Donnerstag, 21. Februar 2019

Mehr Schönheit geht nicht!

Ausgabe 2014.11
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Wer einen perfekten Teint, gesunde Haut und einen jungen Look haben will, sollte ein Intensiv-Pflege-Programm mit  Mehrwert starten. Wir zeigen, wie Peelings und Masken unsere Haut um Jahre jünger machen.


Foto: Can Stock Photo Inc. - thandra

Während Sie diese Zeilen lesen, verliert Ihre Haut Tausende von Zellen. Sekunde für Sekunde stößt der Körper in mikroskopisch kleinen Dosen alte Hautschüppchen ab und ersetzt sie durch junge, frische Zellen. Auf diese Weise verliert man im Laufe des Lebens bis zu 15 Kilogramm Haut. Das klingt zwar bedrohlich, ist in Wahrheit aber das Geheimrezept von Mutter Natur für einen strahlend schönen und jungen Teint. Probleme gibt es erst dann, wenn diese Erneuerungsprozesse nicht mehr kontinuierlich funktionieren. Mit zunehmendem Alter verlangsamt sich nämlich der Zellzyklus, sodass junge Zellen nicht mehr so schnell produziert und alte Zellen nicht mehr so rasch abgestoßen werden. Der Teint verliert an Ausstrahlung, weil eine dicke Schüppchen-Schicht wie eine Barriere auf der Haut liegt. Das tägliche Pflegeproramm aus Salben und Reinigen genügt nun nicht mehr, um den Prozess der Erneuerung in Gang zu halten bzw. zu beschleunigen. Pflegemaßnahmen, die intensiver wirken als die tägliche Kosmetik-Routine, müssen her. Dabei sind vor allem Peelings und Masken eine der beliebtesten Verschönerungsmethoden.

Peelings: die große Abreibung
Peelings sind nicht nur in der Kosmetik, sondern vor allem auch in der Dermatologie und Schönheitsmedizin eine beliebte (weil sanfte) Methode der Hautpflege und Verjüngung. Es gibt physikalische Peels, bei denen der Arzt mit mikrofeinen Schleifgranulaten arbeitet (z. B. Mikrodermabrasion), und chemische Peels, die in erster Linie auf Fruchtsäuren setzen. Das Prinzip ist dabei immer gleich: Abgestorbene Hautschüppchen werden gelöst, Durchblutung und Mikrozirkulation angeregt und der Nachwuchs der Oberhaut sowie die Bildung neuer kollagener und elastiner Fasern gefördert.

Haar- und Kopfhaut-Peeling. Peelings befreien nicht nur die Gesichtshaut von unerwünschten Rückständen, auch Haar und Kopfhaut freuen sich über regelmäßige Abreibungen, um Styling-Reste und Verhornungen zu entfernen. Haar-Peelings lassen sich dabei leicht selbst machen. Als Zutaten brauchen Sie: 1 Tasse Lavaerde, 1 Päckchen Backpulver, 1 TL Honig. Die Lavaerde wird mit lauwarmem Wasser gemischt, bis eine breiähnliche Masse entsteht. Anschließend werden das Backpulver und der Honig eingerührt und damit die Kopfhaut und die Haarlängen massiert.  Vorsicht: Backpulver hat zwar eine extrem reinigende Wirkung und löst auch ältere, hartnäckige Rückstände zuverlässig ab, jedoch kann es passieren, dass die Haare bei der Prozedur aufhellen. Um diesen Effekt zu vermeiden, sollte die Peelingmasse nicht länger als vier bis fünf Minuten einwirken.

Dermatologie für Heimwerker. Auch die Kosmetik-Branche schwört seit Jahren auf die Schönheitswirkung einer ordentlichen Abreibung. Auch hier wird mit verschiedenen Methoden und Mitteln gearbeitet, die sich auf den jeweiligen Hauttyp abstimmen lassen. Zwar hat die gute alte Seesand-Mandelkleie die grauen Hautschüppchen auch jahrelang brav heruntergerubbelt, moderne Kosmetik-Peelings gehen aber in ihrer Wirkweise noch einen Schritt weiter. Oft sind die Schleifgranulate in beruhigende und nährende Fette (z. B. Kokosöl) eingearbeitet, sodass bereits beim Rubbeln eine Rückfettung entsteht und die empfindliche Dermis zu keiner Zeit auszutrocknen droht. Für wen sich Schleifgranulate zu grob anfühlen, der setzt auf enzymatische Exfoliation und beseitigt den fahlen Film auf der Haut mit Fruchtenzymen aus Papaya oder Ananas. Auch Milchsäuren werden neuerdings in Peelings eingesetzt. Sie brechen bei Hautkontakt auf und helfen, die verdickte Hornschicht zu lösen.

Tipp: Dadurch, dass durch ein Peeling trockene Hornzellen entfernt werden, ist das Hautniveau nun gleichmäßiger denn je. Jetzt ist der ideale Moment, um selbstbräunende Lotions aufzutragen. Das Farbergebnis wird nun besonders einheitlich und natürlich.

Richtig rubbeln. Welches Peeling das Richtige ist, hängt vom Hauttyp ab. Grundsätzlich gilt: Je trockener und sensibler die Haut ist, desto weniger sollte mit physikalischen Schleifgranulaten gerubbelt werden. Chemische Peelings wirken in der Regel etwas sanfter. Zum Auftragen gilt des Weiteren: Der Peeling-Effekt intensiviert sich, wenn Sie die Rubbelkur mit kreisenden und massierenden Bewegungen in die Haut einarbeiten. Durch die Massage werden der Zellstoffwechsel und damit auch die hauteigenen Erneuerungsprozesse aktiviert. Besonders angenehm fühlt es sich an, wenn man mit Gesichtsbürsten statt mit den Fingern arbeitet. Peelen Sie die Haut am besten nur in den Abendstunden! So wird sie nicht nur optimal auf den nächtlichen Regenerationsprozess vorbereitet, sondern hat auch ausreichend Zeit, um sich zu erholen, sofern beispielsweise Rötungen entstanden sind.

Salz auf meiner Haut. Meersalz ist ein Beauty-Wirkstoff der Extraklasse. Nicht nur, dass seine Mineralien die Haut stärken, durch seine Körnigkeit kann man mit ihm gleichzeitig auch einen Peeling-Effekt erzielen. Kluge Schönheiten deponieren daher immer ein Schälchen mit Meersalz in ihrer Dusche und mischen hin und wieder einen Esslöffel des körnigen Salzes zu ihrem Duschgel. Voilà: Fertig ist das schnelle, günstige und mineralisierende Body-Peeling.

Tipp: Da ein Peeling störende Rückstände von der Haut löst, können nachfolgend aufgetragene Wirkstoffe leichter in die Poren eindringen. Vor dem Auftragen einer Maske sollten Sie daher idealerweise ein Peeling durchführen.

Übersicht zu diesem Artikel:
Seite 1 Mehr Schönheit geht nicht!
Seite 2 Schönheitsmasken

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