Elixiere der Schönheit

Ausgabe 09/2012
Seren sind die neue Superklasse im Cremeregal. Sie kommen in kleinen, feinen Tiegelchen, werden nur tröpfchenweise verwendet, erzeugen aber Wohlgefühl pur.

Foto: ARMANI
Aber was sind Seren überhaupt? Die Antwort ist so simpel wie vielversprechend: Ein Serum ist eine konzentrierte Pflegebombe, die das i-Tüpfelchen der Hautpflege ausmacht. In diesen minimalistischen Wunderampullen stecken intensive Wirkstoffkonzentrate, die zusätzlich zur normalen Pflege und/oder als besonderer Verwöhnmoment verwendet werden. Seren arbeiten dabei grundsätzlich wirkungsorientiert. Das heißt, sie dienen nicht der allgemeinen Pflege, sondern werden für spezielle Bedürfnisse oder gegen Schwachpunkte der Haut angewendet und widmen sich speziell und ausschließlich diesen Aufgaben. Sie verstehen sich nicht als ganzheitliche Behandlung, sondern als gezielter Zusatz zum alltäglichen Beauty-Programm. Im Unterschied zu Beauty-Masken, die ebenfalls einen besonderen und gezielten Verwöhnluxus ausmachen, werden Seren nicht punktuell, sondern regelmäßig eingesetzt. Ähnlich wie Masken, arbeiten Seren mit hohen Wirkstoffkonzentrationen, die auf spezielle Bedürfnisse der Haut abgestimmt sind. Der Unterschied liegt jedoch darin, dass Seren dauerhaft ins Beauty-Ritual integriert werden, um eine langfristige und nachhaltige Verbesserung der Haut zu erreichen. Seren gehören zur täglichen Pflege oder werden als mehrwöchige Kur eingesetzt. Masken verwöhnen unsere Haut hingegen ein bis zweimal pro Woche, immer dann, wenn man einen besonderen und schnellen Beauty-Kick braucht.

Maske oder Serum?
Ähnlich wie Masken, arbeiten Seren mit hohen Wirkstoffkonzentrationen, die auf spezielle Bedürfnisse der Haut abgestimmt sind. Der Unterschied liegt jedoch darin, dass Seren dauerhaft ins Beauty-Ritual integriert werden, um eine langfristige und nachhaltige Verbesserung der Haut zu erreichen. Seren gehören zur täglichen Pflege oder werden als mehrwöchige Kur eingesetzt. Masken verwöhnen unsere Haut hingegen ein bis zweimal pro Woche, immer dann, wenn man einen besonderen und schnellen Beauty-Kick braucht.


Spezialeinsatz: die Wirkungsgebiete. Da Seren auf bestimmte Wirk- und Einsatzgebiete spezialisiert sind, wurden im Laufe der letzten Jahre immer mehr Wunderampullen auf den Markt gebracht. Inzwischen ist für nahezu jedes Bedürfnis der Haut ein Serum zu haben. Klassiker sind Elixiere, die sich der Hautalterung mit all ihren verschiedenen Facetten widmen. Es gibt Seren, die müde Haut mit einer Extraportion Energie in Form von Sauerstoff oder Vital-Vitaminen versorgen. Andere päppeln geschwächte Zellen mit einem Boost an Antioxidantien auf. Wieder andere Elixiere versuchen gereizte Haut durch entzündungshemmende Wirkstoffe zu besänftigen. Aber auch für zufriedene Haut, die sich einfach nur nach einem besonderen Verwöhnmoment voll Feuchtigkeit und Pflege sehnt, wurden wirksame Intensiv-Präparate entwickelt. Alle arbeiten gezielt. Und hoch konzentriert.

Seren für tiefe Hautschichten
Da Seren zum Ziel habe, in tieferen Hautschichten zu wirken, lassen sie in der Regel nicht unmittelbar dieses satte Gefühl einer frisch eingecremten Haut entstehen. Vielmehr ziehen die Konsistenzen so rasch ein, dass die Haut sich anfühlt, also hätte sie noch keine Pflege erhalten. Lassen Sie sich hiervon aber nicht täuschen. Tatsächlich arbeitet das Serum bereits in tieferen Gefilden an diffizileren Aufgaben als der reinen Sättigung der obersten Hornschicht. Natürlich darf die Pflege dieser Hautschicht deshalb nicht vergessen werden.


Vorsprung durch Technik. Trotz der Spezialisierung auf verschiedene Einsatzgebiete sind Seren in der Art und Weise ihrer Wirkung allesamt identisch. Sie arbeiten mit besonders hohen Dosierungen fein abgestimmter Wirkstoffkombinationen und besitzen zudem die Fähigkeit, gezielt und tiefer in diejenigen Hautareale einzudringen, in denen die Pflegestoffe benötigt werden. Während herkömmliche Cremes lediglich in den obersten Hautschichten ihr pflegendes Wunder vollbringen, versuchen Seren noch ein Stück tiefer und intensiver in die Haut vorzudringen. Leichte, wässrige oder gelartige Texturen sind daher typisch für ein Serum. Darüber hinaus arbeiten einige Präparate mit speziellen Trägersystemen, mittels derer die wichtigsten Wirkstoffe in winzige Einheiten verpackt werden, sodass diese sensiblen Pflegestoffe direkt ins Innere der Zelle transportiert werden. Mithilfe der sogenannten Nanotechnologie werden dafür teilweise Pflegestoffe derart verkleinert, dass sie der Größe eines Lichtpartikelchens entsprechen.

