Montag, 20. Mai 2019

Küss mich!

Ausgabe 2013/11
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Schöne Lippen soll man küssen. Rote erst recht. GESÜNDER LEBEN zeigt, wie Ihre Lippen auch im Winter begehrenswert bleiben.


Foto: Visual Clinique

Ein Mund muss nicht unbedingt sprechen, um etwas auszudrücken. Von der simplen Geste der Höflichkeit bis hin zur leidenschaftlichen Aufforderung zur Verführung: Ein Lächeln ist Emotion pur. Besonders wenn es rot ist. Feuerrot, Chilirot, Burgunderrot, Korallenrot, Erdbeerrot – allein diese Namen wecken Gelüste, doch Vorsicht, rote Lippen allein sind noch lange keine Kussgarantie. Rote Lippen soll und will man(n) schließlich nur dann küssen, wenn sie nicht nur leuchten, sondern obendrein sinnlich weich, hübsch gepflegt und gesund aussehen. Anmalen allein genügt nicht, Kussmünder brauchen vor allem Pflege.
GESÜNDER LEBEN-Tipp: Küssen – die beste Lippenpflege der Welt. Küssen ist eine der besten Pflegemaßnahmen überhaupt. Ein einziger Kuss kann bis zu 50 Gesichtsmuskeln in Bewegung bringen, den Puls auf 150 Schläge pro Minute jagen und den Blutdruck um das Doppelte steigen lassen. Ein leidenschaftliches Bussi wirkt zudem wie eine Art Vitalmassage für die Lippen. Die Durchblutung und Zellzirkulation wird nachhaltig aktiviert, sodass sich Zellerneuerungsprozesse in Gang setzen und junges, gesundes Gewebe produziert wird. Abgesehen davon macht küssen einfach glücklich. Also los!

Pflege-Mimosen: Lippen sind empfindlich. Unsere Lippen sind aber nicht nur kleine Verführungskünstler, sie sind auch kleine Diven. Ständige Aufmerksamkeit und ein umfangreiches Verwöhnprogramm sind nötig, um Lippen bei Laune zu halten. Auf Missachtung oder falsche Pflege reagieren sie sofort mit Rissigkeit und Trockenheit. Die Lippen sind nämlich sogenannte Halbschleimhäute. Anders als die Schleimhaut im Mund sind sie nicht fähig, Feuchtigkeit zu produzieren, mangels Talgdrüsen können sie aber, anders als die restliche Haut, auch kein Fett produzieren. Die Lippen sind daher zur Gänze auf die Zuführung externer Pflegestoffe angewiesen. Feuchtigkeit ist dabei das, was die Lippen am meisten brauchen. Sie ist für diese Halbschleimhäute sogar wichtiger als Fett; jedoch auch nicht ganz ungefährlich. Zwar brauchen die Lippen einen ausreichenden Hydrogehalt, um gesund und genährt zu sein, bedingen jedoch äußere Faktoren, wie Hitze, Kälte, Wind oder Infektionen ein schnelles Verdunsten der zugeführten  Feuchtigkeit, reagieren die Lippen sofort rissig und spröde. Die Kunst der perfekten Lippenpflege liegt daher darin, ausreichend Feuchtigkeit zuzuführen und diese gleichzeitig im Gewebe gespeichert zu halten.
GESÜNDER LEBEN-Tipp: Lippen nicht mit der Zunge befeuchten! Wenn die Lippen bereits rissig und trocken sind, neigt man dazu, sie mit der Zunge zu befeuchten. Die dünne Speichelschicht fühlt sich jedoch nur für einen Moment hilfreich und angenehm an. Es dauert nicht lange, bis die Feuchtigkeit z. B. durch warme Heizungsluft, kalten Wind oder eine hohe UV-Einstrahlung verdunstet und die Lippen noch trockener werden lässt als zuvor. Vermeiden Sie daher unbedingt das ständige Befeuchten mit der Zunge, wenn Ihre Lippen ohnehin zu Gereiztheit und Trockenheit neigen.

Das ABC der Lippenfarben
  • Anti-Age-Lipstick. Solche Lippenstifte enthalten neben einem hohen Feuchtigkeits- und Fettanteil auch besondere Pflegestoffe, die das Gewebe der Lippen fester und damit faltenfreier werden lassen.
  • Booster. Sie arbeiten mit Hyaluronsäure oder Kollagen, um die Feuchtigkeit in den Lippen zu kleinen Polstern zu bündeln, die das Lippenvolumen von Innen heraus aufpolstern.
  • Gloss. Ihre Konsistenz ist gelförmig und glänzend, oft schmecken sie süß und kommen in leichten bis transparenten Farben vor. Glosse fühlen sich sehr weich an, pflegen die Lippen, neigen jedoch oft zu verlaufenden Konturen.
  • Getönte Pflegestifte. Hier steht Pflege und Feuchtigkeit im Vordergrund, die Optik muss deshalb aber nicht leiden. Moderne Lippenpflegestifte sind mit Farbpigmenten oder Glitzerpartikeln angereichert, sodass sie ihren farbigen Kollegen um fast nichts mehr nachstehen müssen.
  • Long Lasting Lipstick. Wie der Name verspricht, haben diese Lippenstifte eine besonders lange Haltbarkeit auf den Lippen. Ihre Konsistenz ist recht fest, sodass auch die Konturen exakt und lange halten. Oft enthalten solche Produkte jedoch Kieselsäure oder Talkum, die zwar die Haltbarkeit verstärken, die Lippen jedoch austrocknen können. Wer zu trockenen Lippen neigt, ist daher mit einer anderen Lippenstiftvariante oft besser beraten.

Sorgsame Lippenpflege: eine Pflicht, keine Kür! Gepflegte Lippen sind eine Fleißaufgabe. Hauptaufgabe ist das Zuführen von Feuchtigkeit – und zwar stets in einer den Umweltbedingungen angepassten Form. Sind die Lippen stark austrocknenden Bedingungen wie Hitze, Kälte, Wind oder aber einer Erkrankung (z. B. Herpes, Erkältung) ausgesetzt, genügt das Zuführen reiner Feuchtigkeitspflege nicht. Der Wassergehalt würde zu schnell verdunsten. Besser sind nun pflegende Wasser-in-Öl-Emulsionen, also ein Mix aus Fett und Feuchtigkeit, bei dem ein Teil Wasser von einem Teil Fett ummantelt ist und so vor dem Verdunsten geschützt wird. Spezielle Lippenpflegestifte und -cremes enthalten überdies Wirkstoffe wie Hyaluronsäure, die die Feuchtigkeit binden und tief ins Gewebe schleusen. Außerdem wird oft mit Pflegestoffen und Vitaminen gearbeitet, die die zarte Haut der Lippen bei der Regeneration unterstützen.
GESÜNDER LEBEN-Tipp: Pflegekur mit Kamillentee. Wenn Sie keinen Pflegestift oder keine Creme zur Hand haben, greifen Sie zu einem alten Hausmittel. Befeuchten Sie zunächst die Lippen mit lauwarmem Kamillentee. Nun muss es schnell gehen. Ehe die Feuchtigkeit des Tees verdunsten kann, massieren Sie die Lippen mit reinem Olivenöl. Das Öl verbindet sich mit der Feuchtigkeit des Tees und dringt als pflegendes Öl-Wasser-Gemisch in die Lippenhaut ein. Der Kamillentee enthält außerdem reizlindernde und heilsame Wirkstoffe, die aufgeraute Lippen im Nu in sanfte Kussmünder verwandeln.

Übersicht zu diesem Artikel:
Seite 1 Küss mich!
Seite 2 Anti-Age

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