Seren und Masken gut. Doch im Laufe der Zeit nehmen wir der Haut mit einer „ach so gut gemeinten“ Überpflege ihre eigentliche Arbeit ab. Die Hautzellen können sich nämlich per se allein mit Fett und Feuchtigkeit versorgen. Alltägliche Umweltbedingungen, wie Heizungsluft, UV-Strahlung, Wind und Wetter, erschweren zwar diese natürliche Regenration und machen kosmetische Unterstützung notwendig. Dennoch kann es dem Teint guttun, wenn wir hin und wieder unsere Hilfe herunterfahren und der Haut damit einen Impuls zur verstärkten Selbstregeneration geben.

Regeneration durch Entschlackung
Neben der Aktivierung hauteigener Regenrationsprozesse geht es beim Beauty-Fasten auch um einen wohltuenden Entschlackungseffekt. Durch gezieltes Verzichten auf belastende Zugaben, aber auch durch aktive Entschlackungs-Rituale wird der Haut die Möglichkeit gegeben, Ablagerungen und Rückstände auszuspülen. Vorstellen kann man sich das Ganze wie eine Art Frühjahrsputz; die Hautzellen werden gründlich durchgespült, vitalisiert und wieder frisch gemacht.

Der Effekt: vitale Wohlfühlhaut
Ziel des Beauty-Fastens ist eine Haut, die sich wohl-fühlt, frisch ist und aus sich selbst heraus strahlt. Menschen, die nicht nur kosmetisch fasten, sondern im Sinne einer klassischen Fastenkur für einen gewissen Zeitraum auf feste Nahrung verzichten, berichten von einem ähnlichen Effekt. Sie fühlen sich vital und irgendwie klar und aufgeräumt. Körpereigene Kräfte kehren zurück und machen den Organismus fit und wach. Eben diesen Effekt wünscht man sich auch vom Beauty-Fasten; eine Haut, die so frisch ist, dass sie mit der Frühlingssonne um die Wette strahlt.

Beauty-Fasten: Darauf kommt es an
Wer seinen Vorsatz zum Beauty-Fasten in die Tat umsetzen will, muss natürlich wissen, wie der kosmetische Verzicht funktioniert. Keine Sorge: Es geht hierbei nicht um eine radikale Reduktion jeglicher Beauty-Rituale. Vielmehr soll eine „Überpflege“ vermieden und ein gezieltes Entschlacken unterstützt werden. Idealerweise hält man die Regeln des Beauty-Fastens strikt für eine Dauer von 14 Tagen ein und übernimmt einzelne Komponenten anschließend hin und wieder in seine alltägliche Schönheits-Routine. So erhält man den Vital-Effekt möglichst dauerhaft aufrecht.

Weniger ist mehr: Verzicht auf Pflege
Cremes, Seren und Co führen der Haut neben Fett und Feuchtigkeit auch wertvolle Vitamine und Aktivstoffe (z. B. Hyaluron oder Antioxidantien) zu. Insofern sind sie für den Teint eine wichtige Zugabe, auf die er dauerhaft nicht verzichten sollte. Die Kehrseite der Medaille ist jedoch, dass wir die Haut durch tägliches Cremen auch ein wenig verwöhnen. So sorgen wir stets in einem üppigen Maß dafür, dass sie ausreichend Fett und Feuchtigkeit aufnimmt und sich damit satt und wohl fühlt. Was wir dabei jedoch vergessen: Die Haut hat aus sich selbst heraus die Fähigkeit, sich mit Fett und Feuchtigkeit zu versorgen. Nehmen wir ihr diese Vorgänge ab, wird sie regelrecht träge. Wer die Fähigkeit zu Selbsterhaltung wieder aktivieren will, muss die Hilfe von außen reduzieren. Verzichten Sie dafür einfach abends auf das Eincremen. Die ersten Tage wird sich das ungewohnt anfühlen, vielleicht spannt die Haut sogar. Doch keine Sorge: Bereits nach wenigen Tagen wird die Haut von selbst aktiv und sorgt für eine rasche Rückfettung. Kleiner Tipp: Fühlt sich das Weglassen der Creme unangenehm an, kann man den Teint mit einem feinen Wasser-Öl-Film benetzen, der das Spannungsgefühl reduziert, der Haut aber nicht ihren Auftrag zur Rückfettung abnimmt. Dafür füllt man stilles Mineralwasser und Kokosöl in einem Verhältnis von 3:1 in eine kleine Sprühflasche, schüttelt diese vor Gebrauch kräftig durch und benetzt damit die Haut.

Qualität statt Quantität bei der Reinigung
Beim Beauty-Fasten geht es auch darum, die Haut aus der Tiefe heraus zu reinigen. Was viele dabei jedoch verwechseln: Eine Tiefenreinigung erreicht man nicht von außen, sondern allein von innen. Es geht nicht darum, die Haut intensiver oder häufiger zu waschen, sondern gezielter. Soll heißen: Aktivieren Sie Tiefenreinigungsprozesse durch tägliche Dampfbäder. Der Effekt: Die Stoffwechselaktivität der Zellen wird angekurbelt, so- dass nicht nur eine Selbstreinigung stattfinden kann, sondern es auch zu einer verbesserten Zellversorgung mit Sauerstoff kommt. Die Haut wirkt frischer und rosiger. Und so geht es: Einfach eine Schüssel mit heißem Kamillentee füllen, circa drei Esslöffel Meersalz darin auflösen, Gesicht in den warmen Nebel halten, Handtuch überwerfen und die pflegenden Dämpfe für circa drei bis fünf Minuten ihr aktivierendes Werk tun lassen. Doch Vorsicht: Um Verbrennungen zu vermeiden, sollte man zunächst mit der Handgelenk-Innenseite prüfen, wie heiß der Wasserdampf ist.

Übersicht zu diesem Artikel:
Seite 1 So schön macht
Seite 2 Viel trinken für eine Reinigung von innen

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