Sonntag, 17. Februar 2019

Heilkraft des Lasers

Ausgabe 10/2012
Sie hilft bei Tinnitus, im Kampf gegen Parodontose und bei Haarausfall. Das alles kann die Low-Level-Laser-Therapie!

Foto: Can Stock Photo Inc. - Kurhan
Seit einiger Zeit macht in Fachkreisen die sogenannte Low-Level-Laser-Therapie (LLLT) von sich reden. Hilft sie doch gegen etliche Beschwerden, gegen die sonst kaum ein Kraut gewachsen zu sein scheint – etwa bei Tinnitus. LLLT beruht auf den Grundlagen der traditionellen Akupunktur. Allein: Statt Nadeln werden Laser mit geringer Emissionsstärke eingesetzt. Die jeweiligen Akupunkturpunkte werden also ohne Nadelstiche und nur für kurze Zeit bestrahlt.

Hilfe bei Tinnitus. Immer öfter kommt die LLLT zum Einsatz: Ob bei Entzündungen und Schwellungen, bei der Behandlung frischer, aber auch schlecht heilender Wunden oder in der Schmerztherapie. Mehrere Studien belegten, dass Low-Level-Laser die Freisetzung schmerz- und entzündungshemmender sowie abschwellend wirkender Neurotransmitter (Serotonin und Endorphine) fördern, jene schmerzauslösender Biomediatoren jedoch hemmen. Auch ist die LLLT bei schweren Innenohrstörungen, wie dem Tinnitus, auf dem Vormarsch. Schätzungsweise bis zu zehn Prozent der Österreicher leiden unter störenden Geräuschen im Ohr. Hier können Cortison, durchblutungsfördernde sowie anti-
entzündliche Infusionstherapien und (zusätzlich) eine LLLT helfen: „Ergebnisse zeigen, dass sich sogar schwerste Innenohrstörungen wesentlich lindern und auch heilen lassen“, so der Innenohr-Spezialist und Entwickler der hochdosierten Low-Level-Laser-Therapie Dr. Lutz Wilden aus Regensburg.

Kampf der Parodontose. Auch Zahnärzte arbeiten mit Low-Level-Lasern, etwa beim Kampf gegen Parodontose, jener bakteriell bedingten Entzündung von Zahnfleisch und Kieferknochen, die meist unbemerkt und schmerzfrei verläuft – zumindest am Anfang. Wird nicht behandelt, kommt es im Laufe der Zeit zu Zahnlockerungen, aber auch zur kompletten Zerstörung des Zahnhalteapparates und schlimmstenfalls zu Herzinfarkt oder Schlaganfall. Um Parodontose effektiv zu bekämpfen, müssen Zahnfleisch- und Knochentaschen gereinigt werden. Daraufhin regt die LLLT die Bildung von aktivem Sauerstoff an, wodurch die Bakterien zerstört werden. Für den Patienten ist diese Behandlung schmerzfrei und kann die Einnahme von Antibiotika oder chirurgische Eingriffe verhindern.

Volles Haar. Der Mensch hat zwischen 100.000 und 150.000 Kopfhaare, täglich verliert er rund 100 davon. Fallen mehr Haare aus und ist dies nicht auf andere Ursachen zurückzuführen (z. B. eine Fehlfunktion der Schilddrüse, ein Eisenmangel oder falsche Ernährung), sondern genetisch oder altersbedingt, kann die LLLT wieder zu mehr Haarpracht verhelfen. Auf natürliche Weise fördert sie die Durchblutung, stimuliert dadurch die Kopfhaut und reaktiviert in weiterer Folge das Haarwachstum. Dermatologe Reinhard Gansel, Leiter des Laser Medizin Zentrum Rhein-Ruhr in Essen: „Erste Behandlungserfolge können bereits nach einer Aktivierungsphase von zwei bis drei Monaten sichtbar werden.“

LLLT in Österreich
- Wundbehandlungszentrum Korneuburg. Wiener Ring 18, 2100 Korneuburg, www.wbz.at
- Ärzte & Vitalzentrum Reiter. Morizgasse 1, 1060 Wien, www.avz-reiter.at
- Dr. H. Barbara Franke. Innermanzing (Nußallee) 210/1/1, 3052 Innermanzing, www.arzt-franke.at
- Dr. med. dent. Alfred Zuber. Stadtplatz 4, 3400 Klosterneuburg, www.zuber.at
- Dr. med. dent. Wolfgang Leitner. Robert-Kunz-Str. 11, 4840 Vöcklabruck, www.zahnarzt-leitner.at
- savehair Institute. Mehrere Standorte in ganz Österreich, www.savehair.at
- Tinnitus Selbsthilfe. Selbstbehandlung mit Softlaser, www.tinnitus-hilfe.at
- Family Med & Health Center. Loquaiplatz 13, 1060 Wien, www.familycenter.at

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