Sonntag, 05. April 2020

Mundgesundheit mit der Kraft der Natur - Ratanhiawurzel

Ausgabe 2019.12/2020.01
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Ratanhiawurzel
„Die Ratanhiawurzel enthält Gerbstoffe und Flavonoide, die antientzündlich wirken“, erläutert Leitner. Aufgrund ihrer zusammenziehenden Wirkung auf Schleimhäute stabilisiert sie deren Oberfläche und bildet einen Schutzfilm, sodass das Eindringen von Keimen erschwert wird. Die Ratanhiawurzel bekämpft nicht nur Bakterien, sondern auch Viren erfolgreich. „Achtung vor etwaigen allergischen Reaktionen!“, empfiehlt Weber. „Testen Sie die Pflanze besser zuerst an einer kleinen, ungefährlichen Hautstelle.“
Wird angewandt bei: Schleimhaut- und Zahnfleischentzündungen, Aphthen

Ringelblume
Die Ringelblume, ein Klassiker der Naturheilkunde, wirkt beruhigend und entzündungshemmend. Sie hilft den Schleimhäuten, einen Schutzfilm zu bilden.
Wird angewandt bei: Schleimhautentzündungen, Zahnfleischbluten, Herpes, schlecht heilende Wunden, Geschwüren

Blutwurz
Leitner: „Die zahlreich enthaltenen Gerbstoffe wirken antimikrobiell, antioxidativ, zusammenziehend sowie blutstillend.“
Wird angewandt bei: hartnäckige Entzündungen der Schleimhäute und des Zahnfleischs

Eibisch
Der sogenannte „Zaubertee“ ist eine Mundspülung speziell für Kinder – und wird von diesen auch gut angenommen, so Leitner mit einem Augenzwinkern: „Beim Erwärmen wechselt er die Farbe!“ Wichtiger aber seine Wirkung: Die Wurzel und Blätter enthalten stark reizlindernde sowie entzündungshemmende Schleimstoffe, die sich stärkend auf die Schleimhautzellen auswirken, erklärt die Apothekerin.
Wird angewandt bei: Schleimhautentzündungen

Teebaumöl
Das Öl des australischen Teebaums hat einen fixen Platz in der Zahnmedizin, da er Entzündungen hemmt, antimikrobiell sowie desinfizierend wirkt. „Bitte nur verdünnt mit Wasser anwenden!“, betont Weber.
Wird angewandt bei: Herpes, Mundsoor, Zahnfleischentzündung bzw. -bluten

Isländisch Moos
Dank des hohen Schleimstoffgehalts bildet sich ein Schutzfilm über die gereizten Schleimhäute, die Folge: Die Schmerzen werden gelindert, die Entzündung gehemmt, die Regenerierung unterstützt. Zudem stimuliert Isländisch Moos das gesamte Immunsystem.
Wird angewandt bei: Schleimhaut- und Zahnfleischentzündung

Gewürznelken
„Gewürznelken sind die getrockneten Blütenknospen des Gewürznelkenbaums“, erläutert Leitner. „Sie enthalten Eugenol-reiches ätherisches Öl mit antimikrobiellen, desinfizierenden, entzündungshemmenden und lokalanästhetischen Eigenschaften.“ Zu den möglichen unerwünschten Wirkungen gehören Überempfindlichkeitsreaktionen, Reizungen und Entzündungen – also bitte nur nach Abklärung mit dem Arzt anwenden! Besonders beliebt und bekannt ist das Nelkenöl. „Bei Zahnschmerzen kann aber auch direkt vorsichtig auf einer Gewürznelke gekaut werden“, raten die Expertinnen.
Wird angewandt bei:: Schleimhautentzündungen, Aphthen, Zahnschmerzen (hier muss die Schleimhaut um den Zahn eingerieben werden!)

Melisse
Die erste Wahl bei Fieberblasen – auch dann, wenn sie erst „im Kommen“ sind: eine Salbe mit Melissenextrakt. „Eine zusätzliche Einnahme von Aminosäure-Kapseln hemmt den Bakterienangriff besonders effektiv“, raten sowohl Leitner als auch Turnock-Schauerhuber. Die in der Melisse enthaltenen Gerbstoffe sorgen für einen Gewebsverschluss. Zudem wirkt Melisse reizlindernd.
Wird angewandt bei: Herpes, Schleimhautentzündungen 

Übersicht zu diesem Artikel:
Seite 1 Mundgesundheit mit der Kraft der Natur
Seite 2 Ratanhiawurzel

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