Sonntag, 17. Februar 2019

Natur pur

Ausgabe 03/2009
Kosmetika auf Mineralbasis sind der neue Trend – sie lassen die Haut atmen und den Teint strahlen.

Foto: Zwerchwerk.com - fotolia.com
Mineralien werden immer gezielter eingesetzt, denn man hat ihre Wichtigkeit erkannt. Die sogenannten essenziellen Mineralien (Oligo-Mineralstoffe) sind der Schlüssel zu unserem Wohlbefinden und wahre Energie-Booster für die Haut. Sie sind zur richtigen Funktion von Hormonen, Proteinen und Enzymen unerlässlich und müssen stets von außen aufgenommen werden – ohne Mineralstoffe würde sich unsere Haut nicht erneuern. „Sie kurbeln den Zellstoffwechsel an und bringen dadurch fahle, stumpfe Haut wieder zum Strahlen. Und: Sie sind für empfindliche Haut sehr gut geeignet und lindern Rötungen“, sagt Dr. Erich Leitner, wissenschaftlicher Berater von L’Oréal. Mineralstoffe können aber noch mehr: Feinst gemahlen sind sie die Basis der so genannten Mineral Make-ups.

Optische Weich zeichner
„Mineral Make-ups bestehen aus bis zu 98 Prozent reinen Mineralien. Diese natürlichen Mineralien legen sich schützend über die Haut und lassen sie aber trotzdem atmen. Puder-Make-up mit Mineralien scheint mit der Haut zu verschmelzen und sorgt daher für einen ebenmäßigen Teint“, erklärt Wissenschaftler Leitner. „Aufgrund ihrer hautberuhigenden Eigenschaften eignen sie sich auch für empfindliche und zu Allergie neigender Haut.“ In der dekorativen Kosmetik bringen mineralische Pigmente nicht nur Farbe ins Gesicht, sie können auch optisch effektiv Falten reduzieren. So gleichen Mineral Make-ups einerseits Fältchen und Falten aus und reflektieren anderseits auf diffuse Weise das Licht, wie ein optischer Weichzeichner. Das lässt den Teint glatter und ebenmäßiger erscheinen.

Lange Tradition
Das Rezept der Mineral-Puder ist alles andere als neu: In Afrika verwenden die Menschen seit jeher pigmenthaltige Erde, um sich vor der Sonne zu schützen. Jetzt hat die Kosmetikindustrie das antike Wissen neu für sich entdeckt: Wesentlich feiner gemahlen als das ursprüngliche Naturprodukt, gereinigt und auf viele verschiedene Hauttöne abgestimmt, soll es nun auch europäische Konsumentinnen überzeugen. Die Nachfrage nach natürlichen Inhaltsstoffen wird auch in Europa immer stärker.

Schätze der Natur
Beim „herkömmlichen“ Puder werden die Pigmente synthetisch hergestellt. Beim „Mineral-Puder“ erfolgt die Gewinnung auf natürlichem Wege. Titanoxid kann zum Beispiel auf synthetische Weise hergestellt oder aber auch aus natürlichen Vorkommen abgebaut werden. Die Vorteile erklärt Experte Leitner: „Bei der synthetischen Herstellung gleichen die Teilchen einander zumeist hinsichtlich Größe, Farbe und Beschaffenheit. Bei natürlich abgebauten Mineralien hingegen variieren die einzelnen Mineralien-Teilchen stärker. Es entsteht so ein natürlicher Effekt. Bei synthetisch hergestellten Mineralien hingegen kann es zu einem etwas unnatürlichen, teils sogar „maskenhaften“ Effekt kommen.“ Achten Sie auf die Qualität!


Tipp:
Weniger ist mehr! Boris Entrup, exklusiver Make-up-Artist von Maybelline Jade, empfiehlt für die Praxis: „Es sind nur ein paar kleine Regeln, die Sie beim Auftragen von Mineral Puder-Make-up beachten sollten: Zuerst nur eine kleine Menge Puder aufnehmen. Das erreiche ich, wenn ich die Dose des Mineral Make-ups einfach auf den Kopf stelle und dagegen klopfe, dann erst öffnen und mit dem speziellen Kabuki-Pinsel den sich im Deckel befindenden Puder aufnehmen. Unbedingt vor dem Auftragen überschüssigen Puder vom Pinsel abklopfen! Danach in kreisenden Bewegungen auf die Haut auftragen. Das ist ganz wichtig. Je nach gewünschter Deckkraft den Vorgang wiederholen.“

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