Montag, 20. Mai 2019

Reife Schönheit

Ausgabe 07-08/2013
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Gibt man reifer Haut, was sie braucht, strahlt sie vor Eleganz und Anmut. GESÜNDER LEBEN verrät, nach welcher Sonderbehandlung die anspruchsvolle Haut ab 40 verlangt.


Foto: Can Stock Photo Inc. - iofoto

Die Sache mit dem Altern kommt scheinbar über Nacht. Unvorbereitet blickt man morgens in den Spiegel und erschrickt. Die einst so netten Lachfältchen gehören plötzlich in die Kategorie Krähenfüße, auch die Nasolabialfalte ist zentimetertief, und die Zornesfalte auf der Stirn hält, was ihr Name verspricht. Also, her mit den Ausreden: unvorteilhaftes Licht, gemeiner Spiegel, schlechter Tag. Kann alles sein. Wahr ist aber leider auch die Tatsache, dass am Altern kein Weg vorbeiführt. Und dass es keineswegs über Nacht kommt. Bereits ab 20 tickt die biologische Aging-Uhr – nicht schnell, aber merklich. Mit 30 erkennt man die ersten Warnzeichen, ab 40 schnappt der Zahn der Zeit dann wirklich zu. Wer jetzt nichts unternimmt, sieht sprichwörtlich alt aus.

Make-up-Tipps für Ladys mit Lebenserfahrung
  • Grundlagen. Als Basis des Make-ups eignen sich getönte Tagescremes für reife Haut besser als schwere und deckende Foundations. Die Haut erhält auf diese Weise zusätzliche Pflege, und der Look wirkt frischer als mit maskenhaften Make-ups.
  • Keinen Schimmer. Arbeiten Sie sparsam mit Make-up-Produkten, die Glanz-Partikel enthalten. Die Glitzerteilchen setzen sich nämlich in kleine Fältchen ab und betonen diese damit unnötig.
  • Farbenlehre. Beim Make-up 40+ ist weniger grundsätzlich mehr. Leichte, fast transparente Farben fokussieren nicht so stark wie knallige Couleurs und passen sich dem Teint daher  besser an. Helles Rouge (zum Beispiel in Aprikot) lässt die Gesichtszüge weicher wirken; pastellige Lidschatten erfrischen den Blick.
  • Lippenbekenntnisse. Auch bei den Lippen sollte man farbtechnisch lieber im hellen Bereich bleiben. Verwenden Sie keinen Gloss, da sich seine Glanzelemente leicht in den Lippenfältchen festsetzen. Besser: Lippenbalsam auftragen und mit dem Finger etwas Cremerouge drübertupfen – das sieht natürlich aus.

Die Haut ab 40: was passiert? Ab etwa dem 40sten Lebensjahr werden Aging-Prozesse im Körper deutlich sichtbar. Die nachlassende Produktion von Östrogen lässt die Haut bereits ab Ende 30 merklich dünner und trockener werden. Zusätzlich hat das Bindegewebe inzwischen ca. 20 Prozent seiner feuchtigkeitsspeichernden Kollagenfasern abgebaut. Der Teint wirkt nicht mehr prall, Knitterfältchen lassen die Mine fahl wirken. Spätestens ab dem 50. Lebensjahr nimmt auch die Festigkeit der Zellwände ab. Die mangelnde Stützfunktion lässt Falten tiefer und den Teint erschöpfter wirken. Die Schwerkraft erledigt den Rest. Gesichtspartien, wie die Wangen oder die Tränensäcke, beginnen zu hängen. Der stetig dünner werdenden Haut fällt es zudem schwerer, Sonnenschäden oder andere Reizungen zu kaschieren. Nicht schön. Aber änderbar! Zwar sind all diese Prozesse biologisch unaufhaltbare Tatsachen, doch folgt nur etwa 50 Prozent der Hautalterung einem natürlichen Zeitplan. Der Rest ist selbst gemacht. Oder eben auch nicht! Wer länger jung aussehen möchte, kann das selbst in die Hand nehmen. Vier wichtige Maßnahmen sind es, die reife Haut zum Jungbleiben braucht.

  • Maßnahme 1: glätten

Linien, Runzeln und Falten sind die Aging-Klassiker. Wie immer ist auch hier Prävention durch regelmäßigen UV-Schutz und feuchtigkeitsintensive Pflege wirksamer, als der Versuch, vorhandene Falten auszubügeln. Unmöglich ist jedoch nichts. Für eine optische Erfrischung des Teints genügt es oft, kleine Trockenheitsfältchen zu kaschieren, anstatt tiefe Kerben glätten zu wollen. Denn machen Sie sich nichts vor: Tiefe Falten lassen sich nicht einfach wegcremen. Müssen sie auch nicht. Reife Haut will schließlich nicht mehr aussehen wie 20, sondern sich einfach nur attraktiv und frisch fühlen. Dafür genügt es, die feinen Linien auszugleichen, die weniger tief, aber dafür gehäufter auftreten. Dadurch, dass sich diese Linien lediglich in die obersten Hautschichten eingefressen haben, genügt für ihre Glättung eine oberflächliche, aber regelmäßige Behandlung. Mit grobkörnigen Peelings entfernt man beispielsweise die oberste, verhornte Hautschicht und schleift damit auch kleine Fältchen regelrecht ab. Ebenfalls wichtig zu wissen: Je trockener die Haut ist, desto faltiger wird sie. Denn ähnlich wie ein Wüstenboden reagiert die Hornschicht auf mangelnde Feuchtigkeit mit Rissen und rauen Stellen. Deshalb auf reine Feuchtigkeitspflege zu setzen genügt jedoch bei reifer Haut nicht. Die Pflege sollte eine ausgewogene Mischung aus Fett und Feuchtigkeit aufweisen, um reife Haut umfänglich zu versorgen. Außerdem wichtig: Entspannen Sie sich. Denn je häufiger Sie die Stirn runzeln, desto tiefer betonieren Sie Mimikfältchen in die Haut ein. Versuchen Sie Ihre Gesichtsmuskeln bewusst zu entspannen.

Übersicht zu diesem Artikel:
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