Sonntag, 22. September 2019

Kurven Kosmetik

Ausgabe 2014.04
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Eine Top-Silhouette hat nichts mehr mit Schinderei zu tun. Der sanfteste Weg zur Wunschfigur führt nämlich nicht nur übers Fitnessstudio, sondern vor allem übers Badezimmer.


Foto: Can Stock Photo Inc. - javiindy

Wärmende Westen und blickdichte Strumpfhosen haben die Sünden perfekt zu verstecken gewusst. Der Frühling kennt jedoch keine Gnade. Knappe Kleidchen, enge Shirts und die Sonne bringen es an den Tag: Kleine Fettpölsterchen hier, trockene und schneeweiße Haut dort und schlaffes Gewebe obendrauf machen einfach keine gute Figur. Geschweige denn gute Laune. Da hilft nur eines: an die Arbeit! Doch keine Sorge. Wer die perfekte Bikinifigur haben will, muss längst nicht nur schwitzen, sondern vor allem clever cremen.

Gemein: Männer haben Figur-Vorteile! Beginnen wir bei der wohl bekanntesten und häufigsten aller Bikini-Spielverderber: der Orangenhaut. Das Gemeine an ihr ist, dass selbst die schlanksten Models oder die eisernsten Diät-Experten vor den unschönen Dellen an Oberschenkel und Po nicht gefeit sind. Noch gemeiner ist wohl nur noch, dass das männliche Geschlecht, im Gegensatz zu uns unschuldigen Frauen, so gut wie nie von diesem tückischen Schönheitsmakel heimgesucht wird. Wieso? Ganz einfach: weil das Bindegewebe einer Frau gänzlich anders aufgebaut ist als das des Mannes. Bei Männern sind die Bindegewebsfasern der Haut in einer netzartigen Verflechtung angeordnet. Bei Frauen liegen die einzelnen Fasern hingegen parallel nebeneinander. Die Haut einer Dame fühlt sich dadurch zwar weicher und samtiger an; der unschöne Nebeneffekt ist jedoch, dass ihre Haut schneller zu Elastizitätsverlust (also Falten) und eben auch zu Orangenhaut neigt. Die parallel liegende Faserstruktur lässt es nämlich nicht nur zu, dass das Gewebe im Falle einer Schwangerschaft leichter dehnen und nachgeben kann, sondern sorgt auch dafür, dass sich tiefer liegende Fett- oder solche Zellen, die durch Schlackstoffansammlungen an Vo-
lumen gewonnen haben, durch das Bindegewebe an die Oberfläche quetschen können. Wie stark die Nachgiebigkeit des Bindegewebes ist, ist dabei bei jedem Menschen genetisch festgelegt und auch der Grund dafür, dass selbst Models gegen Orangenhaut nicht immun sind. Im Gegenteil: Schlanke Frauen mit einem schwachen Gewebe können sogar mehr Cellulite haben als pfundige Frauen, die über Bindegewebsfasern wie Stahlseile verfügen. Ob das unfair ist? Ein bisschen vielleicht schon. Wir bleiben aber positiv und gewinnen daraus eine gute Nachricht. Nämlich die, dass wir uns Diäten ab sofort sparen können. Denn gegen Orangenhaut helfen sie ohnehin nicht. Hungern muss also niemand. Ein wenig auf die Ernährung zu achten lohnt sich im Kampf gegen Orangenhaut aber dennoch. Es ist nämlich hinlänglich erwiesen, dass vor allem basenreiche Lebensmittel (Gemüse, Fisch, Hülsenfrüchte, weißes Fleisch) festigend auf die Bindegewebsfasern wirken, während saure Lebensmittel (Zucker, rotes Fleisch, Kaffee) zu ihrer Erschlaffung beitragen können. Auch auf zu viel Salz sollte man verzichten. Salz bindet nämlich Wasser im Körper, sodass sich dieses in den Zellen staut und damit das Bindegewebe zum Ausbeulen bringt.

