Samstag, 16. Februar 2019

Das Leben ist bunt

Ausgabe 09/2009
Zwei von drei Österreicherinnen schminken sich regelmäßig. Frau will damit ihre Vorzüge unterstreichen und kleine Makel kaschieren. Hier für Sie die neuen Farben und besten Tipps & Tricks.

Foto: Andrejs Pidjass - fotolia.com
Farben tun gut und verbreiten gute Laune. Die Kosmetikindustrie hält sämtliche Zutaten für uns bereit, um dem Grau des Alltags ein Schnippchen zu schlagen. Ein bisschen Make-up, etwas Wimperntusche oder ein Klecks Farbe auf die Lippen – mit einem Griff ins Beautycase lässt sich der Stress aus dem Gesicht zaubern, und müde Augen wirken wieder frisch.

Farbe macht schön
Gründe fürs Schminken gibt es viele, wie die Studie von „Kosmetik Transparent“ anschaulich zeigt:
  • Sechs von zehn Österreicherinnen fühlen sich geschminkt einfach attraktiver, weil „es ihren Typ unterstreicht“.
  • Vier von zehn Österreicherinnen schminken sich mindestens einmal täglich.
  • Eine von drei Frauen würde niemals ungeschminkt aus dem Haus gehen.
  • Drei von zehn Frauen schminken sich nur fürs Ausgehen.
  • Die große Mehrheit – nämlich 89 Prozent – möchte nicht generell auf Make-up & Co verzichten müssen – völlig ungeschminkte Zeiten sind somit passé, und das zurecht: Gutes Make-up setzt nicht nur Augen perfekt in Szene und bringt schöne Lippen zur Geltung, es gleicht auch kleine Mängel wie Blässe, Augenringe, Hautunreinheiten oder Narben aus. Und mit den richtigen Tricks mogelt man sogar Schönheitsmakel wie zu kleine Augen, zu schmale Lippen oder eine große Nase einfach weg. Dekorative Kosmetik kann somit auch einen wesentlichen Beitrag zum Wohlbefinden leisten.

Gewusst wie

Wahre Schönheit setzt aber auch gekonnten Umgang mit der Farbpalette voraus. Die Farben sollten immer mit dem Hautton und der Augenfarbe harmonieren. So passen zu kühlen Tönen klare Farben mit bläulichem Unterton wie Rosa, Hellblau oder Türkis. Warme Hauttöne wirken besser mit gedeckteren Farben wie Sand, Schokolade oder Bordeaux.

Dunkle Farben betonen und verkleinern, helle Farben lassen Makel zurücktreten und vergrößern. So viel zur Theorie.

Aktueller Look
Der Herbstlook setzt auf warme Farben, intensiv betonte Augen mit gezuckerten Beeren- und Bordeauxtönen. Auch Schokolade und Trüffel verwandeln Ihre Augen in Hingucker. Schimmerndes Karamell und Gold lassen die Haut zart glänzen, und Lipgloss formt die Lippen. Dazu mit French Manicure gestylte Fingernägel, gepaart mit dem angesagten Vintage- Look. Und Sie sehen umwerfend aus!

1 Zwei Schritte zum perfekten Teint
Zuallererst muss Basisarbeit geleistet werden. Für ein besonders gelungenes Make-up sollte die gewohnte Feuchtigkeitscreme bereits 20 Minuten vor dem Make-up aufgetragen werden.

Die Grundierung
Nach der Tagespflege verleiht das passende Make-up einen ebenmäßigen Teint und gleicht kleine Unregelmäßigkeiten aus. Die Grundierung appliziert man am besten hauchdünn mit einem Schwämmchen. Ein maskenhafter Effekt wird vermieden, wenn man Make-up von der Gesichtsmitte aus nach außen hin mit sanftem Druck in die Haut einklopft. Um den richtigen Ton zu finden, ist es empfehlenswert, verschiedene Nuancen bei Tageslicht auf dem Handrücken zu testen. Der ideale Ton ist nicht dunkler als die natürliche Hautfarbe und „verschmilzt“ praktisch mit der Haut.

Abgedeckt
Nach der Grundierung kann man mit einem Abdeckstift wunderbar kleine Hautunregelmäßigkeiten kaschieren. Die mattierenden und antiseptischen Wirkstoffe helfen außerdem, Unreinheiten schnell zu beseitigen. Für die empfindliche Augenpartie empfehlen sich leichte Concealer, am besten Fluids. Diese werden sanft eingeklopft und anschließend mit Puder fixiert.

Eyecatcher, buntFoto: Les Cunliffe - fotolia.com
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Die wahren Eyecatcher

Auf das Augen-Make-up legen Österreicherinnen besonders viel Wert. Für 56 Prozent ist Wimperntusche, die mehr Volumen verspricht, wichtig. Die Trendfarben sind derzeit Schwarz, Braun und Bronze. Grundsätzlich kann jede Frau jede Trendfarbe tragen, entscheidend sind die Augenform und die Stellung. Der Abstand zwischen den beiden Augen beträgt im Idealfall eine Augenlänge. Wer Licht und Schatten bzw. helle und dunkle Farben gekonnt einsetzt, kann kleine Schönheitsfehler einfach wegschummeln.

