Dienstag, 17. September 2019

Pfirsich statt Orange!

Ausgabe 04/2010
Man kann aus Orangen vielleicht keine Pfirsiche machen – aber gewusst wie, zaubert frau aus unschönen Pölsterchen dennoch straffe Kurven in Topform.

Foto: Emre Ogan - istockphoto.com
Sagen Sie Cellulite den Kampf an – denn was man im Winter noch spielend unter Hosen und langen Röcken verstecken konnte, legt die textilarme Frühjahrsmode jetzt gnadenlos frei. Noch fieser wird es im Sommer, wenn der Bikini offenkundig zur Schau stellt, wo es Mutter Natur nicht so gut mit uns Frauen gemeint hat – nämlich bei unserem Bindegewebe. Die Beschaffenheit von selbigem ist nämlich genetisch festgelegt und stimmt nicht immer mit dem überein, was uns Models und Werbe-Ikonen vormachen wollen. Bei Frauen sind die elastischen Fasern des Bindegewebes von Natur aus sehr weich und dehnungsfähig. Anders als bei Männern sind sie auch nicht netzartig, sondern parallel angeordnet, damit sie sich im Fall einer Schwangerschaft beliebig ausdehnen können. Leider drücken sich durch eben diese schlaffen Fasern hin und wieder auch Fettzellen hindurch – unaufgefordert und in Dellenform. Die Folge ist bekannt: eine schwache Hautstruktur in der unattraktiven Kombination mit Cellulite.

Cremen, cremen, cremen!
Orangenhaut ist nicht schön – zum Glück aber nur ein kosmetisches Problem. Als selbiges ist es inzwischen sogar leicht in den Griff zu bekommen. Denn fleißige Wissenschafter erforschen Cellulite detailliert und versuchen mit immer neuen Mitteln, Frauen im Kampf gegen die Wellen und Dellen zur Seite zu stehen. Der beliebteste Helfer an der Fettfront ist noch immer Koffein: Es kurbelt die Mikrozirkulation in der Haut an und begünstigt den Abbau von Fetten bzw. erschwert es dem Fett, sich in den Zellen einzulagern.

Eine optische Verbesserung bewirken Cremes mit Mikro-Perlmutt-Partikeln. Diese bilden auf der Haut eine unsichtbare Matrix und haben einen Seidenstrümpfe- Effekt, der die Beine glatt und glänzend erscheinen lässt. Andere Produkte wirken wie ein bodybildendes Korsett mit gewebefestigenden Algen und Kieselerde. Auch effektiv: Entwässernde Inhaltsstoffe wie Rosskastanie und Kampfer schwemmen eingelagerte Schlackenstoffe aus den Problemzonen und helfen bei Wassereinlagerungen. Ein anderer Ansatz folgt dem Vorbild der Beauty-Medizin – nur ohne Schere und Skalpell. Sliming-Cremes versprechen eine Fettabsaugung auf Zellebene. In Anlehnung an die Liposuktion spalten sie Fette im Innern der Zelle und sorgen für deren Abtransport. Das Wichtigste bei all diesen Produkten ist aber: Der stete Creme-Tropfen höhlt den Stein. Um wirklich straffe Resultate zu sehen, muss man brav und regelmäßig cremen.

Bewegung glättet
Sport fördert die Durchblutung und schenkt ein gutes Körpergefühl. Und das ist in Sachen Body-Shaping bereits die halbe Miete. Ist auch logisch: Wo weniger Körperfett ist, da ist automatisch weniger Cellulite. Man muss sich nicht einmal völlig verausgaben, um überschüssige Fettpölsterchen wegschmelzen zu sehen: Ein sanftes Herz-Kreislauf-Training an drei Tagen pro Woche reicht völlig aus. Ideal sind Sportarten, die man an der frischen Luft durchführen kann wie Joggen, Walken oder Radfahren. Trotzdem nicht auf die Hanteln vergessen. Schließlich sind es die Muskeln, die die Silhouette formen. Gezielte Übungen kräftigen die Muckis und straffen so die darüberliegenden Problemzonen. Noch ein Trick: Integrieren Sie Bewegung in den Alltag: etwa indem Sie Rolltreppen und Liften aus dem Weg gehen, um stattdessen das Gratis- Fitnessgerät Stiege zu benutzen. Wenn man zu wenig trinkt und viel sitzt und steht, wird das gesamte Lymphsystem träge, Schlackenstoffe werden nur schlecht abtransportiert und lagern sich in den Problemzonen ein. An der Haut sind diese Rückstände oft als Unebenheiten oder unschöne Dellen zu erkennen.

Badezimmer-Fitness
Auch im Badezimmer kann man Fitness betreiben: Tägliche Wechselduschen (immer kalt beenden) sind das perfekte Gefäß-Workout, denn sie regen die am Po ohnehin schlechte Durchblutung an, aktivieren den Lymphfluss und wirken entstauend. Kneipps Idee: Kalte Güsse sind toll für die Blutgefäße, denn sie kräftigen die Venen und helfen bei geschwollenen Beinen. Wer ganz fleißig ist, macht vorher eine durchblutungsfördernde Bürstenmassage; dabei von der Fußsohle beginnend bis rauf zum Herzen arbeiten. Auch gut: Integrieren Sie kurze Problemzonen-Massagen ins tägliche Creme-Ritual. Das regt den Abtransport eingelagerter Gewebsflüssigkeit an, entspannt die Haut und irgendwie auch die Seele. Mit so viel innerer Ruhe kann man den winzigen Makeln dann auch viel gelassener entgegentreten.

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