Montag, 27. Mai 2019

Die große Abreibung

Ausgabe 2016.06/07

Sie reinigen die Poren, entfernen den Grauschleier und glätten die Haut. Das ist richtig. Aber nicht alles. Mit Peelings kann man sich auch zur Traumfigur rubbeln!


Foto: Can Stock Photo Inc. -(2x: tycoon, vlaru)

Eine gute Figur ist nicht ausschließlich eine Frage der Kilos auf der Waage. Nicht nur unzählige Studien, sondern vor allem der eigene Geschmack lehren uns: Attraktiv ist nicht, wer dünn ist, sondern wer gesund und glücklich aussieht. Selbst das eine oder andere Kilo zu viel kann gut aussehen. Ausstrahlung ist das Zauberwort. Und die bekommt man nicht nur von innen. Sondern vor allem auch von außen. Regelmäßige Peelings sind das Beauty-Geheimrezept, um die Haut glatt, straff und strahlend schön aussehen zu lassen. Selbst in der ästhetischen Chirurgie sind Peelings eine der beliebtesten sanften Verschönerungsmethoden. Das Prinzip ist immer gleich: Abgestorbene Hautschüppchen werden gelöst, Durchblutung und Mikrozirkulation angeregt und der Nachwuchs der Oberhaut sowie die Bildung neuer kollagener und elastiner Fasern gefördert. Der Effekt: Die Haut strahlt rosig, wirkt gleichmäßig, glatt und damit straff und jung. Dass regelmäßig gepeelt werden sollte, ist daher eine dringende Empfehlung von Beauty-Experten und Medizinern. Wie das gesehen sollte, ist und bleibt allerdings Geschmackssache. Ein Überblick:

Chemisches Peeling. Chemische Peelings sind oft besonders sanft zur Haut, da sie nicht mit körnigen Schleifgranulaten, sondern mit enzymatischen Säuren (z. B. Fruchtsäuren) arbeiten. Die Säuren sind so sanft dosiert, dass sie ausschließlich die oberste, verhornte Zellschicht abtragen und die darunter liegenden jungen Zellen nicht angreifen. Gerade für sensible Kandidaten sind chemische Peelings daher gut verträglich.

Mechanisches Peeling. Solche Peelings beinhalten Körnungen aus Sand, Kieselerde oder Ton, die wie feines Schmirgelpapier über die Haut gehen und Überschüsse und Horn abschleifen. Vor allem bei Bodypeelings werden mechanische Schleifgranulate eingesetzt, da sie auch besonders verhornter Stellen (z. B. Ellenbogen oder Füße) Herr werden. Im Gesicht wird mit feineren Körnungen gearbeitet. Um keine Reizungen zu riskieren, sollten jedoch nur unempfindliche Hauttypen mit solchen Produkten arbeiten.

Bio-Peeling. Kaffee, Kleie oder Meersalz sind die typischen Schleifgranulate biologischer Peelings. Diese werden ausschließlich aus natürlichen Inhaltsstoffen hergestellt. Doch Vorsicht: Was hier so sanft klingt, muss deshalb nicht von jedem Hauttyp vertragen werden. Schleifgranulate aus Salz oder Tonerde können trotz ihres natürlichen Ursprungs schroff sein und damit von Sensibelchen nicht vertragen werden.

Peeling-Bürsten. Nach dem Prinzip der mechanischen Abreibung arbeiten auch Peelingbürsten oder Handschuhe, mit denen man vorsichtig über die angefeuchtete Haut reibt. Je nach Stärke der Bürsten oder Beschaffenheit des Handschuhs variiert der Grad der Stärke. Für die meisten Körperregionen sind solche Hilfsmittel gut geeignet. Für das Gesicht verwendet man sie vor allem dann, wenn man auf Zusätze von kosmetischen Peelings empfindlich reagiert. Nicht vergessen: Anders als bei Peeling-Gels oder -Cremes, die mit wichtigen Pflegestoffen angereichert sind, wird der Haut bei diesen Peeling-Methoden nichts zurückgegeben. Vergessen Sie also nicht das gründliche Eincremen nach dem Peeling!

Dermatologisches Peeling. Immer mehr Hautärzte und Kosmetikerinnen bieten professionelle Peelings an. Besonders bei säurehaltigen Peelings kann ein Fachmann die Hautbeschaffenheit gut einschätzen und mit individuell dosierten Konzentrationen arbeiten. Einige Profis haben überdies moderne Geräte, die nicht nur Vorhornungen entfernen, sondern gleichzeitig spezielle Wirkstoff-Cocktails in die Haut schleusen und die Behandlung damit besonders effektiv machen.

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