Mittwoch, 20. Februar 2019

Herbstliche Haarpflege

Ausgabe 2016.09

Sprödes Haar, das von der Sonne ausgeblichen und trocken ist, gehört nicht in den Herbst. Was Sie jetzt für Ihr Haar tun können, erfahren Sie hier.


Foto: © Can Stock Photo - Deklofenak

Mit der Sonne ist es so eine Sache, wie sie süßer, aber auch sündiger nicht sein könnte. Dermatologen können kaum genug predigen, wie wichtig UV-Schutz für die Haut ist. Doch die Haut ist längst nicht die Einzige, die unter den sengenden Strahlen zu leiden hat. Sogar das Gegenteil ist der Fall. Während sich die Haut durch die Bildung von dunklen Pigmenten (daher auch die bronzene Bräunung der Haut im Sommer) noch bis zu einem gewissen Grad gegen Sonnenschäden schützen kann, verfügt das Haar nicht über derartige Schutzmechanismen. UV-Strahlen können ungehindert in die feine Hornschicht eindringen und so die kräftigende Eiweißstruktur im Haarinneren zerstören. Die Folgen sehen trostlos aus: Elastizität und Spannkraft gehen verloren, die Mähne hängt matt, müde und traurig herunter. Da auch die sensiblen Farbpigmente den Strahlen schutzlos ausgeliefert sind, bleicht zudem die Farbe aus. Und das macht den Frust perfekt. Was matte Sommermähnen jetzt brauchen, ist Liebe. Und die Tipps vom Profi. Pamela Mayr, Process Coach bei KLIPP Frisör, steht Rede und Antwort. So pflegen Sie Ihr Haar wieder spätsommerlich schön:

Was geschieht in den Sommermonaten mit dem Haar? Wie leidet die Struktur unter der UV-Strahlung?

Wie die Haut, so benötigt auch das Haar im Sommer besondere Zuwendung. Denn Hitze, UV-Strahlen, Chlor- und Salzwasser lassen das Haar trocken werden. Die Auswirkungen sind nicht unmittelbar sichtbar, doch bereits nach wenigen Wochen ist das Haar glanzlos und spröde.

Also braucht auch das Haar Sonnenschutz. Wie schützt man es am besten?  
Der beste Schutz für das Haar ist eine Kopfbedeckung. Wer dies nicht so gerne hat, sollte spezielle Sonnenpflegeprodukte wählen, wo explizit auf UV-Schutz hingewiesen wird. Vertrauen Sie auf die Empfehlung Ihres Friseus, denn dieser kennt Ihr Haar und empfiehlt das für Sie passende Produkt.

Verraten Sie uns die drei häufigsten Pflegefehler im Sommer?
Fehler 1: Das Haar wird nicht täglich mit einem milden Shampoo von Salz- beziehungsweise Chlorwasser gereinigt.
Fehler 2: Das Haar erhält keine Sonnenpflege mit UV-Schutz und wird zusätzlich noch zu heiß getrocknet beziehungsweise geglättet.
Fehler 3: Das bereits rupfige, spröde Haar wird mit den falschen Bürsten nicht entknotet, sondern noch zusätzlich aufgeraut.

Was kann man tun, um trockenes Sommerhaar wieder „gesund zu pflegen“?
Spröde Spitzen müssen unbedingt abgeschnitten werden. Bei langem Haar empfiehlt sich zusätzlich ein professioneller Spliss-Schnitt. Intensivmasken, die das Haar wieder mit viel Feuchtigkeit versorgen und aufbauen, können einmal wöchentlich durchgeführt werden. Darüber hinaus sollte man gleich nach dem Sommer auf Ganzkopf-Färbungen verzichten. Dualfärbung mit Tönung ist hier eine tolle Alternative und schont das bereits angegriffene Haar.

Leidet koloriertes Haar besonders unter der Sonne?

Durch das Färben ist die äußere Schuppenschicht der Haare schon leicht geöffnet. Dadurch können die Farbpigmente leichter aus dem Haar „purzeln“, wenn das Haar direkter Sonnenstrahlung ausgesetzt ist. Aber nicht nur gefärbtes Haar ist besonders empfindlich im Sommer. Auch langes Haar wird oftmals in den Längen und Spitzen strapaziert und dünn. Bei solchen Haartypen ist eine konsequente Pflege umso wichtiger. Vielleicht gönnen Sie sich nach dem Sommer daher ein Erholungs-Treatment beim Profi. Ihr Haar hat schließlich auch Urlaub verdient.

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