Samstag, 23. Februar 2019

Schön trotz Sünden!

Ausgabe 2013/04
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Wenn UV-Schäden, Rauchen, verpfuschte Haarcolorationen, Selbstbräunerflecken, Schlafmangel & Co sich summieren, wird’s brenzlig: Nur wer seine Schönheitssünden beichtet, kann auf Vergebung hoffen. Hier bekommen Sie die Absolution!


Foto: Can Stock Photo Inc. - Andres

Kleine Sünden, wie verzupfte Augenbrauen oder verfärbte Haare, bestraft der liebe Gott sofort. Für die größeren bezahlt man erst später. So verdreifacht das dritte Glas Wein am Abend die Augenfältchen am Morgen danach, und wenn es auch in Sachen Schönheitsschlaf mal wieder Defizite gab, steht einem das manchmal noch Tage später ins Gesicht geschrieben. Sonnenschäden zeigen sich teilweise sogar erst Jahre nach ihrem Entstehen. Panik hilft jetzt auch nicht mehr. Buße tun schon. Hier finden Sie die häufigsten Beauty-Sünden – samt Anleitung zur Wiedergutmachung.

Sünde: Schlafmangel
Wenn wir schlummern, findet in der Haut ein ausgeklügeltes Regenerationsprogramm statt: Die Zellteilung geht schneller, der Organismus bekämpft freie Radikale und repariert Zellschäden. Im Tiefschlaf produziert der Körper besonders viel von dem Wachstumshormon HGH, das sich positiv auf Knochendichte und Cholesterinspiegel auswirkt und das Muskeln wachsen und Fett schmelzen lässt. Wer zu wenig schläft, schädigt auch das Immunsystem: Studien belegen, dass bereits nach einigen Nächten mit wenig Schlaf (d. h. nur jeweils ca. vier Stunden) deutliche Alterungssymptome auftreten. Auch der Spiegel des Stresshormons Cortisol ist erhöht.
Wiedergutmachung: Es gibt eine gute Nachricht. Und zwar: Schlaf lässt sich nachholen. Dafür kommt es noch nicht mal auf die Quantität des Ruhens, sondern die Qualität an. Kurze Tiefschlafphasen z. B. während einer Mittagsruhe (20 Minuten können genügen) gleichen nächtliche Defizite weitestgehend aus. Der Haut können Sie verpassten Schlaf auch in cremiger Form zurückgeben. Spezielle Nachtcremes kann man bei Müdigkeit auch tagsüber auftragen. Sie unterstützen die Regenerationsphase der Haut mit einem gezielten Wirkstoffcocktail und bügeln bei Nachtschwärmern kleine Sünden aus.

 

Sünde: Zu viel Stress
Der Körper kann mit einem normalen Maß an Stress gut umgehen. Man braucht sogar ein gewisses Quantum an Stress, um zu funktionieren. Nur dann nämlich produziert der Organismus das Wachmacher-Hormon Adrenalin, das es uns ermöglicht, Aufgaben aufmerksam und aktiv anzugehen. Folgt aber auf den Stress keine angemessene Ruhephase, dann verbucht der Körper ein großes Minus auf dem Schönheitskonto. Dauerstress erhöht den Spiegel der Aminosäure Homocystein im Blut und steigert dadurch u. a. das Herzinfarkt- und Schlaganfallrisiko.
Wiedergutmachung: Work-Life-Balance heißt das neue Modewort in Sachen Stressbewältigung und -reduktion: Pilates, Yoga & Co helfen dabei, mit der Alltagshektik besser umzugehen und fit und schön zu bleiben. Zwar kann man Sorgen nicht einfach wegcremen. Aber: Anti-Stress-Cremes killen die sichtbaren Resultate des Kummers, die Sorgenfalten. Immer beliebter werden Cremes mit Botox-Effekt, die Zornesfalten & Co keine Chance geben.

