Samstag, 29. Februar 2020

Die Haut – Spiegel der Seele - PICKEL UND PUSTELN

Ausgabe 2017.05
Seite 2 von 2

PICKEL UND PUSTELN
Konflikte wollen ans Tageslicht!

Das Symptom: Pickel und Pusteln sehen nicht nur unschön aus, sondern fühlen sich auch unangenehm an.
Mögliche mentale Ursache: Während der Pubertät sind Pickel vor allem der hormonellen Umstellung geschuldet. Auch im Erwachsenenalter sind solche Hormonschwankungen eine mögliche Ursache für das temporäre Auftreten von Pickeln. Hormonmediziner können die Ursachen schnell erkennen und eine entsprechende medizinische Beratung geben. Aber auch mentale Ursachen sind bei derartigen Hautreaktionen nicht selten. Nach der Lehre der Psychosomatik wird davon ausgegangen, dass sich innere Konflikte durch eine übermäßige Talgproduktion, aber auch durch entzündliche Pickel, ihren Weg an die (Haut-)Oberfläche suchen.
Kosmetische Hilfe: Pflegende Maßnahmen im Kampf gegen Unreinheiten haben mehrere Ziele: Zum einen sollen sie die Verhornung der Talgkanäle reduzieren, zum anderen die Talgproduktion drosseln und idealerweise noch die oberste Hautschicht so durchlässig erhalten, dass ein besseres Abflussverhalten des Talgs gewährleistet werden kann. Erreicht wird dieses Allround- Programm durch regelmäßige Peelings (z .B. mit Fruchtsäure), die verhornte und verstopfende Hautschüppchen von der Haut entfernen und damit die Poren frei halten. Einen ähnlichen Effekt haben Tiefenreinigungsmasken, die in der Regel mit Fruchtsäuren und Vitamin-A-Säure arbeiten. Beide Essenzen haben einen sanft schälenden Effekt auf die Haut. Bei der täglichen Pflege ist vor allem Feuchtigkeit gefragt, um die Haut geschmeidig zu halten, dabei aber die Poren nicht unnötig zu verstopfen. Im akuten Fall einer Entzündung hilft hingegen ein altes Hausmittel: Dafür verreibt man ein paar Thymianblätter zwischen den Fingern, tupft die ausgetretenen Öle auf den Pickel und spült das Ganze nach circa 30 Minuten mit warmem Wasser wieder ab. Die ätherischen Öle von Thymian wirken gegen die Entzündung und unterstützen die Austrocknung der Wunde.
Mentale Gegenmaßnahme: Vielleicht ist ja an der psychosomatischen Theorie etwas dran und es gibt einen inneren Konflikt, der sich seinen Weg an die Oberfläche nicht länger allein suchen will? Am besten denkt man über diese Möglichkeit bei einem Spaziergang in der Sonne nach. Sonnenlicht macht nämlich nicht nur glücklich, sondern trocknet die Haut aus und hemmt damit den Talgfluss!

