Montag, 18. Februar 2019

Die ganze Kraft der Natur – für Ihre Schönheit!

Ausgabe 2018.10
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Naturkosmetik ist die reinste und ursprünglichste Form, die eigene Schönheit zum Vorschein zu bringen. GESÜNDER LEBEN zeigt, worauf Sie achten sollen, wenn Sie in Sachen Schönheit auf Kräuter, Blumen und natürliche Essenzen setzen wollen.


Foto: iStock-andreaobzerova

Naturkosmetik setzt die wertvollsten Schätze, die in unseren Wäldern, Wiesen, Almen und Gärten wachsen, ein, um unserer Haut ein gesundes Gefühl und eine tolle Ausstrahlung zu schenken. Es geht ihr dabei nicht um schnelle Wirkungen oder vermeintliche Wunder. Naturkosmetik will auf sanfte und nachhaltige Weise wirken. Und damit das gelingen kann, brauchen die feinen Cremes und zarten Lotionen etwas Unterstützung. Denn nur wenn man die fragilen Bio-Stoffe mit Bedacht und gezielter anwendet, kann auch wirklich die volle Kraft der Natur zum Einsatz kommen. Daher hat GESÜNDER LEBEN die wichtigsten Anwendungstipps für Naturkosmetik.

Naturkosmetik immer allein verwenden
Biologisch hochwertige Pflege, die mit rein natürlichen Produkten arbeitet, kann ihre volle Wirkkraft immer nur dann entfalten, wenn sie nicht von anderen Produkten gestört wird. Vor allem künstlich hergestellte Inhaltsstoffe beeinflussen das Pflegeergebnis. Daher gilt: Naturkosmetik immer nur allein anwenden. Wird beispielsweise zusätzlich zu einem Naturserum noch eine konventionelle Pflege benützt, kann es passieren, dass die Wirkkraft der Bio-Pflege durch die synthetischen Pflegebomben dominiert wird. Besser ist es, man baut sein komplettes Pflegeprogramm aus natürlichen Komponenten auf; untereinander beeinträchtigen sich Bio-Inhaltsstoffe nämlich nicht in ihrer Wirkung.

Auf das Gütesiegel achten
Auch unter grüner Kosmetik gibt es schwarze Schafe. Leider! Produkte, die sich als natürlich oder biologisch hochwertig betiteln, müssen noch lange nicht halten, was sie versprechen. Die Tatsache, dass es noch kein einheitliches Zertifikat für Bio-Qualität im Kosmetikbereich gibt, macht die Auswahl eines passenden Produkts zwar nicht einfacher, aber auch nicht unmöglich. Denn wer die Augen offen hält, erkennt schnell, ob sein Produkt das Prädikat „Naturkosmetik“ verdient oder nicht. Achten Sie beim Kauf auf geprüfte Gütesiegel. Zu den bekanntesten zählt etwa „BDIH – Kontrollierte Naturkosmetik“. Produkte mit diesem Stempel verzichten auf synthetische Substanzen wie Paraffine, Silikonöle, synthetische Farbstoffe und auf Tierversuche. Auch oft zu finden ist das „NaTrue“-Siegel. Diese Organisation unterscheidet drei Zertifizierungsstufen. Die höchste Einstufung mit drei Sternen besagt, dass das Produkt mindestens 20 Prozent Naturstoffe enthält, welche wiederum zu 95 Prozent aus kontrolliert biologischem Anbau stammen. Höchstens 15 Prozent der Gesamtrezeptur dürfen aus „naturnahen“ Substanzen bestehen, die mithilfe chemischer Verfahren aus Naturstoffen gewonnen werden. Die anderen beiden Kategorien unterscheiden sich allein in der zulässigen Prozentzahl der natürlichen Inhaltsstoffe. Auch auf das „Ecocert“-Siegel ist Verlass: Es verlangt von einem Produkt, dass 95 Prozent der Inhaltsstoffe natürlichen Ursprungs und 95 Prozent der pflanzlichen Rohstoffe „bio“ sind. Auch der „Demeter“-Stempel ist ein verlässliches Zeichen. Ein Produkt darf nämlich nur dann die Bezeichnung „Demeter “ tragen, wenn es zu 90 Prozent aus Demeter-Rohstoffen, also solchen, die aus kontrolliert biologischem Anbau stammen, besteht.

