Freitag, 17. Januar 2020

Schönheit, die aus der Kälte kommt - Vorsicht vor falscher Wärme

Ausgabe 2019.12/2020.01
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Vorsicht vor falscher Wärme
Den Ofen oder die Heizung auf Volldampf zu drehen ist der schnellste Weg, um es warm zu haben. Doch Vorsicht: Was sich so kuschelig anfühlt, ist für die vom Winter gebeutelte Haut brandgefährlich. Ihr Schutzmantel ist ohnehin löchrig; durch die trockene Heizungsluft wird ihr noch mehr Feuchtigkeit entzogen und lässt so den Teint rau und schuppig werden. Für die Kopfhaut gilt übrigens das Gleiche. Das ist auch der Grund, warum viele Menschen im Winter zu Schuppen neigen. Besser: Schaffen Sie durch eine gezielte Befeuchtung ein hautfreundliches Raumklima. Spezielle Luftbefeuchtungsgeräte sorgen für perfekte Luftverhältnisse. Kleiner Tipp: Eine flache, mit Wasser gefüllte Schale, die man auf die Heizung stellt, erfüllt einen ähnlichen Zweck. Gibt man ein paar Tropfen Duftöl (z. B. winterliche Orange oder belebende Rose) ins Wasser, hüllt das den Raum in einen angenehmen Duft.

Dampfbäder tun gut
Um den Winterblues sprichwörtlich verdampfen zu lassen und der Haut einen spontanen Wärmekick zu verpassen, füllt man circa drei Liter heißes Wasser in eine flache Schale, gibt zwei bis drei Kamillenteebeutel hinzu, legt das Gesicht in den aufsteigenden, warmen Kamillendampf und bedeckt sich dabei mit einem ausreichend großen Handtuch. Wichtig: Testen Sie vorher mit der Innenseite des Handgelenks, ob der Nebel nicht zu heiß ist. Dampfbäder regen die Mikrozirkulation der Zellen an und beschleunigen den Regenerationsprozess. Die Kamillendämpfe wirken zudem entzündungslindernd und beruhigend. Vor allem vor dem Auftragen einer Maske sind Dampfkuren empfehlenswert; Poren öffnen sich und Wirkstoffe dringen besser ein.

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Badewanne: Öl statt Schaum
Hinter wohlig warmen Schaumburgen entkommt man dem Winterblues am besten. Das denkt man zumindest. Denn in der wohligen Wanne wird uns zwar warm, die heißen Temperaturen wirken aber extrem austrocknend auf die Hautzellen. Wer empfindliche Haut hat, sollte daher auf zu hohe Temperaturen und übrigens auch auf die Beigabe von Badeschaum verzichten. Ölbader sind in den Wintermonaten deutlich besser geeignet. Sie ummanteln die Haut mit einem pflegenden Fettfilm, der sich samtig weich anfühlt und oft nach sommerlichen Aromen wie Zitrone oder Kokos duftet. Kleiner Tipp für alle, die gerade kein Ölbad zur Hand haben: Ein paar Esslöffel Olivenöl duften vielleicht nicht ganz so toll, haben aber einen hohen Pflegeeffekt für die Haut.

Nichts für Warmduscher!
Wer schön sein will muss manchmal auch leiden. Daher gilt: Nach jeder warmen Dusche oder Bad Augen schließen und den Wasserhahn ganz nach links drehen. Wechselduschen härten nicht nur das Immunsystem ab, sondern stärken auch das Bindegewebe. Abgesehen davon wirkt die Kälte zusammenziehend auf die Blutgefäße, wodurch sich das Durchflusstempo erhöht und damit auch der körpereigener Wärme-Booster. Und auch für die Haarpracht lohnt sich eine eiskalte Erfrischung: Denn durch die Kälte wird die durchs Wasser aufgequollene Schuppenschicht geschlossen und das Haar glänzt mehr.

Eisfüße: So beugen Sie vor
Wenn es kalt ist, merken die Füße es in der Regel als erste. In Ermangelung einer isolierenden Fettschicht sind die besonders frostanfällig. Wer Eisfüße gar nicht erst entstehen lassen will, schützt seine Füße durch gefüttertes Schuhwerk und dicke Socken. Doch Vorsicht: Die Schuhe dürfen nicht zu eng sitzen, so dass sie den Blutfluss stören und Eisfüße sogar noch verschlimmern könnten. Ebenfalls wichtig: Die Füße dürfen niemals feucht oder nass sein. Durch Verdunstung entsteht nämlich ebenfalls Kälte. Wer zu Schweißfüßen neigt, beugt vor, indem er die Haut mit einer dünnen Schicht Babypuder bestäubt. Das Puder saugt Schweiß auf und schützt damit vor Frostfüßen.

Hände auf Höchsttemperatur
Die Hände und Finger sind ebenfalls sensible Kandidaten, wenn es um Kälte geht. Auch Ihnen fehlt die isolierende Fettschicht. Folge: Sie frieren nicht nur schnell, sondern werden oft auch spröde und rau. Das hilft: Handmasken wirken besonders intensiv, wenn man ihnen wärm-technisch ein wenig auf die Sprünge hilft. Hierfür salbt man die Hände (und Nägel!) großzügig ein, stülpt einen Gummihandschuh über und lässt das Ganze eine halbe Stunde (oder noch besser: über Nacht) einwirken. Am nächsten Morgen sind aus eisigen Reibeisenhänden warme Samt-Pfoten geworden.

Übersicht zu diesem Artikel:
Seite 1 Schönheit, die aus der Kälte kommt
Seite 2 Vorsicht vor falscher Wärme
Seite 3 Lippen – sanfte Winterpflege

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