Mittwoch, 20. Februar 2019

Öle der Schönheit

Ausgabe 2017.03
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Öle sind wertvolle Essenzen – auch für die Schönheit unserer Haut und unserer Haare. GESÜNDER LEBEN  verrät, welches Öl für welchen  Haut- oder Haartyp geeignet ist –  und wie Sie es richtig anwenden.


Foto: © Can Stock Photo - yacobchuk

Zugegeben, Öle haben keinen sonderlich guten Ruf. Sie gelten als schwere, schmierige Texturen, die lange auf der Haut kleben, anstatt rasch einzuziehen. Der Film, der dabei entsteht, lässt die Haut unschön glänzen und fördere das Entstehen von
Pickeln, heißt es. Und für die Haare eignen sich die schweren Fette gar nicht; der Schopf würde nach einer Ölung nämlich nicht aussehen wie frisch frisiert, sondern sei fettig und matt. Selbst Freunde der naturnahen Pflege lassen oft kein gutes Haar an den öligen Schönheitshilfen; sie fürchten, dass die ätherischen Inhaltsstoffe Reizungen und Rötungen hervorrufen. All diese öligen Vorurteile halten sich hartnäckig.

Geschmeidiges Pflegegefühl. Was viele nicht wissen: Fettige Filme auf der Haut, unschöner Glanz oder gar verstopfte Poren entstehen nämlich allein durch Anwendungsfehler. Klassische Naturöle dürfen nicht so sorglos angewendet werden wie eine Creme oder ein Gel. Sie benötigen etwas mehr Fingerspitzengefühl, um perfekt einziehen und wirken zu können. Dafür gelangen sie bei korrekter Anwendung tiefer in die Hautschichten als viele andere Pflegeprodukte. Grund hierfür ist die feine Textur von Ölen. Ihre Partikel sind kleiner und gleitfähiger als so manches andere Pflegeprodukt. Einmal richtig in die Haut eingearbeitet, dauert ihre Pflegewirkung oft wesentlich länger an. Der Grund hierfür liegt in der Beschaffenheit bestimmter Öle. Vor allem solche Produkte, die reich an gesättigten Fettsäuren sind, wie z. B. Macadamianussöl, wandern erst nach und nach durch die verschiedenen Hautschichten und hinterlassen ein lang anhaltendes, geschmeidiges Pflegegefühl. Während Cremes und Gels längst in die Haut eingezogen sind, fühlt sich die ölbalsamierte Haut oft über mehr als zehn Stunden gepflegt an. Und es gibt noch einen weiteren Umstand, der Ölgegner aufhorchen lassen sollte: Öle sind in ihrer Zusammensetzung schlichter gestaltet, als so manches andere Produkt. Vor allem sensible Hauttypen reagieren mit Reizungen auf das Überangebot an Inhaltsstoffen. Bei Ölen ist das anders. Sogar aufbereitete Öle enthalten kaum Zusatzstoffe wie Konservierungsmittel oder Silikone. Oft bestehen Beauty-Öle gerade mal aus drei bis vier zusammengesetzten Stoffen. Natürliche Öle arbeiten sogar noch reduzierter; sie bestehen allein aus natürlichen Vitaminen und Fettsäuren – mehr nicht. Vor allem diese Schlichtheit ist der Grund, weshalb Öle auch von sensiblen Hauttypen gut vertragen werden. Vorausgesetzt natürlich, man weiß mit den öligen Helfern richtig umzugehen. Doch richtig angeleitet und gut aufgeklärt, kann jeder Haut und Seele mit den reichhaltigen Schönheitselixieren salben. Und was sollten Sie dabei beachten? GESÜNDER LEBEN hat die Antworten:

Wie unterscheiden sich Öle in ihrer Wirkung von klassischen Cremes?
Der wesentliche Unterschied von Ölen zu anderen Pflegeprodukten besteht in der Konsistenz. Diese ist bei Ölen so fein, dass ihre Partikel bis in die Tiefe der Hautschichten eindringen und so nicht nur oberflächlich, sondern tiefgehend und lang anhaltend pflegen. Neu entdeckt wurden außerdem Öle, die der Lipidzusammensetzung der menschlichen Haut so sehr ähneln, dass sie in der Lage sind, sich mit den Zellmembranen zu verbinden und diese zu stärken und zu nähren. Spezielle Beauty-Öle werden von ihren Herstellern zudem mit gezielten Pflegestoffen angereichert, sodass die Haut ein Rund-um-Pflegeprogramm bekommt. Von Anti-Aging-Wirkstoffen bis hin zu Slimming-Essenzen (z. B. „Shaping Öl“ von frei öl) gibt es heute fast nichts, was Trägeröle nicht in die Haut einschleusen können.

Wie wendet man Öle an, dass sie keinen Fettfilm auf der Haut hinterlassen?
Trägt man ein natürliches Öl auf die trockene Haut auf, dauert es oft Stunden, bis das Öl vollständig in die Haut eingezogen ist. Vor allem Öle, die besonders reich an ungesättigten Fettsäuren sind (z. B. Sonnenblumenöl, Weizenkeimöl, Arganöl, Traubenkernöl oder Sojaöl), dringen erst nach und nach in die Tiefe der Haut ein. Zwar erzeugt dieses langsame Einwirken ein lang anhaltendes Gefühl der Pflege. Als nachteilig empfinden viele jedoch den Ölfilm, der sich lange auf der Haut hält und diese fettig und glänzend aussehen lässt. Doch um den Prozess des Einziehens zu beschleunigen, gibt es einen simplen Trick: Dafür trägt man das Öl nicht auf die trockene, sondern auf die feuchte Haut auf und massiert es gründlich ein. Auf diese Weise bindet sich das Öl mit der Feuchtigkeit zu einer Öl-in-Wasser-Emulsion und dringt in wenigen Augenblicken rückstandslos in die Haut ein. Ein weiterer Vorteil dieser Vorgehensweise ist der hohe Feuchtigkeitsgehalt, der gemeinsam mit dem Fett in die Haut eingearbeitet wird.

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