Dienstag, 19. Februar 2019

Schön bis in die Spitzen

Ausgabe 03/2013

Gepflegte Hände und Füße sind Visitenkarten der Schönheit. Gönnen Sie ihnen ein pflegendes Spezial-Programm – gerade jetzt am Beginn der Sandalen- und Freiluftsaison.


Foto: NIVEA

Unsere Hände und Füße werden im Alltag derart stark beansprucht, dass sie ein besonderes Verwöhnprogramm verdient haben. Nehmen Sie sich regelmäßig und ausreichend Zeit, um diese Visitenkarten der Schönheit zu pflegen. Was dabei zu tun ist, verrät Ihnen GESÜNDER LEBEN.

Nagelpflege: vorbeugen statt reparieren. Die schlechte Nachricht zuerst: Sowohl für Finger- als auch für Fußnägel gilt, dass ein Nagel, der einmal geschädigt wurde, von außen nicht mehr zu reparieren ist. Der sichtbare Teil des Nagels besteht nämlich aus leblosen Hornzellen, die weder durch Ernährung noch durch Pflegemittel eine Veränderung erfahren. Entstehen also Risse oder Verletzungen, ist lediglich eine Schadensbegrenzung durch exaktes Aus- und Abfeilen der Bruchstelle möglich. Beugen Sie Schädigungen daher lieber durch einen sensiblen Umgang mit Ihren Nägeln vor. Auch durch eine gesunde Ernährung kann man Nagelbruch abwenden. Als wertvolle Nagel-Nahrung gelten dabei vor allem Spurenelemente wie z. B. Zink (enthalten in Eiern, Schalentieren und Vollkornprodukten), da sie maßgeblich am Keratinaufbau im Körper beteiligt sind. Auch Kieselsäure (in Gerste, Hirse und Erdäpfelschalen enthalten) ist ein wahres Schönheitsmahl. Sie verbessert die Feuchtigkeitsbindung im Körper und verdichtet auf diese Weise auch die Hornschicht der Nägel.

Nagelhaut: vorsichtig vorgehen. Als Nagelhaut wird die dünne Hautschicht bezeichnet, die sich an der Wachstumszone des Nagels, also dort, wo sich lebendes Zellgewebe zu Horn wandelt, bildet. Sie dient dazu, die nachwachsenden Zellen vor Schmutz und Bakterien abzuschirmen. Das Häutchen sieht nicht immer schön aus, sollte aber wegen seiner Schutzaufgabe niemals vollständig entfernt werden, sondern allenfalls vorsichtig mit einem Rosenholzstäbchen zurück in Richtung Nagelbett geschoben werden. Das Häutchen lässt sich dabei leichter zurückschieben, wenn man die Hände vorher in einem warmen Handbad befeuchtet hat.

Formen und Kürzen: Maßarbeit. Zum Kürzen der Nägel benutzt man am besten eine Feile, da vor allem empfindliche Nägel durch das Abschneiden mit der Nagelschere leicht splittern. In welche Form man die Nägel feilt, richtet sich dabei nach der Form des Nagelbetts. Je ähnlicher die Form von Nagelspitze und Nagelbett sind, desto harmonischer wirkt das Gesamtbild. Die einzige Ausnahme hiervon gilt bei den Fußnägeln. Die gilt es kurz und ganz gerade zu feilen, damit es nicht zu Entzündungen und Druckverletzungen kommt. Beim Feilen sollte man ferner darauf achten, welche Art von Feile man benutzt. Generell sind Sandfeilen schonender als Metallfeilen. Ratsam ist außerdem, immer nur in eine Richtung zu feilen – der Nagel wird so gleichmäßig abgetragen und es entstehen keine ausgefransten Ränder. Die Feile wird dabei leicht schräg an der Unterseite des Nagels angesetzt, sodass keine harten Kanten ins Horn gefeilt werden. Sollten die Nägel durch den Schleifprozess rau geworden sein, verwöhnt man sie anschließend mit einer gehaltvollen Ölkur. Dafür tauchen Sie die unlackierten Nägel für fünf Minuten in eine Schüssel mit leicht angewärmtem Oliven- oder Avocadoöl und massieren die Rückstände anschließend in den Nagel und die Haut ein.

