Dienstag, 19. Februar 2019

Schönheit aus aller Welt

Ausgabe 03/2013
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Andere Länder, andere Sitten. Das gilt auch in Sachen Schönheit. Ob zarte Geishas, sonnengeküsste Caribbean-Girls oder exotische Morgenland-Ladys: Jede Nation hat ein eigenes Schönheitsgeheimnis. GESÜNDER LEBEN lüftet diese!


Foto: Pore Refining Solutions Modelshot - Clinique

Sayonara Secrets: fernöstliche Schönheitsgeheimnisse
Im Land des Lächelns ist Schönheit keine Frage von Äußerlichkeiten. Nur wer sich innerlich gut fühlt, sieht auch so aus. Schönheitspflege von innen lieben Asiatinnen dabei am meisten in flüssiger Form. Tägliche Teezeremonien dienen Körper und Seele in gleicher Weise. Vor allem grüner Tee gilt als Jungbrunnen par excellence. Schon seit Urzeiten vertrauen Asiaten auf seine Heilkraft. Heute weiß man, dass grüner Tee das zentrale Nervensystem stimuliert, die Zellaktivität ankurbelt und  Aktivwirkstoffe gegen freie Radikale beinhaltet. Der Tee wird traditionell mit 70 Grad heißem Wasser aufgebrüht und in drei Schlucken getrunken. Wer absolut asiatisch vorgehen will, nutzt für die heimische Teezeremonie keine Tassen, sondern Trinkschalen, die man mit beiden Händen umfasst und auf diese Weise die Wärme des Tees auch von außen in den Körper leitet. Tee wird von Asiatinnen aber nicht nur in flüssiger Form als Schönheitsgeheimnis geschätzt, auch als Wunder-Wirkstoff in Hautcremes und Haarpflege kommen die anregenden und zellschützenden Kräfte der getrockneten Pflanzen zum Einsatz.
Kleiner Tipp: Wer den Asia-Appeal perfekt machen möchte, achtet besonders auf die Zartheit seines Teints. Echten Asiatinnen ist ein anmutiger Elfenbeinteint zwar in die Wiege gelegt, aber auch hierzulande ist es möglich Anmut im Antlitz zu tragen. Konstanter UV-Schutz ist hierfür jedoch die unabdingbare Voraussetzung. Achten Sie darauf, auch im Alltag einen kosmetischen Strahlenschutz zu tragen. Die meisten Tagespflegen haben Lichtschutzfaktoren nicht ohne Grund in die Pflege integriert.

Königliche Schönheit: Kleopatras Kosmetik-Geheimnis
Die ägyptische Königin war nicht nur für ihre Schönheit, sondern auch für ihre exklusiven Luxus-Baderituale bekannt. Ihre Majestät tauchte ihre königliche Seidenhaut nur in Bäder aus reiner Eselsmilch. Ein exklusives, aber auch effektives Vergnügen. Der pH-Wert der Milch entspricht nämlich dem der menschlichen Haut. Das darin enthaltene Milchfett erhält den natürlichen Säureschutzmantel, Milchzucker und Mineralien hydratisieren die Haut und Milchpeptide stimulieren die Kollagenbildung. Wer sein eigenes Kleopatra-Bad erleben will, braucht dafür keinen Esel zu melken, sondern gibt einfach einen Liter Vollmilch oder Milchpulver ins Badewasser. Das reinweiße Erlebnis kann man mit etwas Honig versüßen: Vier Teelöffel in warmer Milch auflösen; einen Schuss Obers oder Joghurt hinzugeben und dann langsam ins Badewasser rühren. Als Alternative gibt es fix fertige Kleopatramischungen für das Badewasser. Aber auch für die Hautpflege nach dem Nass kommen Cremes oder Masken aus Honig-Milch-Mixturen immer häufiger zum Einsatz. Tipp zum Selbermachen: Mischen Sie vier Esslöffel gekühlten Joghurt mit zwei Esslöffeln Aloe-vera-Saft und dem Fruchtfleisch einer halben Orange. Geben Sie das Ganze für mindestens 15 Minuten auf Gesicht und Hals und waschen Sie anschließend alles gründlich ab. Fertig ist das Kleopatra-Gefühl!

