Dienstag, 21. Mai 2019

Die Haut – Spiegel der Seele

Ausgabe 2017.05
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Stress, Unzufriedenheit oder Angst finden nicht nur im Kopf, sondern auch im Körper statt. Vor allem die Haut reagiert auf mentale Belastungen mit Juckreiz, Rötungen und Trockenheit. GESÜNDER LEBEN verrät, wie Sie Ihre Haut wieder zum Strahlen bringen.


Foto: AJ_Watt_iStock

 Die Haut ist der Spiegel der Seele, sagt schon der Volksmund. Aber auch Wissenschafter teilen diese Meinung. Evolutionsbiologen erklären die Wechselwirkung zwischen Haut und Psyche damit, dass die Haut aus dem gleichen embryonalen Gewebe, dem sogenannten Ektoderm, aufgebaut ist wie auch das Gehirn. Vor einigen Jahren wurde außerdem entdeckt, dass die Nervenzellen der Haut nicht – wie bisher angenommen – nur in der obersten Hautschicht verlaufen, sondern dass feine Verästelungen bis tief in die Epidermis hineinreichen. Dort sind Botenstoffe aktiv, die einerseits für Empfindungen wie Wärme, Kälte und Berührungen zuständig sind, andererseits eine Verbindung zwischen den Nerven und den Immunzellen der Haut herstellen. Tritt emotionaler Stress, Angst oder Unruhe auf, sind hiervon auch diese Nervenbahnen betroffen. Emotionale Belastungen machen uns sprichwörtlich dünnhäutig; das Hautbild reagiert mit den unterschiedlichsten Symptomen. Welche das sind und wie man sie am besten behebt, hat sich GESÜNDER LEBEN genauer angesehen:

JUCKEN, BRENNEN, SPANNEN
Stress ist Hautsache!

Das Symptom: Haut, die sich anfühlt wie Pergament-Papier spröde, stark spannend, oft verbunden mit einem unangenehmen Jucken oder Brennen. Auch Rötungen sowie eine plötzliches Hitzegefühl treten häufig auf.
Mögliche mentale Ursache: Wenn sich die Haut im wahrsten Sinne des Wortes dünnhäutig anfühlt, geht es dem Geist oft nicht anders. Eine typische mentale Ursache für ein derart gereiztes Hautbild ist Stress, Überlastung sowie Angst und Sorgen.
Kosmetische Hilfe: Typisch für gestresste Haut sind eine geschwächte Hautbarriere sowie eine geringe Sensibilitätsschwelle. Beide Bedingungen verstärken sich gegenseitig und machen die Haut gegenüber bestimmten äußeren und inneren Stressfaktoren im Laufe der Zeit immer anfälliger; die Haut wird also umso dünnhäutiger, je länger der Stress anhält. Kein Wunder also, dass buchstäblich angespannte Mimosenhaut mit Samthandschuhen behandelt werden will. Bei der Auswahl der Pflege gilt es daher, streng darauf zu achten, dass von den Produkten keine unnötigen Reizungen ausgehen. Es sollten weder Konservierungsstoffe (z. B. Parabene), Duftstoffe, Farbstoffe, Paraffine, Alkohol oder Emulgatoren in den Pflegen enthalten sein. Zudem freut sich die Haut nun über alles, was beruhigend wirkt: Mit gekühlten Kompressen, die zuvor in Kamillentee getränkt wurden, lindert man akute Reizungen besonders erfolgreich. Auch Masken mit hautberuhigen Wirkstoffen, wie Aloe vera, Kamille oder grünem Tee, bieten gestresster Haut die Regeneration, nach der sie sich so sehnt. Ein häufiger Pflegefehler bei gereizter Haut ist übrigens, dass man ihr eine zu reichhaltige Pflege anbietet. Zu viel Fett beschwert jedoch unnötig. Zudem legt sich die schwere Pflege wie eine deckende Schicht über die Haut und erschwert damit die ohnehin müde Zellatmung. Besser eigenen sich daher sogenannte Öl-in-Wasser- Emulsionen, bei denen ein Teil Öl von einem Teil Wasser umschlossen ist und so für eine ausgeglichene Pflege sorgt.
Mentale Gegenmaßnahme: Doch nicht nur der Haut sollte man regelmäßige Pausen gönnen; auch die Seele braucht dringend Zeit zum Abschalten. Wie wäre es beispielsweise mit einem Kurzurlaub am Meer? Hier kann nicht nur die Seele baumeln, sondern auch die Haut Erholung tanken. Die frische Seeluft enthält nämlich einen hohen Feuchtigkeitsanteil und maritime Mineralstoffe, die gestresster Haut nachweislich guttun.

Übersicht zu diesem Artikel:
Seite 1 Die Haut – Spiegel der Seele
Seite 2 PICKEL UND PUSTELN

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