Schöner Anstrich: Lack macht Laune. Bunte Spitzen an Händen und Füßen sehen bezaubernd aus. Doch bevor Sie mit Farbe lackieren, tragen Sie am besten einen transparenten Unterlack auf, um Nagelverfärbungen vorzubeugen. In farblicher Hinsicht macht es Sinn, in Kontrasten zu arbeiten: Zu heller Haut passen intensive Farben besser als leichte Pastelltöne. Aufgetragen wird der Lack idealerweise in drei Schritten: Setzen Sie einen breiten Lackstrich in die Nagelmitte und je einen dünnen Pinselstrich an die Außenseiten. Tipp: Die Nägel wirken filigraner, wenn Sie den Nagellack nicht ganz bis zur Außenkante des Nagelbetts auftragen, sondern einen winzigen, unlackierten Abstand einhalten.

Hautpflege: gehaltvoll bitte! Selbst die hübschesten Nägel kommen nur dann richtig zur Geltung, wenn auch die Haut an Händen und Füßen gepflegt aussieht. Wöchentliche Hand- und Fußbäder beugen trockenen und rissigen Hautstellen vor. Besonders Bäder aus erwärmter Milch und ein paar Teelöffeln Honig wirken Wunder. Milch hat fast den gleichen pH-Wert wie die Haut und wird besonders gut aufgenommen. Wer sich etwas ganz Besonderes gönnen möchte, pflegt Hände und Füße mit einer intensiven Nacht-Kur. Cremen Sie die Haut dafür mit Vaseline ein, stülpen Sie wärmende Baumwollsöckchen und Handschuhe über und lassen Sie das Ganze über Nacht einwirken.

Fleck weg: Altersflecken ausradieren. Bräunliche Flecken auf den Hand- und teilweise sogar auf den Fußrücken sind lichtbedingte Pigmentstörungen, die zwar nicht schädlich, aber auch nicht schön sind. Um solche Schönheitsfehler gar nicht erst entstehen zu lassen, ist regelmäßiger Sonnenschutz an Händen und Füßen unverzichtbar. Sind die Flecken bereits entstanden, hilft gezielte Fleck-weg-Pflege: „Radiance Care“ nennt sich diese innovative Spezialpflege, die Altersflecken aufhellen und der Entstehung neuer Verfärbungen vorbeugen soll. Diese Cremes arbeiten mit Essenzen (z. B. Bärentrauben-, Preiselbeer- und Heidelbeerblätter oder Gurken- und Maulbeerextrakt), die es schaffen, die Farbpigmente zu spalten und so im Gewebe zu verteilen, dass die Hautfärbung optisch heller wirkt.

Fußpflege: Der Hornhaut Herr werden. Um Hornhaut gleichmäßig zu entfernen, arbeitet man am besten mit einem Bimsstein anstatt mit scharfen Feilen. Auch ein Hornhauthobel ist sehr aggressiv und sollte nur von einer Kosmetikerin eingesetzt werden. Die Arbeit mit dem Bimsstein gelingt besser, wenn die Füße feucht sind. Eine hausgemachte Packung wirkt ebenfalls Wunder: Dafür mischen Sie ein Tasse Meersalz mit Olivenöl, massieren das Ganze für zirka fünf Minuten in die Haut ein und spülen anschließend alles wieder ab. Vorbeugend helfen regelmäßige Fußpeelings (z. B. selbst hergestellt aus 2 EL Meersalz und 1 EL Olivenöl) gegen das Entstehen verhornter Stellen. Übrigens: Wenn Sie Ihre Pflege mit intensiven Streichel- und Massageeinheiten der Hände und Füße verbinden, salben Sie damit nicht nur die Haut, sondern auch Ihre Seele.

Aktuelle Ausgabe & E-Paper


cover 2019-02 130x173

Aktuelles Heft 02/2019

Die nächste Ausgabe erscheint am 8. März

 

Unsere Ausgabe 12/2018-01/2019 als E-Paper Lesen!

Aktuelle Online Umfrage

Sind Sie zu Ihrem Arzt immer ehrlich?

Kontakt

  • Gesünder Leben Verlags GmbH
  • Johann Strauss Gasse 7/2/5
  • 1040 Wien, Österreich

Information