Freitag, 22. Februar 2019

Leuchten Sie ins Frühjahr

Ausgabe 2013/04

Matter Teint und fahle Haut: Frühjahrsmüdigkeit ist nicht nur ein fühlbares, sondern leider auch ein sichtbares Phänomen. Deshalb braucht es jetzt einen kleinen kosmetischen Weckdienst.


Foto: Garnier

Glowing“ nennen die US-Amerikaner das taufrische Strahlen eines gesunden, jungen und makellosen Teints. Für den schönsten Zustand, den der Teint zu bieten hat, findet man in der englischen Sprache noch unzählige solcher Adjektive: dewy, glossy oder illuminated klingen einfach schön. Nur hierzulande fehlen uns die Worte für dieses magische Hautgefühl. Doch keine Sorge: Nur weil wir es nicht benennen, heißt das nicht, dass wir es nicht haben können. Erhellen Sie Antlitz und Laune. Gerade jetzt im Frühling sollte die Haut ihr Strahlen zurückbekommen.

Wintergrau ade! Der lange Winter hat seine Spuren hinterlassen. Graue, fahle Minen, trockene Stellen und Fältchen sowie ein scheckig wirkendes Hautbild rauben dem Teint das letzte Fünkchen Leuchtkraft. Schuld daran sind aber nicht nur klimatische Extreme, sondern auch der Zahn der Zeit. Älter werdende Hautzellen verlieren ihre Vitalität, werden müde, sich permanent neu zu teilen, und werden schwächer, sich gegen Angriffe von außen durchzusetzen. Was sekündlich und unsichtbar in unserer Haut passiert, gleicht einem Mini-Inferno: Hochaggressive freie Radikale machen mobil gegen die Kraftwerke der Zellen und treffen mitten in ihre DNA. Man rechnet ungefähr 10.000 Attacken pro Tag und Zelle! Je mehr Zellen aufgeben, absterben und verhornen, umso deutlicher sieht man den Energieverlust an der Hautoberfläche. Strahlwert: null Watt.

Bewegung für die Haut. Wer dem Verlust der Ausstrahlung entgegenwirken will, muss der Haut Energie zurückgeben. Ziel ist es hierbei, die Durchblutung der Hautzellen zu verbessern. Ein erhöhter Blutfluss bewirkt in den Zellen eine optimale Versorgung mit Sauer- und Nährstoffen. Zudem werden Schlackstoffe, die den Energiestoffwechsel der Zelle blockieren, zügiger abtransportiert. Der Effekt: Die hauteigene Regeneration funktioniert besser, was bleibt ist ein erholter, rosiger Teint. Wie das funktioniert? Ganz einfach: Regelmäßige Peelings wirken wie ein kleines Sportprogramm. Zirka zweimal pro Wochen sollten die Rubbelkuren gerade jetzt nach den tristen Wintermonaten, zusätzlich zur Reinigung, durchgeführt werden.


Die neue Leichtigkeit. Der Teint sieht immer so aus, wie sich die Haut fühlt. Ist sie gut genährt, satt und umfänglich versorgt, kann sie sich zufrieden zeigen. Umfängliche Pflege ist daher Grundvoraussetzung für einen „glowing“ Teint. Ein saftiges Hautbild erreicht man durch entsprechend feuchtigkeitsinten-sive Pflege. Gerade jetzt zu Beginn der warmen Jahreszeit sind leichte Konsistenzen das beste Mittel der Wahl. Feuchtigkeit statt Fett – das ist die Pflegedevise des Frühlings. Nur gründlich durchfeuchtete Hautzellen strahlen ein sattes, pralles und zufriedenes Schimmern aus. Schwere Texturen würden die Haut jetzt nur unnötig belasten. Bei ansteigenden Außentemperaturen könnten gehaltvolle Cremeschichten nämlich einen regelrechten Hitzestau in der Haut erzeugen. Und keine Bange: Dass eine Textur besonders leicht ist, heißt nicht, dass sie nicht auch besonders reichhaltig pflegen kann. Je nach Hauttyp werden spezielle Wirkstoffe eingesetzt, um es wirklich jeder Haut recht zu machen.

