Dienstag, 19. Februar 2019

HAUPTsache gesund

Ausgabe 07-08/2009
Schöne Haare sind sexy. Doch drei Viertel der Österreicherinnen klagen über Haarprobleme. Gesünder Leben zeigt, was Sie bei gängigen Haarproblemen tun können und wie Sie sie am besten gleich vermeiden.

Foto: ksp_creative - fotolia.com
Wie sich Ihre Haare anfühlen und wie sie aussehen, ob gesund und glänzend oder müde und kraftlos, das hat jeder selbst in der Hand. Denn wer die richtige Haarpflege verwendet – kann sich im Normalfall über ein schönes Haarkleid freuen, auch wenn er von Mutter Natur nicht so großzügig bedacht wurde. Moderne Pflegeprodukte machen’s möglich.

Im Laufe der Zeit sind die Haare vielen Belastungen ausgesetzt: mechanischen Belastungen durch zu intensives Kämmen und Bürsten oder auch Haarspangen. Heißes Föhnen, häufige Dauerwellen und Färbungen strapazieren die Haare ebenfalls. Hinzu kommen oft ein ungesunder Lebensstil und falsche Ernährung sowie zu viel Sonne, Wind, Salz und Chlorwasser. Was passiert? Die ursprünglich geschlossene Schuppenschicht bricht auf, die Schuppenlagen lösen sich. Im Haarinneren kann immer weniger Feuchtigkeit gespeichert werden, die Haare wirken stumpf und glanzlos. Manche Haare spalten sich auch oder brechen an den Spitzen ab. Mit einer regelmäßigen, passenden Pflege kann man diesen Schäden vorbeugen und sie ausgleichen. Typgerechte Behandlung schützt das Haar und sorgt für Glanz und Halt.

Es beginnt bei der Kopfwäsche
Ein gutes Shampoo ist die Grundlage für schönes Haar. Shampoos reinigen heute nicht mehr nur gründlich und mild, Pflegestoffe wie Öle, Aminosäuren, Vitamine oder Pflanzenextrakte schützen Ihre Mähne und halten sie auch gesund. Hier geht der Trend eindeutig zu Spezialshampoos – heute gibt es wunderbare Basispflege für sämtliche Haartypen und -probleme:
  • Normales Haar braucht eine ausgewogene, milde Pflege, die den gesunden, natürlichen Zustand erhält.
  • Trockenes oder strapaziertes Haar braucht ölige oder wachsartige Substanzen oder auch Eiweißverbindungen. Diese sorgen für Feuchtigkeit.
  • Für Haare, die schnell fett werden gibt es Shampoos mit Zusätzen wie gerbstoffhaltigen Kräuterextrakte. Sie verhindern das Zusammenkleben und geben zusätzlich Volumen.
  • Dauergewellte oder kolorierte Haare sind durch die chemische Behandlung oft besonders beansprucht und werden brüchig und glanzlos. Spezielle Shampoos verbessern die Elastizität und verleihen neuen Glanz.
  • Schuppen ade heißt es bei der neuen Generation der Schuppenshampoos. Diese entfernen die losen Hornplättchen von der Kopfhaut und den Haaren und verringern so die Bildung neuer Schuppen.
  • Und für eine lebendige Lockenpracht sorgen Shampoos für Locken. Gerade lockige Haare sind oft spröde und verlieren schnell an Sprungkraft.

Balsam – Pflege light

Haarspülungen, Balsam oder Conditioner können problemlos nach jeder Haarwäsche angewendet werden. Die Pflegestoffe benetzen die Haaroberfläche und gleichen den natürlichen Feuchtigkeitsverlust ganz sanft aus. Der Vorteil: Die Mähne wird wieder glatter und vor allem leichter kämmbar. Zusätzlich schützt der Balsam vor Belastungen wie heißer Föhnluft. Moderne Conditioner beschweren auch das Haar nicht. Heute ermöglichen spezielle Pflegestoffe zwar leichtere Kämmbarkeit, verdampfen aber anschließend – dadurch behalten die Haare ihr Volumen.

Kuren – Pflege medium
Intensive Pflege bieten Kuren. Sie wirken gezielt bei Problemen, die mit einem Shampoo oder einer Spülung nicht mehr lösbar sind. Kuren können Schäden an der Struktur ausgleichen, gespaltene Haarspitzen kitten und die Oberfläche glätten. Die Haare werden wieder elastisch, glänzend und sind leichter zu bändigen.

Cremes – Pflege intensiv
Bei sehr stark geschädigten Haaren helfen Cremes, die oftmals auch als Aufbaucremes bezeichnet werden. Das ist die intensivste Form an Pflege mit hoch konzentrierten Pflegestoffen.

Höchstleistung Haarwuchs
Die Haarbildung gehört mit zu den aktivsten Syntheseprozessen des menschlichen Organismus, der schon durch geringfügige Beeinträchtigungen aus dem Gleichgewicht kommen kann. Die ca. 0,08 mm dicken Haupthaare der Europäer wachsen täglich zwischen 0,1 bis 0,2 mm. Bei einer Haardichte von 300 dunklen bis 900 blonden Haaren pro Quadratzentimeter kommt man täglich auf eine Haarproduktion von 20 bis 30 Meter. Eine beachtliche Leistung, die Sie mit einer Extraportion pflegerischer Fürsorge honorieren können.


Wussten Sie …?
… dass auf unserem Kopf rund 90.000 bis 140.000 Haare wachsen? Diese bestehen vor allem aus der Hornsubstanz Keratin. Die Oberfläche des Haarschafts ist mit kleinen, schuppenartig übereinander liegenden Hornplatten bedeckt. Sie schützen unsere Haare vor Bruch und Feuchtigkeitsverlust.
… dass das Wachstum ausschließlich in der Haarwurzel stattfindet? Sie ist in einem schlauchförmigen Haarfollikel tief in der Haut verankert.
… dass unser Kopfhaar ca. zwei bis acht Jahre alt wird? Nachdem es ausgefallen ist, wird es normalerweise durch ein neues Haar aus dem gleichen Haarfollikel ersetzt.
… dass Glanz und Geschmeidigkeit der Haare Fett braucht? Dieses bilden die Talgdrüsen. Bei hoher Hitze und Luftfeuchtigkeit steigt die Produktion, das Haar wird fett.
…dass die häufigste Ursache für Kopfschuppen Hautpilze sind? Sie ernähren sich von Fetten aus den Talgdrüsen, doch bei der Verdauung der Fette setzen sie Substanzen frei, die die Kopfhaut reizen. Die Kopfhaut bildet daraufhin vermehrt neue Zellen, die auch wieder verstärkt abgestoßen werden. Das Ergebnis: Schuppen.

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