Montag, 18. Februar 2019

Flirt mit der Sonne

Ausgabe 04/2009
Wenn die Sonne scheint, geht einfach alles viel leichter – die Glückshormone tanzen. Damit aber der Flirt nicht zu heiß wird, zeigt Gesünder Leben, worauf Sie vorab achten sollten.

Foto: OLLY - fotolia.com
Die ersten Sonnentage sind das pure Versprechen. Da ist es endlich wieder, dieses Sommerfeeling! UV-Licht kurbelt nicht nur die Produktion von Endorphinen und Glückshormonen an, sondern bringt auch viel anderes Gutes: Es fördert die Bildung von Vitamin D, das die Knochen brauchen, der Kreislauf wird angeregt, die Sauerstoffaufnahme über die Lunge verbessert, zudem kann es einen positiven Einfluss auf die Entwicklung zahlreicher Krankheiten wie Schuppenflechte, Neurodermitis oder Depressionen haben.

Doch Achtung, die menschliche Haut absorbiert große Teile der auftreffenden UV-Strahlen und die dabei frei werdende Energie kann große Schäden verursachen. Daher sollten Sie, auch wenn die Sonne noch so lacht, ihre Gesellschaft nur in Begleitung schützender Bodyguards suchen. Noch um ein Vielfaches empfindlicher ist Kinderhaut, weil ihre Eigenschutzmechanismen noch nicht voll ausgeprägt sind – kleine Sonnenanbeter dürfen daher niemals den UV-Strahlen schutzlos ausgesetzt werden!

Sonnenanbeter aufgepasst!
Was passiert eigentlich beim Bräunen? Zugegeben, es fühlt sich an, als ob die Sonne den Körper ganz sanft mit einem Pinsel und ein wenig Farbe kitzeln würde. Tatsächlich reagiert unser Leib als wahres Wunder der Natur auf das Eindringen der UV-Strahlen mit der Bildung von natürlichem Pigment. Wichtig ist die Unterscheidung zwischen UV-A und UV-B-Strahlen – diese Parameter sind auch auf jedem Sonnenschutzmittel vermerkt.
  • Durch UV-A-Strahlen entsteht vor allem kurz anhaltende Bräune durch körpereigenes Hautpigment, das sich bereits in der Haut befindet.
  • Die UV-B-Strahlen verursachen eine vermehrte Bildung des Pigments Melanin, wodurch die sogenannte „verzögerte Bräunung“ entsteht. Diese erreicht ihr Maximum nach fünf bis sieben Tagen.

Welcher Typ sind Sie?

Wenn Sie sich demnächst in den knappen Zweiteiler wagen, ist es also wichtig, die Haut zu schützen. Und je nach Hauttyp brauchen Sie unterschiedlich viel Schutz, denn jeder Typ hat eine Eigenschutzzeit.
  • Typ I: Rotblonde Haare, helle Augen, sehr heller Teint, viele Sommersprossen, bekommt ganz schnell Sonnenbrand, wird nie braun. Eigenschutzzeit in unseren Breiten: 3 bis 10 Minuten.
  • Typ II: blonde Haare, helle Augen, heller Teint, oft Sommersprossen, bekommt eher schnell Sonnenbrand, wird wenig braun. Eigenschutzzeit in unseren Breiten: 10 bis 20 Minuten.
  • Typ III: dunkelblonde bis braune Haare, mittlerer Teint, helle oder dunkle Augen, bekommt selten Sonnenbrand, wird gut braun. Eigenschutzzeit in unseren Breiten: 20 bis 30 Minuten
  • Typ IV: Dunkelbraune oder schwarze Haare, dunkler Teint, dunkle Augen, bekommt fast nie Sonnenbrand, wird immer schnell braun. Eigenschutzzeit in unseren Breiten: ca. 45 Minuten.

Wer braucht wie viel?
Die Rechnung ist ganz einfach: Ungebräunte Haut verträgt je nach Hauttyp ohne Schutz 3 bis 45 Minuten Sonne pur. Diese Zeit können Sie mit dem Lichtschutzfaktor (LSF) der Sonnencreme multiplizieren. Dann wissen Sie, wie viele Minuten das Sonnenbad höchstens dauern darf. Zum Beispiel: Blondine, Typ II trägt Sonnencreme mit Lichtschutzfaktor 20 auf und darf somit 200 Minuten in der Sonne verbringen. Allerdings: In den Bergen oder am Wasser wirkt die UV-Strahlung verstärkt.

Der auf Sonnenschutzmitteln angegebene LSF bezieht sich immer auf die UV-B-Strahlen. Doch es braucht auch Schutz vor UV-A-Strahlen: „Gemäß australischem Standard“ bedeutet, dass mindestens 90 Prozent der UV-A-Strahlen herausgefiltert werden. Dieser Standard kann seit geraumer Zeit ohnedies bei allen Produkten, die Sie bei uns finden, vorausgesetzt werden.

Jeder Tag braucht Schutz
Der Sonnenschutz hält durch „primäre“ Lichtschutzsubstanzen die Sonnenstrahlung von der Haut ab, indem sie sie entweder reflektieren oder absorbieren. Als „sekundäre“ Lichtschutzsubstanzen wirken Vitamin E, C oder Beta-Carotin. Diese neutralisieren die unter UV-Einwirkung vermehrt gebildeten freien Radikale.

Tipp für jeden Tag: Make-up macht das Leben schöner. Und sicherer. Denn die deckenden Partikeln reflektieren bereits einen Teil der Strahlen. Hinzu kommt, dass immer mehr Foundations einen LSF und Essenzen enthalten, die die sensible Gesichtshaut vor den Tücken des Alltags wie Smog, Stress & Co schützen. Und: Feiner Kompaktpuder mattiert den Teint und macht das Hautbild sofort hübsch, sanft und ebenmäßig. Achten Sie darauf, dass auch der Puder einen LSF enthält.

Von der Sonne geküsst
Flirten muss einfach sein! Aber wenn Sie mit dem heißen Sonnengott liebäugeln, achten Sie auch auf Extraschutz für die Lippen. Pflegestifte enthalten neben Feuchtigkeitspflege oft auch einen mineralischen Sonnenschutz. Man erkennt ihn am weißen Film, den er auf der Haut hinterlässt. Dieser reflektiert die UV-Strahlen und wirkt schon rasch nach dem Auftragen. Chemische Filter dagegen müssen erst in die Haut eindringen und wirken erst zeitverzögert. Da die Lippen sehr empfindlich sind, ist ein mineralischer Sofortschutz sinnvoll. Wer die weiße Farbe nicht mag, kann mit einem Gloss oder Lippenstift nachhelfen.

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