Blass ist bezaubernd. Der Teint strahlt dies bezaubernde Glowing-Gefühl nicht allein aus sich selbst heraus aus. Ein satt schimmernder Teint entsteht vielmehr durch die Fähigkeit der Hautzellen zu Reflektion von einfallendem Tageslicht. Wie bei allen Oberflächen gilt auch bei der Haut, dass ein heller Teint mehr Leuchtfähigkeit entwickelt als dunkle Haut, die einfallendes Licht eher schluckt, als es abzustrahlen. Wer seinem Teint ein ebenmäßiges, elfenbeinfarbenes Schillern schenken möchte, muss vor allem präventiv arbeiten. Der Schutz vor einer übermäßigen Bräunung und einer damit einhergehenden dauerhaften Verfärbung der Hautoberfläche (sogenannte Hauttonalterung)  ist nur durch konsequenten Schutz vor UV-Strahlung möglich. Und zwar auch im kosmetischen Alltag. Denn auch an bewölkten Tagen dringen noch fast 40 Prozent der unsichtbaren UV-Strahlung an die Haut. Sonnenschutz gehört daher in jede Tagespflege und nicht nur in den Urlaubskoffer. Achten Sie also unbedingt darauf, dass Ihre Tagespflege einen integrierten Lichtschutzfaktor besitzt.

Glowing-Make-up-Tipps: Schminke mit Strahlkraft
  • Highlights setzen: Geben Sie einen hellen oder transparenten Glanz-Puder auf die höchste Stelle der Wangenknochen. Das erhellt und betont die Konturen des Gesichts.
  • Für strahlende Augen: Zeichnen Sie mit nude- oder rosafarbenem Kajal vorsichtig den inneren Kranz des unteren Lidrands nach. Das erfrischt und öffnet optisch den Blick.
  • Funkelnde Lichtpunkte: Tupft man etwas schillernden Eyeshadow in Elfenbein- oder zarten Rosé-Tönen an den höchsten Punkt der unteren Brauenlinie sowie in den innersten Punkt der Augenwinkel, wirkt der Teint wie von der Sonne beschienen.
  • Lippen mit Leuchtkraft: Damit auch der Mund aussieht wie von der Sonne geküsst, grundiert man ihn zunächst mit einem hellen, roséfarbenen Matt-Lippenstift und gibt anschließend einen Tropfen transparenten Lippgloss auf den Mittelpunkt der Unterlippe.
  • Feuchtes Finish: Ein durchfeuchteter Teint strahlt und schillert grundsätzlich mehr als trockene Hautzellen, die matt und stumpf wirken. Visagisten sprühen ihren Models daher nach dem fertigen Make-up eine dünne Schicht speziellen Vitamin-Wassers über die Haut. Es legt sich wie ein Nebel über das Make-up, ohne etwas zu verwischen. Statt teurer Spezial-Sprays kann man auch Wasser und Aloe-vera-Saft in eine Sprühflasche füllen und dieses Vitalgemisch als Make-up-Finish verwenden.


Verfärbungen einfach wegcremen. Kosmetikindustrie und Medizin haben längst herausgefunden, dass nicht nur die Bildung von Falten und der Elastizitätsverlust der Haut schuld an einer optisch gealterten Erscheinung sind, sondern dass eine punktuelle Verfärbung des Teints die dritte große Komponente des Aging-Prozesses ist. Studien belegen, dass Frauen mit einer unregelmäßigen Pigmentierung im Durchschnitt zehn Jähre älter geschätzt wurden, als sie wirklich sind. Um diesem Problem gezielt gegenzusteuern, werden daher immer mehr Spezialprodukte entwickelt. „Radiance Care“ nennen sich solche kosmetischen Fleckenteufel, die den Teint klar halten, bestehende Altersflecken aufhellen und der Entstehung neuer Verfärbungen vorbeugen. Wer will, unterstützt seinen brillanten Strahleteint gezielt mit Make-up-Produkten: Um mehr Leuchtkraft ins Antlitz zu bekommen, verzichten Sie auf schwere Foundations und wählen im täglichen Make-up lieber eine leichtere Variante der Grundierung. Dafür verwenden Sie entweder eine getönte Tagescreme oder Sie vermischen Ihre herkömmliche Foundation mit ein paar Tropfen Feuchtigkeitspflege. Neu in diesem Segment sind sogenannte „BB-Cremes“, die die Wirksamkeit einer Feuchtigkeitspflege mit dem Effekt eines leuchtkraftaktivierenden Make-ups kombinieren. Die Haut wird hydratisiert und gleichzeitig vor Sonneneinwirkung geschützt. Angereichert sind die Cremes zudem mit Vitaminen sowie diversen Mineralpigmenten oder Silberschimmer-Komplexen, die einfallendes Tageslicht reflektieren und so ein sonniges Strahlen auf die Haut zaubern. Als Weiterentwicklung dieser „BB Cremes“ kommen derzeit sogenannte „CC-Cremes“ auf den Markt. Die Abkürzung „CC“ steht für „Color Correcting Balm“ und bedeutet, dass die Wirkweise einer „BB Creme“ um intelligente Farbkapseln ergänzt wurde, deren grünliche Pigmente Hautrötungen entgegenwirken sollen.

 

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