Dehnungs­streifen: Mutter Natur ist schuld!

Schwangerschafts- oder Dehnungsstreifen nennen sich die kleinen weißen Risse, die viele Frauen nach einer Geburt an der Brust, am Bauch oder an den Oberschenkeln haben. Auch diese Schönheitsmale sind einem schwach veranlagten Bindegewebe geschuldet. Sie bilden sich, wenn sich die Haut (durch Gewichtszunahme, Muskelaufbau, schnelles Wachstum oder eine Schwangerschaft) plötzlich ausdehnt und das Gewebe zu schwach ist, dieser Dehnung standzuhalten. So entstehen Narben im Hautgewebe, die sich zwar nicht mehr entfernen, jedoch kosmetisch mildern lassen. Viele der im Handel erhältlichen Anti-Orangenhaut-Kosmetika haben den feinen Nebeneffekt, dass sie auch Dehnungsstreifen mildern.


 
Schwitzen für die Traumfigur! Schönheit bedeutet Schweißarbeit. Aber keine Sorge: Schwitzen muss nicht immer mit Anstrengung verbunden sein. Ganz im Gegenteil: Entspannende Saunagänge und pflegende Körperwickel sind die angenehmste Art, überflüssige Schlackstoffe einfach aus dem Körper zu schwemmen. Denn genau das ist das oberste Gebot im Kampf gegen lästige Dellen. Je weniger Schlackstoffe sich im Gewebe anlagern, desto weniger können sich überfüllte Zellen an der Hautoberfläche dellen. Schwitzkuren in der Sauna sind hierfür ebenso effektiv wie kosmetische Körperwickel. Letztere können übrigens nicht nur bei der professionellen Kosmetikerin, sondern auch in Eigenregie daheim durchgeführt werden. Tragen Sie dafür einfach Ihr Lieblings-Anti-Cellulite-Produkt, eine entschlackende Algenpackung oder einem frisch abgekühlten Kaffeesatz (Omas altes Hausrezept) auf die Problemzonen auf, umwickeln Sie diese mit Klarsichtfolie und legen Sie eine Wärmflasche für 15 Minuten auf die betroffenen Stellen. Durch die Wärme werden die Hautporen geöffnet und die Zellaktivität stimuliert, sodass die Wirkstoffe der Cremes und Packungen besonders effektiv arbeiten können. Anschließend entfernt man die Wickel, spült alles gründlich ab und freut sich über das straffe, entschlackte Ergebnis.  

Streicheln Sie sich schön! Auf dem Siegeszug zur Bikinifigur heißt Durchblutung das Zauberwort. Jede Art von Durchblutung regt nämlich die Mikrozirkulation der Haut an, puscht den Stoffwechsel und sorgt dafür, dass Schlacken schneller abtransportiert werden und sich so nicht in dellenförmiger Optik an der Hautoberfläche breitmachen können. Und wissen Sie, was der einfachste und angenehmste Weg zu einer guten Durchblutung und einer entspannten Figur (samt Stimmung) ist? Richtig: eine ausgiebige Massage. Wer keine Zeit hat, zum Masseur zu gehen, legt einfach selbst Hand an: Zupfmassagen wirken ebenfalls entspannend und lassen sich schnell ins tägliche Beautyprogramm integrieren. Noch effektiver können Sie die Wirkung einer Massage übrigens gestalten, wenn Sie dabei mit entschlackend wirkenden Ölen arbeiten. Mischen Sie hierfür je drei Tropfen ätherisches Rosmarin-, Geranien- und Wacholderöl mit drei Esslöffeln Sonnenblumenöl. Die Mixtur wird nun auf Bauch, Po und Oberschenkel aufgetragen und kräftig in die Haut einmassiert.

Übersicht zu diesem Artikel:
Seite 1 Kurven Kosmetik
Seite 2 Knackige Pfirsichhaut

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