Samstag, 23. Februar 2019

Orangenhaut? Einfach wegölen!

Ausgabe 2016.03

Figur-Öle haben ein Spezialeinsatzgebiet: Orangenhaut wird durch die seidige Konsistenz nicht nur optisch weggebügelt, sondern auch tatsächlich reduziert. Servus, Cellulite! Jetzt bekommst du dein Fett weg!


Foto: © Can Stock Photo Inc. - robertprzybysz

Cellulite ist weder schön noch selten. Das ist die bittere Wahrheit, die gemeinerweise vor allem für das weibliche Geschlecht gilt. Dass Frauen im Gegensatz zu Männern besonders häufig von Orangenhaut betroffen sind, ist aber kein gemeiner Streich des Schicksals, sondern ein genialer Schachzug von Mutter Natur. Grund für die Neigung zu delliger Haut ist nämlich die vergleichsweise elastische Beschaffenheit des weiblichen Bindegewebes. Diese Faserstruktur, die dicht unter der Haut, über den Fettzellen verläuft, ist bei Frauen besonders dehnbar und kann daher auf körperliche Veränderungen im Laufe einer Schwangerschaft bestens reagieren. Leider reagiert sie aber auch auf ein Anschwellen des darunter liegenden Gewebes von Fett- und/oder Hautzellen. Durch die Einlagerung von Fett, aber auch von Schlackenstoffen oder größeren Wasseransammlungen dehnt sich das Gewebe und tritt in Form kleiner Hautdellen sichtbar unter dem nachgiebigen Bindegewebe hervor. Wie elastisch das Bindegewebe ist und wie stark damit Ausbeulungen hervortreten, ist individuell verschieden. Daran lässt sich nichts ändern. Doch wie stark die Dellen sichtbar sind, ist manipulierbar. Und zwar mit kosmetischen Alleskönnern und Figurschmeichlern der öligen Art.

Cellulite? Nicht mit mir!

Vier Tricks gegen Orangenhaut

Trick 1. Alleskönner Vitamin C. Das Supervitamin stärkt die Immunabwehr und schützt vor freien Radikalen. Längst ist erwiesen, dass Vitamin C in hoher Dosis auch das Bindegewebe stärkt. Ideal sind täglich verzehrte Vitamin-C-hältige Früchte (Orangen, Kiwis).

Trick 2. Hitze für heiße Kurven. Körperwickel bringen die Problemzonen in Form. Durch den Druck wird die Schwammstruktur des Hautgewebes sanft ausgedrückt und so von Schlacken befreit. Weiterer Bonus: Durch die entstehende Hitze wirken die vorher aufgetragenen Körperöle viel intensiver.

Trick 3. Rubbel-Kur. Ein Körperpeeling macht die Haut sofort glatter. Wichtig: Verwenden Sie unbedingt ein Peeling mit mechanischen Schleifgranulaten. Chemische Peelings wirken nur auf die obersten Hautschichten, nicht jedoch in der Tiefe, wo Orangenhaut entsteht.

Trick 4. Trinken. Je mehr Wasser sich im Gewebe staut, desto deutlicher treten Cellulite-Dellen hervor. Was hilft: viel trinken. Das mag zunächst widersprüchlich klingen, wirkt aber. Denn je mehr Wasser Sie aufnehmen, desto besser können Schlacken und Stauungen abtransportiert werden.

Öl besiegt Orangenhaut. Dass Öle bei der kosmetischen Behandlung von Cellulite besonders gern verwendet werden, hat seinen Grund vor allem in ihrer feinen Konsistenz. Öle dringen besser als jegliche andere Trägersubstanz in die Dermis und damit an den Ort des Entstehens von Orangenhaut ein. Spezielle Cellulite-Öle (z. B. Rosmarin-, Geranien-, Birken- und Wacholderöl) transportieren dabei stimulierende und nährende Pflegestoffe direkt in die einschlägigen Areale und sorgen hier – je nach Wirkstoff – für eine aktive Zirkulation des Gewebeflusses, sodass entstandene Stauungen besser abgebaut werden und die Haut optisch geglättet wird. Manche Öle arbeiten auch mit Wirkstoffen, die kräftigend auf die elastinen Fasern des Bindegewebes wirken und dellige Haut damit regelrecht straff ziehen. Jede dieser kosmetischen Wirkungen kann für sich genommen zwar den natürlichen Ursprung von Orangenhaut nicht lindern, im Zusammenspiel und bei regelmäßiger Anwendung wird das optische Erscheinungsbild jedoch deutlich verbessert.

