Montag, 27. Mai 2019

Blumen der Schönheit

Ausgabe 2014.05
Seite 1 von 2

Rosen, Tulpen, Nelken. Alle Blumen welken. Doch wir tun es nicht. Florale Inhaltsstoffe sind nämlich Schönmacher der Extraklasse, die unsere Haut jung und gesund halten.


Foto: © Can Stock Photo Inc. - iofoto

Sie duften und blühen, bringen Farbe und Freude ins Leben: Blumen und Blüten sind die hübschesten Schönheitsflecken von Mutter Natur. Und sie sind vor allem eines: ansteckend! Denn die Schönheit der Blumen färbt ab. Kein Wunder, dass sich immer mehr Kosmetikfirmen die kleinen blühenden Helfer zunutze machen und ihre Tiegel und Tuben mit floralen Ingredienzien füttern. Flower-Power in der Pflege verlängert die Zeit der Prachtblüte – und zwar der Ihrer Haut. Schenken Sie sich selbst einen pflegenden Strauß der Schönheit!

Tipp: Rosen-Pflege in Eigenregie Frische Rosenessenzen ziehen unsere Blutgefäße zusammen und mildern so rote Äderchen oder dunkle Augenringe. Dafür zerdrückt man einfach ein paar frische Blütenblätter vorsichtig mit einem Löffel und gibt die Masse auf die betroffene Stelle. Darüber wird eine kühle Gurkenscheibe gelegt und zehn Minuten geruht.

Ringelblume: heilt und macht hübsch. Ob als Heilpflanze oder Schönheitselixier: Die Ringelblume ist ein echter Alleskönner. Als Tee oder Tropfen soll sie beruhigend auf innere, organische Beschwerden wirken, aber auch Wunden desinfizieren und schneller heilen lassen können. Was ihre Schönheitswirkung angeht, wird die zarte Pflanze vor allem wegen ihres hohen Anteils an essenziellen Fettsäuren geschätzt. Besonders zarte Haut, die von Natur aus trocken ist, verlangt nach solchen Fettsäuren, um ihre eigene Schutzbarriere wieder aufbauen zu können. Die Extrakte der Ringelblume ummanteln die Hautzellen dabei derart intensiv mit ihrer schützenden Lipidschicht, dass nahezu keine Feuchtigkeit mehr entweichen kann und das Fett-Feuchtigkeits-Niveau der Epidermis wieder im Gleichgewicht ist. Der intensive Ringelblumen-Schutz ist übrigens auch ein Geheimtipp für die Pflege von besonders rauen Hautstellen, wie den Händen, den Ellenbogen oder Füßen.

Kamille: sanft, sanfter, Kamille! Wenn nichts mehr hilft, hilft Kamille. Ob bei Magenschmerzen, Entzündungen, innerer Unruhe oder Mitessern: Auf diese zarte Pflanze ist Verlass. Schon zu Großmutters Zeiten galten Kamillendampfbäder als Sofortmaßnahme bei Hautrötungen oder Juckreiz. Und auch heute schwören Naturfreunde auf das Hausmittel. Kamillenteebeutel, die nach dem Ziehen kurz im Eisfach gelagert wurden, werden von Kosmetik-Kennern als verwöhnende Maske gegen geschwollene Augen umfunktioniert. Und auch gegen Mitesser soll Kamillentee Wunder wirken. Einfach erkalten lassen und als Gesichtswasser verwenden. Oder gleich zu einer fixfertigen Kamillenpflege aus dem Beauty-Regal greifen.

Veilchen: bescheidene Schönheit. Die keinen, violetten Blüten gelten als Symbol der Bescheidenheit. Dabei müssen sie ihr Licht gar nicht unter den Scheffel stellen. Vor allem, was ihre Schönheitswirkung angeht, sind Veilchen echte Alleskönner. Die zarten Blüten enthalten ein Enzym, welches sämtliche Stoffwechselprozesse in Gang setzt und damit in der Natur ein schnelles Blütenwachstum und in der Haut eine schnelle Regeneration bewirkt. Vor allem Anti-Aging-Pflegen nutzen diesen Effekt, um die im Alter langsamer werdende Zellerneuerung in Trab und das Hautbild jung zu halten. Natürlich sind Veilchen auch für ihren betörenden Duft bekannt. Parfümeure behaupten, das liebliche Aroma könne sexuelle Kräfte wecken.

Tipp: Blumen fürs Bad Frische Sträuße oder duftende Topfpflanzen bringen Lebendigkeit in jeden Raum. Das Badezimmer ist dabei keine Ausnahme. Im Gegenteil: Vor allem nüchterne Nasszellen werden durch einen natürlichen Farbklecks zum Leben erweckt. Es muss kein üppiger Blumengruß sein, der den Badewannenrand oder Waschtisch ziert, oft sorgen schon einzelne, langstielige Blumen für mehr Wohnlichkeit.

Weiße Lupine: der natürliche Wasserspender. Die Weiße Lupine zählt zu einer der ältesten Zuchtblumenarten überhaupt. Diese zarte weiße Blume wurde bereits von den Griechen und den Ägyptern vor 2500 Jahren angebaut. Angeblich wussten bereits diese alten Kulturen um die wohltuende Wirkung der Pflanze. Lupinen sind nämlich für ihre enorme Fähigkeit, Wasser zu speichern, bekannt. Nur dadurch können sie in rauen und trockenen Gegenden überleben. Verarbeitet zu Cremes und Seren, gibt die Lupine diese Fähigkeit an die Haut weiter. Vor allem beanspruchte und alternde Haut fühlt sich dadurch geschmeidiger und gesünder an. Und auch kleine Trockenheitsfältchen verschwinden durch diese geballte Flower-Power.

Orchidee: das Regenerationswunder. Sie sehen zart und zerbrechlich aus. Tatsächlich zählen sie aber zu den robustesten Blüten überhaupt. Weder Temperaturschwankungen noch Trockenheit können der Orchidee ihre Schönheit rauben. Und diese Eigenschaft versucht die hübsche Pflanze an uns weiterzugeben. Der Schlüssel zu diesem floralen Schönheitsgeheimnis ist ein spezielles Molekül, das aus den Blüten einer bestimmten Orchideenart gewonnen wird. Das sogenannte Vandaterosid veranlasst in der Pflanze eine schnelle Erneuerung der Epidermis sowie eine besonders aktive Zellatmung. Wird die Orchidee also radikalen Umweltbedingungen ausgesetzt, helfen ihr diese Moleküle, sich im Nu von selbst zu regenerieren. Ähnliches soll die Haut leisten können, wenn sie mit extra Orchidee-Power ausgestattet ist.

Tipp: Baden im Blüten-Meer Blüten betören nicht nur die Haut, sondern vor allem auch die Seele. Nutzen Sie diesen Effekt im Beauty-Ritual und bringen Sie echtes Spa-Feeling in Ihr Badezimmer. Dafür trocknet man einfach eine Handvoll an Lieblingsblüten und streut diese Trockenblumen beim nächsten Baden ins Badewasser. Wer nun noch das Licht ausschaltet und stattdessen ein paar duftende Kerzen anzündet, kann in aller Gemütlichkeit im Blütenmeer abtauchen.

Übersicht zu diesem Artikel:
Seite 1 Blumen der Schönheit
Seite 2 Hibiskus: exotische Schönheit

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