Montag, 10. Dezember 2018

Mein ganz persönlicher Jungbrunnen!

Ausgabe 10.2015
Seite 1 von 2

Für schöne Haut, die jugendlich strahlt, braucht es nur drei Dinge: gesunde Ernährung, Hormon-Balancing und ein leichtes, aber regelmäßiges Fitness-Training. Das ist die Anti-Age-Formel, die wirklich wirkt.


Foto: Can Stock Photo Inc. - wrangler

So weit ist das richtig. „Aber nur die halbe Miete“, mahnt Dr. Sibylle Wichlas, Dermatologin bei Juvenis in Wien, und erklärt weiter: „Für ein junges Aussehen und ein vitales Lebensgefühl sind Anti-Aging-Maßnahmen gefragt, für die man noch einen Schritt weiter oder besser gesagt ganzheitlicher vorgehen muss.“ Ein ausgewogenes Anti-Aging-Konzept umfasst daher vor allem Maßnahmen, die von innen heraus wirken. „Erst die Kombination von guter Pflege plus bewusster Ernährung, Sport und hormoneller Balance ist es, die dem Zahn der Zeit ein Schnippchen schlägt“, erklärt die Expertin.

Hormone: Winzige Wunderhelfer. Endokrinologie nennt sich die Wissenschaft, die sich mit der Wirkung von Hormonen beschäftigt. In der Anti-Age-Forschung spielt diese Lehre eine immer wichtigere Rolle. Hormone sind nämlich diejenigen Substanzen, die unser gesamtes Körpergefühl, dessen Vitalität und sogar unsere Stimmung beeinflussen. Auch der Zustand der Haut ist stark hormonabhängig. Die Expertin erklärt: „Hormone sind die Botenstoffe des Körpers. Sie transportieren Informationen von einer Zelle zur anderen. Einige Hormone produziert der Körper dabei das ganze Leben lang; andere – wie etwa Östrogen, Progesteron, Melatonin, das Wachstumshormon HGH und das wichtige Anti-Aging-Hormon DHEA – werden ab dem 45. Lebensjahr hingegen in immer geringerer Menge hergestellt. Wenn man diese Hormone aber wieder gezielt substituiert, kann man gute Anti-Age-Effekte erzielen.“ Mediziner können den Status des individuellen Hormonhaushalts prüfen und ggf. korrigierend unterstützen. Aber auch in Eigenregie kann man seinem Hormonhaushalt durchaus viel Gutes tun.

Pflanzliche Hormon-Power. Besonders beliebt ist derzeit ein sogenanntes natürliches Hormon-Balancing, bei dem Phytohormone die wichtigste Rolle spielen. Diesen pflanzlichen Stoffen sagt man eine hormonähnliche Wirkung nach, die gezielt unterstützend eingesetzt werden kann. Soja, Hopfen und Rotklee helfen beispielsweise gegen Wechseljahrsbeschwerden samt Faltenbildung; Hafer und Ginseng wirken einem niederen Testosteron-Level entgegen und wecken die Libido; gegen ein Progesteron-Defizit und damit verbundene Beschwerden wie Wassereinlagerungen im Gewebe, Schlaflosigkeit und Reizbarkeit hilft auf natürliche Weise Mönchspfeffer. Auch belebende und straffende Wirkungen auf das Hautbild sollen von diesen Naturstoffen ausgehen, weshalb sie immer öfter auch als Hauptwirkstoff in Pflegeprodukten eingesetzt werden. Wichlas ergänzt: „Heilkräuter haben in asiatischen Ländern wie auch bei uns eine lange Tradition und machen durchaus Sinn. Achten Sie bei Auswahl und Kauf solcher Produkte aber unbedingt auf deren Herkunft. Es sollte ausgeschlossen sein, dass die Produkte mit Pestiziden behaftet sind oder eine mindere Qualität aufweisen. Ein ökologischer Anbau und eine entsprechende Verarbeitung können wichtige Indikatoren für die Hochwertigkeit eines Produkts sein.“

Gute Nacht, jüngerer Morgen. Wichlas Zusatz-Tipp: „Achten Sie darauf, ausreichend und gesunden Schlaf zu bekommen.“ Denn ein gesunder Schlaf ist eine der effektivsten natürlichen Anti-Aging-Maßnahmen überhaupt. „Im Schlaf produziert der Körper große Mengen des Wachstumshormons HGH, das für die Teilung und damit Erneuerung des Zellgewebes zuständig ist“, so Wichlas. Neben einer ausreichenden Menge an Nachtruhe (etwa sieben Stunden sollten es sein) sei die körperliche Verfassung während des Schlafs entscheidend. Die HGH-Ausschüttung kann nämlich nur dann stattfinden, wenn sie nicht durch einen erhöhten Insulinspiegel gebremst wird. Nur wer etwa drei Stunden vor dem Schlafen den Insulinspiegel gedrosselt hält, schläft sich jung. Konkret heißt das: Ab etwa 19 Uhr sollten Sie auf Nahrung und gesüßte Getränke verzichten.

Tipp: Wie man sich bettet, so sieht man auch aus Sie schlafen ausreichend, sehen am Morgen aber dennoch schlaff und faltig aus? Dann sollten Sie Ihre Schlafbedingungen prüfen. Knitterfältchen können auch durch eine dauernde Knautschung der Haut entstehen. Wer sein Gesicht tief in den Polster drückt, schiebt die Haut regelrecht zusammen. Eine Nachtruhe in Rückenlage wäre aus Anti-Aging-Sicht günstiger. Achten Sie ferner darauf, dass Sie nicht im Luftzug liegen und die Raumtemperatur nicht höher als 18 Grad ist – sonst drohen am nächsten Morgen geschwollene Augen.

Ernährung: Du bist, was du isst. Dinner Cancelling, also der Verzicht auf das Abendessen, ist längst nicht alles, was die Expertin in Sachen Ernährung rät. Im Gegenteil: „Eine richtige Ernährung ist einer der Initialschlüssel für junge Haut und gesundheitliches Wohlbefinden.“ Es geht dabei um eine bewusste Ernährung mit möglichst vielen natürlichen und ursprünglichen Speisen. Die Ärztin erklärt: „Auch wenn es bei modernen Diäten oder Ernährungslehren oft propagiert wird, gibt es keine verbotenen Lebensmittel. Man kann – und sollte sogar – alles essen, solange man es in vernünftigen Maßen tut.“ Und wie das funktioniert, weiß jeder: viel Gemüse, aber auch wertvolle Kohlenhydrate aus Vollkorn, eine ausgewogene Menge an Milchprodukten und in gesunden Maßen auch Fleisch. Auch Salz und Zucker sind keine verbotenen Ernährungssünden, wenn man es damit nicht übertreibt. Vorsicht sei hingegen bei Fertigprodukten geboten. Hierin verstecken sich künstliche Zusatzstoffe sowie unnötige Mengen an Salz und Zucker. Wichlas rät: „Wer seine Mahlzeiten selbst zubereitet, behält nicht nur den Überblick über die Zutaten, sondern nimmt sich automatisch auch die nötige Zeit und Muße. Auch das sind schließlich wichtige Elemente einer gesunden Ernährung.“

Übersicht zu diesem Artikel:
Seite 1 Mein ganz persönlicher Jungbrunnen!
Seite 2 Vitamin C und E

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