Montag, 18. Februar 2019

Im Paradiesgarten

Ausgabe 09/2011
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Es gibt viele Absichtserklärungen, die Welt zu retten. Im Weleda-Heilkräutergarten in Schwäbisch Gmünd will man zumindest eine bessere schaffen. Das Resultat: Echte Naturkosmetik für die Sinne.

Foto: weleda - istockphoto.com
Es ist 7.30 Uhr in der Früh. Die Füße versinken in der feuchten Erde, Dampfwölkchen bilden einen Nebel dicht über dem Boden. Das Ringelblumenfeld vor uns strahlt intensiv orange, die pure Leuchtkraft der Farbe hebt sofort die Stimmung. Wir sind im deutschen Schwäbisch Gmünd, im größten Heilpflanzengarten Europas. Wir, das ist eine handverlesene Schar österreichischer Journalisten, die der Einladung des Naturkosmetik-Herstellers Weleda gefolgt ist.

Im Einklang mit der Natur
Auf zwanzig Hektar werden hier 250 verschiedene Pflanzenarten in biologisch-dynamischer Wirtschaftsweise angebaut – also ohne den Einsatz chemischer Pflanzenschutzmittel in einem stabilen Ökosystem, in dem Artenvielfalt, Hecken und Teiche dafür sorgen, dass sich ein übermäßiger Schädlingsbefall von selbst reguliert. Zwischen pflanzen, jäten und pflücken wird hier das Weleda-Unternehmensleitbild „Im Einklang mit Mensch und Natur“ gelebt. Geerntet werden nur gesunde und vitale Pflanzen, die reich an hochwertigen Wirkstoffen sind. Im Fall der Ringelblume (Calendula) geschieht dies am frühen Morgen, sobald der Morgentau abgetrocknet ist und die gefüllten, orangen Blütenköpfe aufgegangen sind. Schon bald riechen die Hände harzig und herb-würzig, nach Ringelblume eben – eine der vielseitigsten und wirksamsten Heilpflanzen. Zwei Tonnen Blüten werden jährlich im Weleda-Heilpflanzen­garten ausschließlich in Handarbeit gepflückt, vier Wochen später werden 15 Tonnen blühendes Kraut geerntet. Direkt neben dem Heilpflanzengarten liegt die Tinkturenherstellung. Tinkturen und Ölauszüge bilden die Basis von Calendula Arzneimitteln und Calendula Babypflege – sie zählen zu den wichtigsten Produkten im Weleda-Sortiment.
 
Soziale Verantwortung
Aloe vera als Durstlöscher für trockene Haut, Granatapfel zur Regeneration der Hautzellen und Rosmarin für eine bessere Durchblutung: Weleda verwendet rund 1.000 natürliche Rohstoffe für seine Produktpalette. Produktionsorte für Pflanzenextrakte sind neben Schwäbisch Gmünd in Deutschland in der Schweiz und Frankreich. Ein Teil der Rohstoffe stammt aus dem schwäbischen Heilpflanzengarten, weitaus mehr von weltweiten Kooperativen und Anbauprojekten, z.B. vom türkischen Familienunternehmen Sebat, das den Duftstoff aus der Damaszenerrose produziert, oder von Bauern einer ehemaligen Kolchose in Moldawien, die sich auf Bio-Lavendelanbau spezialisiert haben. Nachhaltigkeit, faire Preise und langfristige Verträge zeigen die soziale Verantwortung gegenüber Partnern.

Gelebte Vision
Achtsamkeit gegenüber Menschen und gegenüber der Umwelt prägt das Weleda-Leitbild, und zwar bereits seit 1921. Ganz im Sinne des Philosophen und Visionärs Rudolf Steiner, der heuer vor genau neunzig Jahren den Impuls zur Gründung des Unternehmens gab. Ein doppeltes Jubi­läum, denn 2011 wird auch der 150. Geburtstag von Rudolf Steiner gefeiert. Der Begründer der Waldorfschulen, der anthroposophischen Philosophie und Medizin und Pionier der biologisch-dynamischen Landwirtschaft war ein Idealist, dessen Ideen auch noch Jahrzehnte später den Nerv der neuen Nachhaltigkeitskultur treffen. Weleda stellt auch mehrere tausend anthroposophische Arzneimittel her. Entsprechend der Philosophie des „Gründervaters“ will man mit den pflanzlichen Arzneimitteln Selbstheilungskräfte unterstützen und versteht sie als Ergänzung und Erweiterung der Schulmedizin.
Übersicht zu diesem Artikel:
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Seite 2 Echte Naturkosmetik

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