Mittwoch, 18. September 2019

Entspannt leben mit Feng Shui

Ausgabe 10/2009
Jeder hat davon gehört, Feng Shui hat mit Energien zu tun, mit Gestaltung, Farben und Formen. Doch es geht um weit mehr als eine Anleitungen zum „schöner Wohnen“.

Foto: trinettereed - fotolia.com
Geht es Ihnen nicht auch so, dass Sie sich an manchen Orten pudelwohl fühlen, es aber auch andere gibt, an denen Sie nicht lange bleiben möchten? Ihr Körper hat feine Antennen und nimmt sowohl gute als auch schlechte Energien wahr. Vielleicht kommen Ihnen ja einige Beispiele bekannt vor:
  • Sie wachen morgens nach acht Stunden Schlaf auf und fühlen sich noch immer müde und erschöpft.
  • Nach der Renovierung Ihres Büros ist alles viel schöner geworden, aber richtig gut läuft es trotzdem nicht.
  • Seit dem letzten Umzug schlafen Sie schlechter oder sind häufiger krank.
  • Nach Ihrem Umzug hat Ihr Kind plötzlich Probleme in der Schule.
Wenn Sie sich jetzt angesprochen fühlen, dann könnte die alte Lehre des Feng Shui für Sie interessant sein.

Lehre der Raumenergien
In jahrtausendelanger Beobachtung der Natur haben die Chinesen Zusammenhänge zwischen unserer Umgebung und unserem Wohlbefinden entdeckt. Daraus entwickelte sich eine komplexe Wissenschaft: Klassisches Feng Shui. „Es geht hier nicht um Zauberei oder Aberglauben, Feng Shui ist ein jahrhundertealtes Studium, wie Energien im Raum verwendet werden“, sagt Mag. Conny Racher, die seit vielen Jahren als zertifizierte Feng-Shui-Beraterin arbeitet. „Die Lehre basiert auf der Theorie, dass alles um uns herum von Energie oder Qi durchdrungen ist. Erfahrungen aus der Praxis zeigen, dass dieses Qi Einfluss auf unser Wohlbefinden, Glück und Gesundheit hat“, so Racher, die ihre Ausbildung bei Meister Joseph Yu, einem der weltweit anerkannten chinesischen Feng-Shui-Meister, gemacht hat. Feng Shui steht für die Kräfte Wind und Wasser. So wurden im alten China Häuser stets so gebaut, dass sie vor starkem Wind geschützt und nahe am Wasser waren, um das eigene Schicksal günstig zu beeinflussen. Zu Zeiten des Kommunismus galt Feng Shui in China allerdings als Aberglaube und war streng verboten, und erst in den siebziger Jahren fand die Energielehre ihren Weg über Amerika nach Europa.

Yin & Yang mit dem Kompass
Die energetischen Beziehungen zwischen Raum, Zeit und Mensch bilden das Herzstück der Lehre des klassischen Feng Shui. Dazu Racher: „Das System der ,Fliegenden Sterne‘ geht davon aus, dass aus jeder Himmelsrichtung eine ganz spezielle Energiequalität auf ein Haus oder eine Wohnung und die darin lebenden Menschen einwirkt. Diese Energien werden dann mit verschiedenen Formeln berechnet.“

Grundlage der Berechnung bilden Baujahr und Himmelsrichtung. Dann wird eine Energieverteilungskarte auf den Grundriss des Hauses gezeichnet, die förderliche und hemmende Energien aufzeigt. „Ein professioneller Feng-Shui-Berater arbeitet immer mit Kompass“, erklärt Racher. „Wir wollen bei einem Haus die guten Energien hinlenken und die negativen zerstreuen oder blockieren, damit die Bewohner nicht nur in Harmonie leben können, sondern auch mehr Erfolg, eine bessere Gesundheit und weniger Streit haben. Es geht darum, eine Balance zwischen Yin und Yang herzustellen. Und zu berücksichtigen ist, dass ein Haus zu unterschiedlichen Zeitpunkten verschiedene Energien hat.“

Das Lehnstuhlprinzip
Was bedeutet das nun für die Praxis? Stellen Sie sich vor, Sie sitzen in einem gemütlichen Sessel mit hohem Rücken und bequemen Armlehnen. Der Stoffbezug hat Ihre Lieblingsfarbe und er steht im bevorzugten Eck Ihrer Wohnung. Er ist vom Rest des Raumes ein wenig abgesondert. Hinter Ihrem Rücken befindet sich eine schützende Wand oder ein Fenster mit einem Vorhang. Vor Ihnen steht ein kleiner Couchtisch, und unter Ihnen liegt ein Teppich in warmen Farben. Sie sind von drei Seiten geschützt, und der Raum vor Ihnen ist frei.

Nun schließen Sie Ihre Augen: Wie fühlen Sie sich, wenn Sie in diesem Sessel sitzen? Sicherlich gut geschützt und ruhig. Ganz anders würden Sie sich fühlen, wenn Sie versuchen, es sich direkt vor einem Fenster oder im Energiedurchzug zwischen zwei Fenstern gemütlich zu machen. Beim Einrichten und Leben nach Feng Shui werden die Yin-Qualitäten eines bestimmten Platzes unterstützt, weil Yin- Energien uns helfen, uns zu erholen und unsere Lebensbatterie neu aufzuladen. „Im Feng Shui geht es darum, Zusammenhänge zu erkennen und zu beeinflussen“, betont Racher. „Die Interaktionen von Farben, Umgebungseinflüssen und Menschen werden dabei für jeden Ort, für jeden Raum, für jedes Haus individuell berechnet. Andernfalls hat man zwar ,schöner Wohnen‘ praktiziert, aber sicher kein Feng Shui.“

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