MATT UND MÜDE
Energiekrisen sind sichtbar

Das Symptom: Der Teint wirkt schlaff, die Haut sieht stumpf und fahl aus, die Gesichtszüge hängen schlapp herunter, und anstatt rosig zu strahlen, sieht der Teint grau und blass aus.
Mögliche mentale Ursache: Wer sich kraftlos fühlt, sieht irgendwann auch so aus. Die berühmten Lebensgeister stecken nämlich in jeder Zelle unseres Körpers. Sie sorgen für eine gesteigerte Stoffwechselaktivität und damit nicht nur für gute Laune und ein Gefühl von Mut und Kraft, sondern auch für eine bessere (Haut-)Regeneration. Ist der Akku jedoch leer, macht sich das nicht nur durch innerliche Müdigkeit und Lustlosigkeit bemerkbar, sondern auch durch ein ebenso lustloses und müdes Spiegelbild.
Kosmetische Hilfe: Haut, die sich schlaff fühlt, muss im buchstäblichen Sinne mal wieder auftanken; und zwar mit einem großen Maß an Feuchtigkeit. Die Zellen brauchen Wasser nämlich nicht nur, um die ständige Mirkozirkulation des Gewebes in Fluss zu halten, sondern auch, um prall gefüllt zu sein und dadurch das Gewebe wie durch kleine Wasserkissen optiscaufzupolstern und glatt und vital wirken zu lassen. Flüssige Energie ist daher sowohl in Form von Feuchtigkeitslotionen (am besten mit wasserspeichernden Wirkstoffen wie Hyaluron) als vor allem auch durch ausreichendes Trinken eine Wohltat für müde Mienen. Auch eine kalte Dusche hat schon die müdesten Lebensgeister wieder geweckt. Temperaturen unter 20 Grad regen nämlich nicht nur die Durchblutung an und verleihen dem Teint dieses rosige Schimmern, sondern bewirken auch, dass sich die Hautporen zusammenziehen und der Teint glatter und ebenmäßiger wirkt. Für den Frischekick zwischendurch tränken Sie ein kleines Handtuch in Kamillentee, legen es für circa 20 Minuten ins Eisfach und anschließend für fünf bis zehn Minute auf Ihr Gesicht.
Mentale Gegenmaßnahme: Wer sich fit fühlen will, muss fit sein. Ein regelmäßiges Sport- und Bewegungsprogramm bringt die Muskeln in Form, kurbelt den Stoffwechsel an und verleiht das gute Gefühl, etwas für sich getan zu haben. Als kleine Belohnung nach dem Sportprogramm bieten sich übrigens Dampfund Inhalationsbäder an; sie bringen Haut und Seele gleichermaßen in Schwung. Geben Sie hierfür einfach ein paar Tropfen süßlich duftendes ätherisches Öl oder Duftessenz (z. B. Rose, Kokosnuss oder Melone) in eine Schale voll dampfendem Wasser, legen Sie Ihr Gesicht in den Dampf und überdecken Sie sich dabei mit einem großen Handtuch. Durch die Wärme öffnen sich die Hautporen, sodass der Feuchtigkeitsnebel optimal in die Zellen dringen kann. Gleichzeitig gelangen die Aromen über die Nase ins limbische System des Gehirns, jenes Areal, das für die Bildung von Emotionen zuständig ist. Süße Aromen aktivieren nachweislich das Gute-Laune-Zentrum im Gehirn.

SCHUPPEN, TROCKENE KOPFHAUT, JUCKREIZ
Zeit für etwas Neues

Das Symptom: Eine sensible Kopfhaut zeigt sich anfänglich oft durch ein Brennen, das später zu einem starken Jucken wird und nicht selten mit Schuppenbildung einhergeht.
Mögliche mentale Ursache: Was sich im Kopf abspielt, ist oft auch am Kopf sichtbar. Die alte Haut schält sich ab und versucht damit, der Seele ein Zeichen zu geben. Jedenfalls nach der Lehre der Psychosomatik kann eine sich schuppende Kopfhaut ein Zeichen dafür sein, dass man sich in seiner „alten Haut“ nicht mehr wohlfühlt. Vielleicht steckt ja auch in Ihnen der innere Ruf nach Veränderung?
Kosmetische Hilfe: Regelmäßige Kopfhautpeelings befreien die Haut von ihrer trockenen Hornschicht und bieten so der darunter liegenden jungen Haut Gelegenheit, sich ungestört zu entwickeln. Kleiner Tipp für alle, die sich für die Kopfhaut kein spezielles Peeling anschaffen möchten: Fügen Sie Ihrem Shampoo einfach einen Esslöffel Salz hinzu. Es hat einen ähnlich guten Rubbel- Effekt, zudem wirkt Salz desinfizierend. Was bei Schuppen übrigens oft falsch gemacht wird, sind übersteigerte Hygiene- Maßnahmen. Übertriebenes Waschen und die Verwendung aggressiver Shampoos greifen den ohnehin gereizten Säureschutzmantel der Kopfhaut nur noch mehr an und fördern das Entstehen von Schuppen. Auch wenn es schwerfällt, es gilt: Lieber einmal zu wenig waschen als einmal zu viel. Auch vor zu heißer Föhnluft sollte man sensible Köpfe schützen; die Hitze wirkt stark reizend.
Mentale Gegenmaßnahme: Ist es wirklich die große Veränderung, nach der man sucht? Oder können nicht schon ein paar kleine Veränderungen etwas neue Würze in den Alltag bringen? Nur Mut! Lösen Sie sich aus dem alltäglichen Gewohnheitstrott und versuchen Sie mal etwas Neues: Ein neues Outfit oder Hobby helfen, frischen Wind ins Leben zu bringen. Und wer weiß: Vielleicht überkommt einen dann tatsächlich noch mehr Lust und Mut zu noch größeren Veränderungen? Beginnen soll man jedoch immer mit kleinen Schritten. Auf geht’s!

Übersicht zu diesem Artikel:
Seite 1 Die Haut – Spiegel der Seele
Seite 2 PICKEL UND PUSTELN

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