Die Tricks der Profis
Auch beim Augen-Make-up gilt: Helle Farben vergrößern und dunkle verkleinern. Mit diesen Effekten können Sie gekonnt spielen und auch ein klein wenig mogeln:
  • Eng stehende Augen wirken schöner, wenn man das Lid hell grundiert und nur in den äußeren Augenwinkeln dunklen Lidschatten verwendet.
  • Bei weit auseinander stehenden Augen funktioniert es nach dem umgekehrten Prinzip: dunkle Farben innen, helle außen.
  • Runde Augen wirken schmäler, wenn man den Eyeliner über den Augenwinkel hinaus zieht.
  • Schmale Augen lässt ein gleichmäßiger, breiter Lidstrich, der exakt bei den Augenwinkeln endet, optisch größer erscheinen und öffnet sie.
Damit sich die Farbe nicht in den Fältchen festsetzt, sollte man vor dem Auftragen mit einem losen Puder fixieren. Erst dann den Lidschatten in dünnen Schichten auftragen und lieber mit weniger Farbe beginnen, bei Bedarf ruhig noch tiefer in den Farbtiegel greifen.

Augenmerk auf Lidstrich
Für einen gleichmäßigen Lidstrich braucht man einen gut gespitzten Kajalstift. Diesen setzt man so weit wie möglich innen an und zieht den Strich zu zwei Drittel im Bogen, im letzten Drittel in gerader Linie zur Braue. Schwarz passt zu jedem Teint, jedoch kann er tagsüber, vor allem bei hellen Hauttypen, ein wenig zu hart erscheinen. Unser Tipp: Verwenden Sie eine zweite Farbe wie Silber oder Bronze dazu, und ziehen Sie quasi einen zweiten Strich über den ersten.

Und zum Schluss mit Tusch
Schön getuschte Wimpern stehen für sechs von zehn Frauen ganz oben auf der Beliebtheitsskala der Verschönerungsrituale. Und so geht’s: Die Wimpern müssen vor dem Auftragen trocken und fettfrei sein. Wenn man vor dem Tuschen einen Kajal oder Eyeliner punktweise aufträgt, verdichtet das optisch den Wimpernwuchs. Merke: Immer mit den unteren Wimpern beginnen. Das Bürstchen wird im Zickzack vom Ansatz zu den Spitzen geführt, was ein Verschmieren verhindert. Um ein Verklumpen der Tusche zu vermeiden, niemals unnötig Luft in die Tusche pumpen.

Künstliche Wimpern garantieren den Show-Effekt. Dabei wirken einzelne, zwischen den Haarbündeln eingesetzte Wimpern edler als ein ganzes Wimpernband. Sobald der Kleber trocken ist, die echten gemeinsam mit den falschen Wimpern tuschen.

3 Der letzte Schliff Lippen, Puder & Co
Für einen richtig sexy Kussmund pudern Sie die Lippen zuerst ganz leicht, das schafft eine fettfreie Grundlage, auf der der Lippenstift länger hält und auch besser zum Ausdruck kommt. Die Farbe wird am besten mit einem Pinsel, beginnend in der Lippenmitte, aufgetragen. Lipgloss über dem Lippenstift sorgt für Extraglanz und Volumen. Auch hier gilt: Kleine Lippen wirken durch helle, blasse Farben und Glanz optisch größer, dunkle Farben verkleinern.

Finish mit Puder
Puder verleiht jedem Make-up das perfekte Finish, denn es fixiert und mattiert den Teint. Nehmen Sie daher nach dem Schminkzeremoniell etwas Puder mit einem guten großen Pinsel auf (ein guter Pinsel verliert keine Haare, nimmt den Puder optimal auf und gibt ihn locker wieder ab). Danach den Pinsel leicht mit der Hand abklopfen und über die empfindsamen, glänzenden Stellen wie Stirn, Nase, Kinn streichen. Für die Fixierung auch über Wangen, Lippen und Augen fahren.

Nach Lust & Laune
Vier von zehn Frauen, die sich gerne schminken, besitzen eine Vielzahl an Lippenstiften, Kajals, Lidschatten und Co. Denn für viele ist Schminken ja eine Frage des Anlasses. Drei von zehn probieren auch gern etwas Neues aus. Generell zählen Wimperntusche und Lippenstift zu den Lieblingsutensilien der Damenwelt. Doch hier gibt es einen kleinen Unterschied: Während Wimperntusche, Kajal und Eyeliner bevorzugt von jüngeren Semestern eingesetzt werden, ist für Damen ab 56 Jahren der Lippenstift das Nonplusultra. Aber Regeln sind schließlich dazu da, um gebrochen zu werden. Probieren Sie einfach aus, womit Sie sich wohlfühlen und was Sie mögen! Denn wer sich selbst mag, wirkt auch attraktiv.

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