Machen Sie Druck! Unterstützen kann man die Wirkung kosmetischer Öle dabei durch mechanische Maßnahmen der Bindegewebsstimulation. Vor allem Massagen und Peelings unterstützen den anregenden Effekt auf die untersten Hautschichten und den dortigen Gewebefluss. Am besten schlägt man zwei Fliegen mit einer Klappe und nimmt sich täglich etwas Zeit, um die Körperöle durch eine kräftigende Zupfmassage tief in die Haut zu schleusen und so einen konsequenten Beitrag zur Bekämpfung des Cellulite-Problems und gleichzeitig zur seelischen Entspannung zu leisten. Idealerweise wärmen Sie das Öl vor dem Einmassieren kurz an. Je wärmer es ist, desto seidiger wird seine Konsistenz und desto besser kann es in die Haut eindringen.

Öl macht sexy. Weil Orangenhaut nicht von den Kilos auf der Waage, sondern der genetischen Beschaffenheit des Bindegewebes abhängt, neigen auch einige Models zu Cellulite. Sie wissen sich allerdings geschickt zu helfen. Und zwar ebenfalls mit kosmetischen Ölen. Bikinimoden-Models tragen eine satte Portion Trockenöl vor dem Shooting auf die betroffenen Stellen auf und schummeln die unschönen Dellen damit einfach weg. Die glänzende Ölschicht legt sich nämlich wie ein zarter Schleier auf die Haut, der sie nicht nur satter und gesünder wirken lässt, sondern auch einfallendes Licht so reflektiert, dass die Körperrundungen glatter und verführerischer aussehen. Nutzen Sie diesen Effekt doch auch für Ihren Alltag! Die Beine blitzen unterm Rock noch sinnlicher hervor, wenn man sie sanft einölt. Für einen besonders luxuriösen Weichzeichner-Effekt können Sie übrigens Öle mit integrierten Perlmutt- oder Goldpailletten verwenden. Oder Sie mischen das Körperöl mit einem Klecks Selftan. Braune Haut wirkt besonders knackig und kaschiert optische Unebenheiten in perfekter Art und Weise.

Öl von innen. Öle haben aber nicht nur durch äußerliche Anwendung einen figurformenden Effekt. Auch von innen wirken bestimmte Öle unterstützend auf die Bekämpfung von Orangenhaut. Denn Fette sind keineswegs immer etwas Schlechtes für die Figur. Sogar das Gegenteil ist der Fall: Der Körper braucht gewisse Fettsäuren, um seinen Zellstoffwechsel und damit auch die Abspaltung überschüssig eingelagerter Fette oder die Ansammlung von blockierenden Schlacken abzutransportieren. Ganz abgesehen davon sind gewisse Fette gesund für die Funktion des Herzens und Gehirns. Gemeint sind damit vor allem die sogenannten ungesättigten Fettsäuren. Ihre Moleküle sind wesentlich stoffwechselaktiver als die ihrer gesättigten Kollegen und aktivieren nicht nur Immunstoffe, sondern senken auch den Cholesterinspiegel. Außerdem dienen sie dem Abbau von Schlackstoffen und anderem Zellmüll. Je ungesättigter eine Fettsäure ist, desto reaktionsfähiger ist sie. Um den Anteil der ungesättigten Säuren zu erkennen, gilt übrigens eine einfach Faustformel: Je flüssiger ein Fett ist, desto höher der Anteil ungesättigter Fettsäuren und desto gesünder ist es. Butter oder Schmalz sind feste, also hochgradig gesättigte Fette. Pflanzliche Öle hingegen bestehen aus gesunden ungesättigten Fetten und sind damit gut für Figur und Gesundheit. Schlagen Sie also ruhig zu. Es wird höchste Zeit für eine ordentliche Ölung – innerlich ebenso wie äußerlich. Und Letzteres kann man übrigens nicht nur allein, sondern gern auch zu zweit machen. Denn wie war das noch gleich? Öle sind erotisch!

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