Donnerstag, 24. Oktober 2019

Essen gegen Cellulite

Ausgabe 04.2015

Achtzig bis neunzig Prozent aller Frauen haben Cellulite. Die unschönen Dellen müssen Ihnen aber nicht die schöne Jahreszeit vermiesen. gesünder leben sagt, was gegen Orangenhaut hilft.


Foto:© Can Stock Photo Inc. - Peteer

Bei Ihnen sind nicht nur ein paar Kilos mehr auf den Hüften gelandet, sondern auf Ihren Oberschenkeln haben sich auch hässliche Dellen gebildet? Ihre Haut erinnert an die einer Orange? Nennen wir das Kind doch beim Namen: Ja, Sie haben Cellulite – auch Orangenhaut genannt. Doch das ist überhaupt kein Grund zu verzweifeln, weiß Ernährungswissenschafterin Mag. Monika Masik aus Mödling. Denn: „Durch gezielte Ernährung, ausreichend Bewegung und viel trinken kann man vorbeugen bzw. die Cellulite ganz gut bekämpfen“. Nicht umsonst heißt es: Du bist, was du isst. Denn im Fall von Cellulite ist sehr häufig eine falsche Ernährung schuld. „Die Cellulite lebt quasi von zu viel Fett, Zucker, Alkohol, Süßigkeiten und Salz. Die genannten Lebensmittel fördern die Einlagerung von Fett bzw. Wasser in der Haut. Das lässt die unschönen Dellen entstehen“, erklärt Masik.

Fünf Tipps gegen Cellulite
  1. Essen Sie immer ein Frühstück und verzichten Sie nicht darauf.
  2. Halten Sie sich an regelmäßige fünf bis sechs Mahlzeiten am Tag.
  3. Essen Sie alle drei Stunden, sonst entstehen Heißhungerattacken.
  4. Entscheiden Sie sich in der Zubereitung für Gegrilltes oder Gedünstetes.
  5. Achten Sie darauf, dass Sie abwechslungsreich essen, und variieren Sie ausreichend.

Schmerzfrei und keine Krankheit. Viele Mädchen leiden bereits ab dem Alter von 20 Jahren daran, aber die meisten verstecken sie schamhaft – die durch das weibliche Geschlechtshormon Östrogen bedingte Orangenhaut mit Dellen und Pölsterchen meist an Oberarmen, Po und Oberschenkeln. Die Cellulite ist schmerzfrei und ist auch keine Krankheit. Sie ist ein rein kosmetisches Problem. Apropos Cellulite: „Cellulite ist eine nicht entzündliche Veränderung des Fettgewebes“, erklärt Hautärztin Dr. Bernadette Vago aus Wien. Entgegen der landläufigen Meinung ist Übergewicht nicht der Auslöser für Cellulite. Auch sehr schlanke Frauen können sie bekommen. Doch scheint die Ausprägung des Hautbildes mit einem höheren Gewicht zuzunehmen. Vielmehr tragen folgende Risikofaktoren zur Entstehung der Orangenhaut bei: „Genetische Faktoren, Stress, Rauchen, Schwangerschaften, falsche Ernährung und weibliche Hormone“, sagt Masik. Die Therapie von Cellulite gestaltet sich eher schwierig. „Viele Behandlungsmethoden bringen eine Verbesserung, aber keine Heilung. Der Grad der Verbesserung ist bei jedem unterschiedlich und nur schwer vorhersehbar“, kommentiert Vago.

Ernährung gegen Cellulite. Wer der Cellulite vorbeugen oder das Hautbild verbessern möchte, sollte sich auf jeden Fall ausgewogen und fettarm ernähren. „Gut für die Haut wirken kaliumhaltige Lebensmittel wie Nüsse, Bananen, Erdäpfel, Spinat, Trockenobst und Paradeiser, denn Kalium entwässert und festigt das Unterhautgewebe“, meint Masik. Zu üppiges und zu fettiges Essen sowie Fertigprodukte lassen hingegen die Fettzellen wachsen, während stark salzige Nahrung zu Wasserablagerungen im Gewebe führt. Besonders schlimm für die Haut sind der Genuss von Kaffee, Alkohol und Nikotin. Rauchen ist äußerst schädlich. Denn Nikotin verengt die Blutgefäße der Haut, hemmt die Durchblutung und verlangsamt dadurch den Stoffwechsel. So kommt es zu einer unmittelbaren Schwächung des Bindegewebes. „Wichtig ist generell eine vitaminreiche – fünf Portionen Obst- und Gemüse am Tag –, ballaststoffreiche und fettarme Ernährung“, rät Masik. Und: „Wer gerne fastet, sollte einmal in der Woche einen Suppen- oder Safttag machen. Durch das Fasten wird der Körper entschlackt und man gibt dem Körper die Gelegenheit, einmal ‚aufzuräumen‘“. Neben gesunder Ernährung bietet sich viel Bewegung und Sport an. Am besten wirkt eine Kombination aus Ausdauersportarten wie Nordic Walking, Radfahren oder Schwimmen und einem leichten Muskeltraining. Zwei- bis dreimal in der Woche sollten Sie spezielle Übungen für Po und Oberschenkel machen. Dadurch wird die Muskulatur der Problemzonen gestärkt. Umso kräftiger Ihre Muskeln sind, desto weniger können sich die Fettzellen vermehren. „Wenn man sehr intensiv trainiert, sollte man das auf jeden Fall vorher mit einem Sportwissenschafter oder einem Arzt abklären“, rät Masik.

Reinigung von innen. Wasser stärkt das Bindegewebe. Wer ausreichend trinkt, hält seinen Stoffwechsel aktiv, fördert die Verdauung und damit den Abtransport von Giftstoffen und Schlacken im Körper. Selbst wenn Sie regelmäßig Sport machen, sich gesund und ausgewogen ernähren, das Trinken aber komplett vergessen, werden Sie nicht die gewünschten Ergebnisse bei Ihrer Haut erzielen. Verantwortlich für schöne, glatte Haut und straffes Bindegewebe ist das Kollagen. Es handelt sich dabei um ein Protein im Bindegewerbe und dieses muss aufgepolstert werden. Deshalb benötigt der Körper viel Flüssigkeit. Am besten eignen sich Wasser oder ungesüßter Tee. Zwei bis drei Liter pro Tag sollten es mindestens sein. Mit Fruchtsäften sollten Sie hingegen generell etwas sorgsam sein. Denn in Fruchtsäften ist häufig viel Zucker enthalten. Schöner Nebeneffekt des gesunden Trinkens: Sie werden merken, dass Sie weniger Appetit haben.

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