Freitag, 24. Mai 2019

Saubere SACHE!

Ausgabe 2013/10
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Sorgfältiges Säubern ist wichtig für die Haut. GESÜNDER LEBEN zeigt, was Sie für Ihre Schönheit beachten sollten.


Foto: Can Stock Photo Inc. - yekophotostudio

Natürlich hat man nicht immer Lust auf ausgiebige Seifen-Opern im Badezimmer – etwa wenn nebenan das warme Bett wartet. Oder der Liebste. Oder beide. In solch müden Momenten vergessen die meisten jedoch allzu leicht, dass jedes (!) geschwänzte Reinigungsritual seine Spuren hinterlässt. Bleiben nämlich Cremeschichten, Make-up, Masken oder die restlichen Spuren des Tages allzu lange auf der Haut, trocknen sie diese aus, langfristig wird der Teint fahl und die Haut altert schneller. Zwar sind die meisten Rückstände des Tages mit dem bloßen Auge kaum sichtbar, doch für die Haut umso deutlicher zu spüren. Eine einzige Zigarette etwa belastet die Haut mit zusätzlich 4000 Schmutzpartikelchen; sie dringen in die Haut ein und fördern dort die Bildung zellzerstörender freier Radikale. Auch besteht die Gefahr, dass die Haut mit der Bildung von Mitessern auf nachlässiges Klären reagiert. Ganz abgesehen davon ist eine gereinigte Haut die Grundlage jedes Beauty-Treatments. Pflegende Cremes, Masken oder Seren können nämlich nur dann in die Haut eindringen, wenn ihnen keine schmierige Barriere aus Talg und Schmutz den Weg versperrt. Also runter mit dem störenden Rest.

Schritt 1: Richtig reinigen
Das richtige Reinigen der Haut findet in mehreren Etappen statt. Ehe es zur eigentlichen Säuberung kommt, müssen zunächst störende Schichten von Make-up und Verschmutzungen abgenommen werden. Da sich nicht nur die meisten Make-up-Rückstände, sondern auch die Hinterlassenschaften der Umwelt nur schwer mit Wasser lösen lassen, ist beim ersten Waschprogramm mit fetthaltigen Essenzen zu arbeiten. Make-up ist fettlöslich und lässt sich durch eine gezielte Ölung mühelos von der Haut wischen, ohne dass reizendes Rubbeln nötig wäre. Besonders im Bereich der empfindlichen Augen ist es wichtig, mit speziellen Make-up-Removern zu arbeiten. Sie sind auf die Bedürfnisse der Augen und der Haut abgestimmt, sodass weder ein unangenehmes Brennen im Auge noch eine belastende Austrocknung der zarten Haut eintreten kann. Viele weitere Abschminkprodukte arbeiten inzwischen mit zwei Phasen der Reinigung (meist eine fettige und eine säubernde Essenz), die sich durch Schütteln zu einem säubernden Gemisch verbinden, das Rückstände in einem mühelosen Schritt entfernt. Aber auch mit einer herkömmlichen Reinigungsmilch oder mit reinen, natürlichen Ölen (z. B. Olivenöl) lässt sich Make-up leicht entfernen. Idealerweise tragen Sie das Abschminkprodukt zunächst mit den Fingern auf die trockene Haut auf und nehmen es anschließend vorsichtig mit einem weichen Papiertuch ab. So können Sie nicht nur sicher sein, dass Sie einen Großteil des Schmutzes von der Haut entfernt haben, sondern vermeiden auch, dass unschöne Make-up-Rückstände in Ihrem Handtuch hängen bleiben.   
 
