Donnerstag, 09. Juli 2020

Schönheit, die aus der Kälte kommt

Ausgabe 2019.12/2020.01
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In der kalten Jahreszeit muss die Pflege – egal ob für Gesicht, Körper oder Hände und Füße – ganz besonderen Anforderungen genügen. Jetzt gilt es, dem Frost ein Schnippchen zu schlagen und Haut und Seele gekonnt zu verwöhnen. Strahlen Sie diesen Winter wie noch nie!


Foto: © iStock_ helenaak

Der Wind peitscht eisig, der Schnee pickt hartnäckig in den Haaren und das ewige Grau-in-grau macht die Stimmung auch nicht besser. Fakt ist: Sinkt das Thermometer, steigt das Pflegebedürfnis von Haut und Seele. Jetzt sehnen wir uns nach wohliger Wärme. Wenigstens für einen Moment, aber am liebsten so lange bis der nächste Sommer kommt. GESÜNDER LEBEN zeigt, wie Sie die Wintermonate strahlend schön überstehen …

Unsere Haut braucht Wärme
Väterchen Frost ist streng mit uns. Und vor allem mit unserer Haut. Denn Fakt ist: Sie kann sich nur bei lauen Temperaturen von mindestens acht Grad richtig entfalten. Wird es kälter, bedeutet das Stress pur. Denn bei niedrigen Temperaturen produzieren die Talkdrüsen kaum noch Fett. Die Haut verliert an Geschmeidigkeit und ihre Schutzbarriere wird löchrig. Mehr und mehr Feuchtigkeit entweicht und Keime und Bakterien haben freie Bahn. Rötungen, Trockenheit und Juckreiz sind daher im Winter keine Seltenheit.

Cremiger Frostschutz: Welche Pflege braucht die Haut im Winter?
Mütze, Schal und Daunenjacke genügen also nicht. Auch die Haut braucht ein wärmendes Mäntelchen. Eine wärmende Hülle bieten vor allem lipidhaltige Cremes und so genannte Öl-in-Wasser-Emulsionen. Sie legen sich wie ein weicher Film über die Haut und verhindern, dass Feuchtigkeit aus dem Hautinneren verdunsten kann; der Hydrogehalt der Haut wird reguliert. Dank feuchtigkeitsbindender Wirkstoffe, wie Pro-Vitamin B5, Urea oder Hyaluronsäure, fühlt sich die Haut zudem satter an und sieht praller aus.

Kosmetik Tipp Bodypeeling selber machen

peelingTrockene Winterhaut braucht eine Abreibung. Das mag zunächst widersprüchlich klingen, macht aber Sinn. Denn trockene Haut muss von verhornten Zellen befreit werden, die sie überdecken und darunter liegende, junge Zellen am Atmen hindern. Unser Rezept-Tipp für ein besonders mildes Winterpeeling:

Zutaten: 1 Tasse Haferflocken, 5 EL grobes Meersalz, 1 Tasse Schlagobers, 1 TL Mandelöl, ½ Avocado.

Zubereitung: Das Fruchtfleisch der Avocado wird fein püriert und mit dem Öl und dem Schlagobers vermengt. Anschließend werden die Haferflocken und das Salz vorsichtig untergehoben, bis eine breiartige Peelingmasse entsteht. Wichtig: Das selbst gemachte Peeling sollte zügig nach dem Anrühren verwendet werden. Denn je länger die BeautyMixtur ziehen kann, desto weicher werden die Haferflocken und desto geringer wird der Peeling-Effekt.

Vorsicht: Zu warm ist auch nicht gut
Sahnige Texturen schützen zwar vor Wind und Kälte. In warmen Räumen mit Heizungsluft sind sie jedoch zu viel des Guten. Die Haut beginnt unter der schweren Fettschicht regelrecht zu schwitzen, die Poren können nicht atmen und der Teint wirkt fleckig, gerötet und gestresst. Wer einem solchen Hitzeschock vorbeugen will, hat daher am besten immer ein feuchtes Abschminktuch (gibt es auch in praktischen Transportpackungen) bei sich. Einfach überschüssige Creme damit abwischen und die Haut wieder frei atmen lassen.

Wärme für einen jugendlichen Teint
Bei wohliger Wärme funktioniert einfach alles besser. Auch die Stoffwechselprozesse unserer Haut. Durch warme Temperaturen wird nämlich die Aktivität der Kollagensynthese stimuliert. Kollagen ist jener Baustein, der der Haut ihre Festigkeit und Spannkraft verleiht. Je besser die Kollagen-Aktivität ist, desto strahlender und jünger wirkt unser Teint. Clevere Kosmetika wissen um diesen Effekt und nutzen ihn. Indem Wirkstoffe wie Chilli oder Rosmarin in gezielten Dosierungen beigemischt werden, üben manche Cremes einen stimulierenden Einfluss auf die Stoffwechselaktivität und damit auch auf das Wärmegefühl aus. So fühlen wir uns nicht nur wohler, sondern bekommen auch eine optimale Wirkung der Kosmetika. Dieser Effekt funktioniert übrigens nicht nur bei speziellen Warming-Cremes, sondern auch in Eigenregie: Einfach eine kleine Portion der üblichen Hautcreme in eine Tasse füllen und das Ganze vor Gebrauch auf der Heizung aufwärmen.
Und noch ein Tipp: Während sich die Creme angenehm vorwärmt, gönnt man dem Teint eine kleine Selbstmassage. Einfach mit Daumen und Zeigefinger vorsichtig über die Haut zupfen bis die Durchblutung auf Hochtouren läuft.

Übersicht zu diesem Artikel:
Seite 1 Schönheit, die aus der Kälte kommt
Seite 2 Vorsicht vor falscher Wärme
Seite 3 Lippen – sanfte Winterpflege

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