Auf die Haltbarkeit achten
Lange Zeit galt bei Naturkosmetik deren Haltbarkeit als echtes Manko. Der Verzicht auf chemische Konservierungsstoffe hatte früher tatsächlich zur Folge, dass Bio-Produkte in einem relativ kurzen Zeitraum aufgebraucht werden mussten. Doch inzwischen besteht kein Grund zur Hektik. Pfiffige Hersteller grüner Pflegeserien haben es geschafft, Konservierungsmittel zu entwickeln, die natürlichen Ursprungs sind. So werden beispielsweise spezielle ätherische Öle eingesetzt, die das Wachstum von Keimen bremsen. Auch naturidentische Konservierungsmittel, wie Benzoesäure oder Benzylalkohol, werden eingesetzt, die für eine ausreichende Haltbarkeit sorgen. Dennoch gilt: Auch natürliche Haltbarmacher haben ihre Grenzen. Und auf diese gilt es streng zu achten. Sofern auf dem Beipackzettel des Produkts keine speziellen Angaben gemacht werden, sollte das Produkt spätestens acht Wochen nach dem Öffnen verbraucht sein, um einen Wirkungsverlust oder schlimmstenfalls eine Keimbildung zu verhindern.

Naturkosmetik richtig lagern
Die Wirkstoffe der Natur sind zart und empfindlich. Vor allem hohe Temperaturen können die feinen Naturstoffe zerstören und die Wirksamkeit mindern. Gleiches gilt für den Kontakt mit Licht. Viele Hersteller grüner Kosmetik beugen einer Beeinträchtigung durch Tageslicht dadurch vor, dass sie ihre Produkte in undurchsichtigen Tiegeln oder in dunkel getöntem Glas verpacken. Jedoch sollte auch der Verbraucher selbst darauf achten, dass die empfindlichen Pflegeprodukte keinen Schaden nehmen. Idealerweise wird Naturkosmetik an einem kühlen, dunklen Ort gelagert. Perfekt ist die Aufbewahrung im Kühlschrank. Die kühlen Temperaturen sorgen vor allem im Sommer für einen prickelnden Frische-Kick auf der Haut. Für wen sich solche Temperaturen jedoch zu eisig anfühlen, der macht auch nichts verkehrt, wenn er sich ein schattiges Platzerl im Badezimmer (z. B. in einem Kasten oder Schublade) zur Lagerung sucht. Wichtig ist nur, dass man die sensiblen Produkte nicht unmittelbar neben eine Heizung oder auf die Fensterbank stellt. Auch der Kontakt zu Sauerstoff sollte so gering wie möglich gehalten werden, um unerwünschte Reaktionen oder gar Austrocknungen zu vermeiden. Nach jedem Gebrauch gilt daher, die Produkte wieder rasch und gut zu verschließen.Dosierstäbchen benützen Sie haben sich schon immer gefragt, wozu diese kleinen Stäbchen aus Holz, Plastik oder Keramik dienen, die bei vielen Kosmetikprodukten mitgeliefert werden? Dann sollten Sie besonders als Liebhaber von natürlichen Pflegeprodukten nun gut aufpassen! Diese Stäbchen dienen sowohl dazu, das Produkt richtig zu dosieren, als auch, es vor einem frühzeitigen Verfall zu schützen. Dadurch, dass die Pflege nämlich mit dem gereinigten Stäbchen und nicht mit den bloßen Fingern aufgenommen wird, wird ein Kontakt zu natürlichen Keimen und Bakterien verhindert und das Produkt vor Schimmelbildung oder anderen Negativfaktoren bewahrt. Mitgelieferte Stäbchen sind zudem in der Regel so konzipiert, dass die Größe ihrer Aufnahmefläche der empfohlenen Portionsmenge des Produkts entspricht.

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