Mittwoch, 21. August 2019

Haarpracht leicht gemacht

Ausgabe 10/2010
Von Kopfhaut- bis Spitzenpflege: Haarpflegeprodukte gibt es wie Sand am Meer. Aber welche braucht man wirklich und wie wirken sie? Fragen über Fragen – Gesünder Leben antwortet.

Foto: George Mayer - istockphoto.com
Was ist der Unterschied zwischen einer Tönung und einer Coloration? Wirkt ein Conditioner besser als eine Kur? Und was bringen eigentlich Haarpeelings? Wir wollen ja nicht haarspalterisch sein – aber kennen Sie sich aus? Zugegeben: Im immer dichter werdenden Dschungel kosmetischer Haarpflegeprodukte kann man leicht den Kopf – samt Überblick – verlieren. Sollte man aber nicht. Schönes Haar ist schließlich eine Frage der richtigen Pflege, und selbige beruht wiederum auf dem richtigen Know-how.
Hier kommt der ultimative Durchblick:

Shampoo
Als Basic-Pflege haben Shampoos grundsätzlich die Aufgabe, das Haar von Talg, Schmutz und Styling-Rückständen zu befreien. Nicht mehr und nicht weniger!

Spülung
Diese wird nach dem Shampoo ins nasse Haar gegeben. Spülungen – auch Conditioner genannt – dienen dabei weniger der Haarpflege (wie viele glauben) als eher der Vorbereitung auf das Styling und Föhnen. Sie legen sich wie ein Mantel ums Haar und glätten die durchs Waschen aufgequollene Schuppenschicht. Das Haar lässt sich so leichter kämmen und weiter behandeln.

Haarkuren/-masken
Sie dienen primär der Pflege. Ihr Wirkstoff mix ist je nach Struktur und Bedürfnis der Haare (trocken, lockig, coloriert ...) verschieden. Kuren haben eine längere Wirkdauer als Spülungen, da sie tief ins Haarinnere eindringen sollen. Da die Wirkstoffe dort gut gespeichert werden können, genügt es, zirka alle vier Wäschen die Haare zu kuren. Tipp: Bei Wärme dringen sie leichter ins Haar. Wickeln Sie daher während der Einwirkzeit ein Handtuch um den Kopf oder gönnen Sie sich einen Saunagang.

Two-in-one-Produkte
Perfekt für Eilige und Bequeme sind sie Shampoo und Spülung/Balsam in einem. Das ist zwar praktisch, Friseure raten jedoch von einer zu häufigen Verwendung ab, da Two-in-one-Produkte oft einen hohen Silikonanteil besitzen, der das Haar unnötig beschwert und so auf Dauer Styling und Glanz zunichte macht.

Haarpeelings
Peelings arbeiten entweder mit winzigen Schleifgranulaten oder gering konzentrierten Säuren. Diese Substanzen sollen das Haar gründlich reinigen und von überschüssigen Rückständen (z.B. Silikonen) befreien. Um aber die Haarstruktur nicht zu gefährden, sollten Peelings nur bei Bedarf oder maximal zweimal im Monat angewendet werden.

Hitzeschutz-Präparate
Grundsätzlich werden diese vor dem Föhnen oder Glätten ins handtuchtrockene Haar gegeben. Die Präparate umhüllen die einzelnen Strähnen mit einem thermoeffektiven Film, der einerseits vor einem Überhitzen der Hornschicht (und damit vor Haarbruch) schützt, andererseits durch die gebündelte Wärme-Pflegestoffe noch tiefer ins Haarinnere schleust. Lassen Sie sich übrigens nicht irritieren, wenn beim Glät ten leichter Qualm entsteht. Es handelt sich zumeist nicht um verbrennende Haare, sondern um verdunstendes Wasser oder Haarpflegemittel.

Tönung
Mit einer Tönung oder direkten Coloration kann man seine Haarfarbe auf sanfte Weise korrigieren. Hierbei werden dem Haar Farb- und Pflegepigmente hinzugefügt, die sich nur auf die äußerste Schicht des Haares legen. Da diese Pigmente nicht sonderlich tief ins Innere eindringen, werden sie bereits nach rund vier bis acht Haarwäschen wieder ausgeschwemmt. Eine Tönung deckt auch schonend erste graue Haare ab.

Intensiv-Tönung
Bei diesem modernen Mittelding aus auswaschbarer Tönung und dauerhafter Coloration verzichten manche Hersteller bereits auf den Einsatz von Ammoniak. Man erreicht damit eine etwa 50-prozentige Grauabdeckung. Eine Intensivtönung übersteht bis zu 24 Haarwäschen.

Dauerhafte Coloration/Färbung
Hier braucht es zwei Elementen, das Oxidationsmittel mit Wasserstoffperoxid und die Farbpaste mit Ammoniak. Erst werden die natürlichen Farbpigmente der Haare teilweise aufgelöst und dann durch künstliche Farbstoffe – die erwünschte Nuance ersetzt. So lassen sich differenzierte Farbergebnisse und eine 100-prozentige Grauabdeckung erzielen. Die Farbe wäscht sich nicht aus, nach einiger Zeit wird deshalb der Nachwuchs sichtbar. Die chemischen Zusätze von Permanent- Haarfarben können empfindliches Haar sowie die Kopfhaut strapazieren. Mit regelmäßigen und auf das Haar abgestimmte Kuren lässt sich dies vermeiden.

Anti-Frizz-Produkte
Sie sollen verhindern, dass sich die Haarpracht etwa bei Nässe kräuselt oder einzelne Strähnen abstehen bzw. fliegen. Oft kommen hier spezielle Öle zum Einsatz, die das Haar ummanteln, um so die Feuchtigkeit abzuweisen und Glanz zu schenken, ohne es übermäßig anzugreifen.

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