Tipp für sensible Haut: Reinigung ohne Berührung
Gönnen Sie sensibler Haut hin und wieder ein tiefenreinigendes Kamilledampfbad. Dafür füllt man circa drei Liter kochendes(!) Wasser in eine flache Schale, gibt zwei bis drei Kamillenteebeutel hinzu, hält das Gesicht in den aufsteigenden Kamillendampf und bedeckt sich dabei mit einem großen Handtuch. Der warme Dampf löst den Schmutz und öffnet die Poren, ohne dass reizendes Rubbeln oder Schrubben nötig ist. Die Kamillendämpfe wirken zudem entzündungslindernd und beruhigend.

Dos & Don’ts der Reinigung
  • Lieber zu kalt als zu heiß! Waschen Sie die Haut stets mit lauwarmem Wasser. Zu heiße Temperaturen entziehen der Haut unnötig viel Fett und wirken damit austrocknend.
  • Waschlappen: Der Schmutz wäscht mit! Mit einem Lappen lassen sich hartnäckige Rückstände zwar leicht und gründlich von der Haut wischen, die weichen Textilien oder Schwämme bilden aber auch einen idealen Nährboden für Keime. Wer verhindern will, dass Bakterien in die Haut eindringen und eventuell Unreinheiten entstehen lassen, benutzt daher am besten Papiertaschentücher, die man nach dem Gebrauch entsorgt.
  • Tupfen beim Trocknen! Die Haut ist ein Fühlorgan. Sie mag es gar nicht, wenn man unsanft mit ihr umgeht. Auch beim Abtrocknen gilt daher: Tupfen Sie die Haut lieber vorsichtig trocken, anstatt mit einem groben Tuch fest zu rubbeln. Wer zu grob vorgeht, riskiert nicht nur Rötungen, sondern trägt eventuell auch die beim Waschen zugeführten Pflegestoffe ab.
  • Nach der Reinigung ist vor der Pflege! Moderne Waschessenzen pflegen die Haut schon beim Säubern. Dennoch kann nie ganz verhindert werden, dass die Haut trocken wird. Pflegende Cremes sind daher nach jeder Reinigung Pflicht.

Schritt 2: Reinigen
Da beim morgendlichen Waschgang das Abschminken ohnehin wegfällt, ist morgens allein dieser Reinigungsschritt durchzuführen. Er dient nicht nur dem Klären der Poren, sondern stellt eine pflegende Vorbereitung auf die spätere Pflege dar. Die Hautzellen werden dabei aufnahmefähiger gemacht. Diesen Effekt erreicht man nicht nur durch die Verwendung gezielter Reinigungsprodukte, die auf die individuellen Hautbedürfnisse abgestimmt sind, sondern auch durch den mechanischen Prozess des Waschens selbst. Das Massieren und auch der Kontakt mit wohltemperiertem Wasser regen die Durchblutung der Haut und damit die Mikrozirkulation innerhalb der Hautzellen an. Dieser Hautzustand macht es möglich, dass zugeführte Wirkstoffe von den Poren aufgenommen werden können. Wichtig ist dabei, mit Reinigungsprodukte zu arbeiten, die den Hauttyp bedürfnisorientiert unterstützen. Zu Unreinheiten oder Akne neigende Haut ist beispielsweise mit Waschprodukten gut beraten, die Essenzen von Zink, Schachtelhalm, Hamamelis oder Lärchenschwamm enthalten. Bei Kontakt mit der Haut bewirken diese Essenzen, dass sich die Poren verengen. Sensible Haut wird hingegen durch Schonwaschgänge mit Kamille- oder Aloe-vera-Essenzen bereits beim Reinigen beruhigt. Bei Haut im besten Alter eliminiert man Schmutz und Falten hingegen gleich in einem Abwasch mit Wirkstoffen wie Q-10, Vitamin B5 oder Hyaluronsäure, die einerseits verhindern, dass die Haut durch die Reinigung zu trocken und damit faltig wird, anderseits werden die Poren bereits beim Waschen mit stützenden Elementen gefüttert und der Teint auf diese Weise sanft unterpolstert.

Übersicht zu diesem Artikel:
Seite 1 Saubere SACHE!
Seite 2 Tiefenreinigung und Peelings

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