 

Sünde: Geröteter Sonnenbrand
Die größte Sünde von allen ist übermäßiger Sonnenkonsum. Bereits nach rund 15 Minuten setzt die UV-Strahlung bei normal empfindlicher Haut einen unaufhaltsamen Alterungsprozess in Gang. Die UVA-Strahlen dringen bis in die Lederhaut ein und zerstören dort die Bindegewebsfasern; die Haut wird dünner und faltiger. Die UVB-Strahlen gelangen sogar noch tiefer, nämlich in den Kern der Hautzellen, und schädigen hier die Erbsubstanz der Zelle, die DNA. Schäden entstehen dabei auch schon dann, wenn von Rötungen keine Spur ist. Ist ein Sonnenbrand entstanden, ist es für Prävention ohnehin zu spät; die Reparatursysteme der Haut arbeiten jetzt bereits auf Hochtouren.
Wiedergutmachung: Eine Packung aus Topfen oder Joghurt ist noch immer das beste Hausmittel gegen brennende Sonnenschäden. Sie zieht die Wärme aus der Haut und lässt sie abschwellen. Auch gut: Füllen Sie reinen Aloe-vera-Saft in eine Sprühflasche, lagern Sie diese kühl und nebeln den Sonnenbrand damit ein. Der Saft erfrischt und spendet Feuchtigkeit. Sonnenbrände lassen sich ferner mit kosmetischen Feuerlöschern besänftigen. SOS- oder Après-Lotions enthalten beruhigende Inhaltsstoffe wie Allantoin, Panthenol, Thermalwasser oder Vitamine. Die Haut wird so gut durchfeuchtet und angenehm gekühlt.

 

Sünde: In die Sonne blinzeln  
Natürlich ist es schön, das Gesicht von den warmen Strahlen der Sonne kitzeln zu lassen. Es ist sogar erwiesen, dass die Produktion von Glückshormonen davon abhängt, wie viel Sonnenlicht durch unsere Augen in die Zirbeldrüse des Gehirns gelangt. Dennoch gilt in Schönheitsfragen, dass gerade für die empfindliche Haut der Augen UV-Strahlen absolut schädlich sind. Wer ohne Schutz oder Sonnenbrille in die Sonne sieht, riskiert nicht nur Sonnenschäden, sondern blinzelt häufiger und kneift die Augen derart fest zusammen, dass unzählige kleine Knitterfältchen entstehen.
Wiedergutmachung: Sonnenbrillen sind mehr als ein trendiges Accessoire – vorausgesetzt, sie haben einen 100-prozentigen UV-Schutz. Dunkle Sonnenbrillen schützen die Augen übrigens nicht unbedingt besser; sie reduzieren aber das helle Licht, sodass man weniger blinzeln muss. Wer ohne Schutz in der Sonne war, gönnt den Augen anschließend ein altbewährtes Wiedergutmachungsprogramm: Legen Sie je einen in Wasser getränkten und im Kühlschrank gekühlten Kamillenteebeutel auf die geschlossenen Augen und ruhen Sie für zirka 20 Minuten. Die Kamillenextrakte beruhigen, während die kühle Frische die sonnenbedingte Wärme aus der Haut zieht.

 

Sünde: Pickel zerdrückt
Sie sind rot, fies, schmerzhaft und leider allzu oft selbst gemacht. Denn Fakt ist: Würde man einen entstehenden Pickel komplett in Ruhe lassen, wäre er schneller verschwunden, als man sich ärgern kann. Dummerweise klappt das nicht. Nie! Man muss es einfach tun: drücken, quetschen und anfassen. Leider wird dadurch nichts besser. Im Gegenteil: Die Haut erlebt Mini-Verletzungen, Bakterien gelangen in die Wunde und verlangsamen die Heilung. Rötungen und Narben sind keine seltene Folge.
Wiedergutmachung: Wer entzündete Pickel beseitigen will, muss sie so gut es geht in Ruhe lassen. Desinfizieren Sie lediglich regelmäßig die Wunde und geben Sie heilende Essenzen aus Kamille oder Teebaumöl hinzu. Des Weiteren gilt: Weniger ist mehr. Wer den Schandfleck kaschieren möchte, spart die betroffene Stelle beim Auftragen von Make-up zunächst aus. Anschließend verwendet man unbedingt spezielle Abdeckstifte für Wimmerl; sie enthalten Wirkstoffe, die die Entzündung lindern und teilweise sogar Narben vorbeugen oder lindern. Tipp: Oft wirkt der Pickel umso auffälliger, je besser man versucht, ihn zu verdecken. Auch hier ist weniger mehr. Decken Sie lediglich die Rötungen um den Entzündungsherd herum ab. Das Herz des Pickels lassen Sie unbedeckt. Zwar ist noch ein roter Punkt zu sehen; dieser wirkt aber heller, unauffälliger und natürlicher als eine übermalte Wunde, die oft schattig, verklumpt und unrein aussieht.

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