Ayurvedische Anmut: indische Wohlfühllehre
In Indien basiert Schönheit auf dem Lebensstil einer traditionell überlieferten Lehre. Ayurveda heißt die Zauberformel, die auch in unseren Breitengraden immer mehr Anerkennung erfährt. Ziel dieser „Wissenschaft von Gesundheit und Langlebigkeit“ ist die individuelle Wiederherstellung der Harmonie von Körper, Geist und Seele. Das ayurvedische Grundprinzip unterscheidet dabei sieben Chakren im Körper. Die Chakren sind die  Hauptenergiezentren des Körpers. In ihnen bündelt sich die Kraft unserer Lebensenergie. Ist ein Chakra jedoch blockiert, beeinflusst dieses Ungleichgewicht das menschliche Wohlbefinden – innerlich, wie äußerlich – negativ. Mit mehr als einem Dutzend verschiedener Methoden – im Wesentlichen mit Ölmassagen und -güssen, Peelings, Kräuterdampfbädern, Meditation und einer typgerechten Ernährung – weiß die ayurvedische Schönheitslehre die Chakren in Einklang zu bringen und macht so aus hektischen Stressbündeln entspannte, energiegeladene und schöne Menschen. Das klingt verlockend, wird aber von europäischen Karrierefrauen leicht missverstanden: Ayurveda ist nämlich nichts für Eilige. Es geht nicht um schnelle Schönheit, sondern um nachhaltiges Wohlgefühl. Dazu gehört neben entspannenden Massagen und Schönheitsritualen vor allem eine umfangreiche Umstellung der Ernährungs- und Lebensgewohnheiten. Allein mit regelmäßigen Knetkuren ist es nicht getan. Entschleunigen Sie Ihren Alltag, sodass die sieben Chakren erst gar keine Blockaden erfahren.

Schöne Schweiz: Wer hat’s erfunden?
So sicher wie das Bankgeheimnis wurde bisher auch das Rezept für Schweizer Schönheit von dem kleinen Alpenvölkchen gehütet. Leider ohne Erfolg. Inzwischen ist längst bekannt, was der beste Freund der alpinen Frau ist. Nämlich eiskaltes Gletscherwasser. Denn das kühle Nass regt die Durchblutung an und wirkt wie ein kleines Gefäß-Work-out. Während Heidi in ihren schönen Schweizer Bergen mehr als genug von frischen Eisgüssen bekommt, muss man hierzulande nachhelfen und unter der Dusche den kühlen Gebirgssee-Schauer simulieren. Wechselduschen sind der schnellste und wirksamste Trick für straffe Kurven und ein waches Körpergefühl. Duschgels und cremige Pflegeprodukte mit alpinen Wald- und- Wiesen-Kräutern sind eine perfekte Ergänzung. Vor allem das kostbare Edelweiß hat sich als wahre Schönheitsessenz bewährt. Kein Wunder, denn die zarte Pflanze muss extremen klimatischen Bedingungen standhalten und hat dafür wirksame Schutzmechanismen entwickelt, die nun unserer Haut zugute kommen und sie widerstandsfähig machen. Auch Zinnkraut ist wegen seines hohen Anteils an Kieselsäure ein beliebter Schönheitshelfer. Vor allem in der Haarpflege kommt es zum Einsatz, da sich seine Wirkstoffe in den Haarschaft setzen und brüchiges Haar von außen stärken. Noch ein Tipp für die nötige Alm-Authentizität im Badezimmer: jodeln. Schließlich singt es sich nirgendwo besser als im Bad. Heidi, Heiiiiiidiiiiiii, deine Welt sind die Beeeeerge.

Übersicht zu diesem Artikel:
Seite 1 Schönheit aus aller Welt
Seite 2 Karibische Strandschönheiten

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