Sonntag, 22. September 2019

Gesundheit trifft Schönheit

Ausgabe 07-08.2014
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Allergien, Rötungen, empfindliche Haut – dagegen gibt es neue dermokosmetische Produkte, die rasch und effizient für Linderung sorgen.


Foto: ©Can Stock Photo Inc. - coka

Es ist ein Teufelskreis! Haut, die zu Irritationen oder Rötungen neigt, will kaschiert werden. Doch Make-up und Foundations sorgen für noch mehr Empfindlichkeit und Juckreiz. Damit ist nun Schluss. Unsere besten Tipps:

  • Teint-Vorbereitung. Anspruchsvolle Haut muss atmen können. Beschweren Sie sie daher vor dem Make-up keinesfalls mit isolierenden, also fetthaltigen Cremes. Parfümfreie Feuchtigkeitspflegen sind eine bessere Grundlage.
  • Foundation mit Fingerspitzengefühl. Speziell abgestimmte Foundations oder BB Cremes für irritierte Haut enthalten leichte, aber dennoch deckende Pigmente und zudem Lichtschutzfaktoren, die vor strapaziöser UV-Belastung schützen. Zudem sind Wirkstoffe, wie z. B. Ambophenol, verarbeitet, die effektiv gegen Rötungen und Entzündungen wirken.
  • Grün gegen Rot. Spezielle Puder für anspruchsvolle Haut saugen nicht nur überschüssiges Sebum auf und verhindern damit einen unschönen Hautglanz und das Entstehen weiterer Entzündungen, sie sorgen überdies auch für einen optischen Ausgleich von Rötungen. Hierfür werden komplementäre, grüne Pigmente eingesetzt, die mit der Haut zu einem natürlichen Hautton verschmelzen.
  • Frische-Kick für zwischendurch. Wer zu Irritationen und Trockenheit neigt, gönnt seiner Haut zwischendurch einen erfrischenden Nebel aus wohltuendem Thermalwasser. Der dünne Wasserfilm kann einfach über das Make-up gesprüht werden. Die Hautzellen saugen die nährende Flüssigkeit ganz von allein auf. Vorsicht ist jedoch bei der Augenpartie geboten; das Augenmake-up könnte hier verlaufen.

 

Allergien, Erkrankungen und eine Überempfindlichkeit der Haut sind nicht angenehm. Aber leider auch nicht selten. „Im Gegenteil. Immer mehr Verbraucher beurteilen ihren Hautzustand als sehr sensibel und geben an, dass sie verstärkt auf Umwelteinflüsse und bestimmte Kosmetika reagieren“, sagt Eucerin-Hautexpertin Dr. Annegret Wehmeyer. Das größte Organ des Menschen rebelliert. Doch damit soll nun Schluss sein. Denn die kosmetische Industrie rebelliert ebenfalls. Und zwar mit Dermokosmetik, Skinceuticals und Doktor-Cremes. Die Expertin erklärt: „Dermokosmetische Produkte sind Hautpflegepräparate, die unter Berücksichtigung von dermatologischen und pharmazeutischen Aspekten speziell für bestimmte Hautzustände und Erkrankungen entwickelt wurden.“

Medizin: ja. Arznei: nein. Die neue Kosmetik will mit ihrer Zusammensetzung und Wirkweise medizinisches Hoheitsgebiet betreten – jedoch ohne dabei mit der Medizin in eine echte Konkurrenz zu treten. Dermokosmetische Produkte sind keine Arzneimittel. Schon aus rechtlichen Gründen ist diese neue Kosmetik-Generation in ihrer Wirksamkeit limitiert. Bestimmte Stoffe und Konzentrationen, die als medizinisch relevant eingestuft werden, gehören nach wie vor nicht in die Tiegel und Tuben aus dem Kosmetikregal. „Bei Hauterkrankungen sollte daher auch immer der Hausarzt oder Dermatologe konsultiert werden, der eine entsprechende Therapie verordnen wird“, sagt die Expertin.

Grenzen sind Möglichkeiten! Dermokosmetik kann also keine Arznei ersetzen. Doch ihre Erfinder sehen in dieser Tatsache keine Einschränkung. Sogar das Gegenteil ist der Fall. Dermokosmetik versteht sich als ein neues Nischenprodukt, das eine Lücke im System der Hautpflege füllt. Sie ist „mehr“ als Kosmetik, aber „weniger“ als Medizin. Doktor-Brands und Co. arbeiten nämlich mit solchen Inhaltsstoffen und Wirkweisen, die gerade nicht als medizinisch relevant eingestuft werden, aber dennoch eine fühlbare Linderung von medizinischen Problemen verschaffen. Insofern sind dermatologische Kosmetika sanfter, aber deshalb nicht weniger wirkungsvoll als ihre Kollegen aus der Pharmazie-Abteilung. Dem Kosmetik-Label Eucerin ist es beispielsweise gelungen, eine ausgetüftelte Mixtur aus Pflegestoffen, wie z. B. Omega-6-Fettsäuren, Decandiol, einem Extrakt aus der Süßholzwurzel und Menthoxypropan-ediol, zu entwickeln, die bei Neurodermitis derart wirkungsvoll ist, dass sie einen vergleichbaren Effekt wie die Anwendung einer einprozentigen Hydrokortison-Creme ausweist und damit eine echte Alternative zu dieser oft skeptisch betrachteten Medizin darstellt. „Dermokosmetik ist vielleicht kein kompletter Medizinersatz, aber ein gutes Pendant“, sagt die Expertin.

Übersicht zu diesem Artikel:
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