AntiageserumFoto: Antiageserum




Was Seren alles können …
  • Problem: ungleichmäßiger Hautton
    Die Lösung: Exfolierende Seren arbeiten mit Vitamin A und Fruchtsäuren, welche die Haut minimal abtragen und so darunter liegende Hautschichten freilegen, sowie Flecken ausradieren und ein frisches Leuchten schenken. Aber Achtung: Solche Teint-Optimizer sollte man nur in der lichtarmen Jahreszeit verwenden, denn sie machen die Haut sonnenempfindlich.
  • Problem: Unreinheiten
    Die Lösung: Für zu Pickeln neigende Problemhaut gibt es dünnflüssige Helfer. Große Poren oder Fettglanz bekommen Seren mit Zink und Salicylsäure in den Griff.
  • Problem: sensible Haut
    Die Lösung: Bei sensibler Mimosenhaut, die zu Rötungen und Schuppen neigt, setzen Sie auf beruhigende Seren, die mit biologischen Pflanzenextrakten (z. B. Kamille, Quittensamen oder Rotklee) arbeiten.
  • Problem: müder Teint
    Die Lösung: Beauty-Elixiere mit Booster-Effekt enthalten Wirkstoffe wie Pfefferminze oder Mineralien, die die Mikrozirkulation anregen und dem Teint im Nu ein neues Strahlen schenken.
  • Problem: älter werdende Haut
    Die Lösung: Produkte mit „Botox-Effekt“ entspannen die Gesichtszüge z. B. mit Phytoextrakten aus Soja, Weizen, Sonnenblumen, Äpfeln und beugen so mimisch bedingten Lach- und Sorgenfältchen vor bzw. minimieren vorhandene.


Seren – so geht’s
. Seren sind hochwirksame Powerstoffe, allein angewandt aber zu speziell, um der Haut ein umfassendes Pflegegefühl zu vermitteln. Sämtliche Seren und konzentrierte Ampullenkuren sind daher stets dafür gedacht, in Kombination mit weiteren Pflegeprodukten verwendet zu werden. Die Art der Anwendung ist simpel: Vor jedem Eincremen (also morgens und abends) wird das Konzentrat auf die Haut gegeben und erst danach die eigentliche Pflegecreme verwendet. Würde man die Produkte in anderer Reihenfolge auftragen, könnte die stabile Cremeschicht den feinen Konzentraten ihren Weg in die Tiefe der Haut versperren. Eine Ausnahme bilden sogenannte Line-Filler-Seren (Falten-Auffüller). Diese arbeiten meist mit Substanzen wie Retinol oder Hyaluron, die die Feuchtigkeit in den obersten Hautschichten binden und diese von innen heraus aufpolstern und praller wirken lassen. Diese Produkte werden über der gewöhnlichen Pflege aufgetragen.

Seren: eine Gebrauchsanweisung
Erst sauber, dann Serum. Nur die gereinigte Haut ist optimal aufnahme-fähig für die hoch konzentrierten Wirkstoffe der Pflegebomben. Überall eincremen. Bei Verwendung der kosmetischen Luxusgüter sollten Hals und Decolleté nicht vergessen werden. Lieber nicht. Die Augenpartie gilt es beim Serum-Gebrauch auszusparen, da die hoch dosierten Wirkstoffe eventuell Reizungen hervorrufen könnten. Gute Grundlage. Wer der Haut ein- bis zweimal pro Woche ein Peeling gönnt, profitiert doppelt von den edlen Elixieren. Die Hornschicht wird durch die Abreibung nämlich extrem aufnahmefähig für Wirkstoffessenzen. Wärmewirkung. Nach dem Auftragen des Serums legen Sie die aufgewärmten Handflächen flach auf das Gesicht. Die Wärme weitet die Poren und lässt die Wirkstoffe noch weiter ins Hautinnere eindringen. Viel hilft nicht viel. Auch wenn die Versuchung groß ist, genügen wenige Tropfen vom edlen Nass, um die Haut intensiv zu versorgen. Wer zuviel aufträgt, riskiert ein krümeliges Hautgefühl.


Die passende Pflege. Seren funktionieren nur im Team mit einer passenden Tages- und Nachtpflege. Was die Abstimmung der Creme auf das Serum angeht, lohnt es sich, seiner Lieblingsmarke treu zu bleiben. Da sich Creme und Konzentrat wirkstoffmäßig meist ergänzen, haben sich Pflegeserien in der Abstimmung ihrer Produkte aufeinander eingestellt. Die Produkte optimieren sich gegenseitig. Wem es dabei auf Dauer zu mühsam oder vielleicht zu kostspielig wird, ein Serum in das tägliche Pflegeritual zu integrieren, setzt die konzentrierten Elixiere als gelegentliche Kur ein. Verwenden Sie einfach Ihr Lieblingsserum über einen Zeitraum von vier Wochen, pausieren Sie anschließend für die gleiche Dauer und beginnen Sie dann wieder von vorn.

Verzicht auf Tagescreme?
Seren wirken als pflegender Zusatz und werden daher grundsätzlich nicht ausschließlich, sondern immer in Verbindung mit einer Tagespflege verwendet. Eine Ausnahme gilt nur an extrem heißen Sommertagen. Sind die Temperaturen und die Luftfeuchtigkeit so hoch, dass sich die Tagespflege zu schwer anfühlt, kann man sie durch ein Serum ersetzen. Eine schwere Cremeschicht würde die Haut unter solchen Umständen nur unnötig belasten.
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