Mittwoch, 20. Februar 2019

Schmieren statt operieren

Ausgabe 2015.07-08
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Falten und schlaffe Haut müssen nicht sein! Clevere Kosmetika sind die milde Alternative zu ästhetischen Operationen.


Foto: © Can Stock Photo Inc. - mtoome

 Irgendwie träumt doch jeder vom perfekten Teint …
… ohne Knitterfältchen. Und dafür tun wir auch einiges. Aber eben nicht alles. Operationen oder dermatologische Eingriffe gehen vielen zu weit. Auch wenn die moderne Medizin immer minimalinvasiver arbeitet, bleibt vielen schönheitsbewussten Menschen das Risiko und der Aufwand eines Eingriffs zu groß. Moderne Kosmetikkonzerne haben der Schönheitsmedizin daher nun über die Schulter geschaut und Wege gefunden, auch ohne Operationen und Eingriffe effektive und sanfte Beauty-Effekte zu zaubern. Ohne Rezept, ohne Injektion und ganz ohne verschämte Blicke im Wartezimmer stellen High-tech-Cremes sanfte, aber wirkungsvolle Alternativen zu Beauty-Operationen dar. Konkret sind es sieben Ansätze, bei denen die Kosmetik gegen Skalpell und Messer auftrumpft.

Ansatz eins
Botox aus dem Becher
Was früher nur mit Spritzen möglich war, ist nun endlich via Cremetopf gelungen. Sogenannte Botox-Cremes sind einer der wichtigsten Trends der Zukunft. Anders als der Name vermuten lässt, enthalten sie jedoch kein echtes Botox, sondern orientieren sich lediglich an der Wirkungsweise des Nervengifts. Beispielsweise verwenden manche Firmen ein pflanzliches Neuropeptid, welches, ähnlich wie Botox, fähig ist, die Kommunikation zwischen Nervensträngen und Muskeln zu unterbrechen und so mimikbedingte Fältchen zu minimieren. Doch keine Bange: Diese Prozesse finden lediglich auf zellulärer Ebene statt. Starre, maskenartige Mienen sind daher bei Botoxcremes – anders als bei ihrem großen Bruder aus der Spritze – vollkommen ausgeschlossen.
Gesünder Leben-Tipp:  Auch durch Eigeninitiative kann man die Entstehung von Mimikfältchen beeinflussen. Regelmäßige sanfte Massagen der mimikreichen Hautpartien (wie Stirn, Schläfen oder Mundwinkel) wirken entspannend auf die Muskulatur – und minimieren Fältchen.

Ansatz zwei
Laser in Cremeform
Die Lasertechnik war bisher die einzige Möglichkeit, bis tief in die Hautzellen und deren Kern einzudringen und Schönheitsmakel (wie z. B. UV-Schäden) direkt an der Wurzel ihres Entstehens zu beheben. Ein Know-how, das moderne Cremes zu kopieren wissen – und zwar ganz ohne Laser. Sogenannte Laser-Cremes arbeiten beispielsweise mit speziellen und patentierten Enzymen, die, ähnlich wie die medizinische Lichttechnik, extrem tief in die Haut eindringen und hier unter anderem schädigende UV-Strahlen absorbieren, diese unschädlich machen und dabei gleichzeitig den körpereigenen Zellerneuerungsprozess in Gang setzen.
Gesünder Leben-Tipp:  Verlassen Sie sich nicht nur auf dermatologische Pflege, sondern schützen Sie Ihr Zellinneres auch selbst – vor allem UV-Strahlung ist sein größter Feind. Aktiver Sonnenschutz durch Meiden direkter Sonneneinstrahlung, das Tragen langer Kleidung und die Verwendung schützender UV-Cremes ist daher unerlässlich.

Ansatz drei
Hilfe zur Selbsthilfe
Der Körper ist ein Wunder. Ihn zu kopieren und bei seiner natürlichen Arbeit zu unterstützen, versuchen und schaffen nun auch immer mehr Pflegeprodukte. „Hilfe zur Selbsthilfe“ nennt sich dieser Forschungsansatz, der in der Schönheitsmedizin durch chemische Masken und medizinische Cremes erzeugt wird und in der modernen Kosmetik nun auch mittels natürlicher, sanfter Vitamin-Cremes angeboten wird. Die Hauptrollen spielen dabei zwei Power-Vitamine, die für Schönheitsbewusste kein Fremdwort sein dürften. Die Vitamine C und E schützen nicht nur vor zellulärem Stress, sondern wirken auch antioxidativ. Diese Oxidation ist nämlich dafür verantwortlich, dass die Haut im Laufe der Jahre grauer und fahler wird. Die Powervitamine C und E sind in der Lage, aggressive, oxidierende  Sauerstoffmoleküle abzufangen und daran zu hindern, Zellmembranen zu schädigen und das Hautbild damit fahler und älter wirken zu lassen.
Gesünder Leben-Tipp:  Nicht nur von außen, sondern vor allem auch von innen wirken Vitamin C und E wahre Wunder für die Haut. Bauen Sie also vitaminreiche Lebensmittel (wie z. B. Spinat, Zitrusfrüchte oder Paprika) in Ihren Speiseplan ein.

Ansatz vier
Natürliche Bleiche statt aufhellendem Laser
Der Zahn der Zeit hinterlässt seine Spuren nicht nur in Form von Knitterfältchen oder Elastizitätsverlust. Vor allem die so- genannte Hauttonalterung ist in Form von Alters- und Pigmentflecken keine seltene, aber unerwünschte Begleiterscheinung des Alterns. Die Schönheitsmedizin setzt seit langer Zeit bereits Laser-Techniken oder chemische Peelings ein, um die störenden Flecken auszubleichen. Doch nun trumpft auch die Kosmetik mit einem Fleckenteufel der sanften und natürlichen Art auf. Sogenannte „Radiance-Pflege“ arbeitet vor allem mit konzentrierten Extrakten der Maulbeere. Sie gelten als natürliche Depigmentierer und sind daher die ideale Bio-Waffe gegen Altersflecken und Pigmentstörungen. Der Wirkstoff dringt in die Zellen ein und  sprengt dort Melaninansammlungen auf. Nach dem Pusteblumen-Prinzip werden die dunklen Pigmente erst zerstreut und später vom Körper abgebaut. Verfärbungen werden nach und nach heller und der Teint insgesamt strahlender und schöner.
Gesünder Leben-Tipp:  Vor Pigmentflecken ist man niemals wirklich gefeit; sie können jederzeit wieder entstehen. Neben der Bekämpfung bestehender Flecken ist daher die Vorbeugung von neuen Flecken ein Muss. Da Pigmentmale durch UV-Strahlen ausgelöst werden, ist auch hier ein regelmäßiger Sonnenschutz das beste Mittel der Wahl.

Übersicht zu diesem Artikel:
Seite 1 Schmieren statt operieren
Seite 2 Weitere Ansätze

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