Freitag, 05. Juni 2020

Blümen Sie nun auf! - Schatz aus der Natur

Ausgabe 2020.05
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Schatz aus der Natur
Kurz gesagt: Florale Wirkstoffe sind kleine Kostbarkeiten. Doch eben solche Schätze wünschen wir unserer Haut, um richtig aufblühen zu können. Einen Blumenstrauß der Schönheit sollten wir uns ruhig hin und wieder gönnen. Und zwar in Form von Cremes, Masken, Seren und Co, die auf geballte Blütenkraft setzen. Welche Blumen und Blüten wirken dabei am besten? GESÜNDER LEBEN hat das florale Schönheitslexikon:

  • Magnolien
    In den überlieferten Lehren der Traditionellen Chinesischen Medizin werden Magnolien eingesetzt, um Hitzewallungen und Schlafstörungen zu beheben. Die moderne Kosmetikforschung hat außerdem noch etwas anderes herausgefunden. Magnolien haben eine antientzündliche und antibakterielle Wirkung. Grund ist der hohe Anteil von Magnolol und Honokiol. Diese Wirkstoffe schützen die Hautzellen vor oxidativem Stress und damit vor vorzeitiger Hautalterung. Als Anti-Aging-Waffe sind Magnolien-Cremes daher fast unschlagbar. Da sie außerdem gegen Bakterien wirken, werden die zarten Blüten auch bei der Pflege unreiner Haut immer beliebter.
  • Gänseblümchen
    Diese zarte Wiesenblume wird nicht umsonst auch Tausendschön genannt. Sie ist eine Schönheitswaffe der Extraklasse. Und wirkt dabei so, wie sie aussieht: Das Gänseblümchen verhilft zu einem strahlend reinen und blütenweißen Traumteint. Gänseblümchen-Extrakte dringen tief in die Haut ein und sprengen dort Ansammlungen des Hautfarbstoffs Melanin. Die zerstreuten Farbpigmente verteilen sich anschließend wie eine Pusteblume im Gewebe, sodass das Hautbild insgesamt heller und gleichmäßiger aussieht. In Produkten, die Alters- und Pigmentflecken beheben sollen, spielen die kleinen Blümchen daher eine große Rolle.
  • Stiefmütterchen
    Diese bunten Frühlings-Farbkleckse haben insgesamt fünf Blütenblätter, jedoch sind nur drei davon sichtbar. Zwei Blätter sind kleiner entwickelt als die anderen und treten optisch in den Hintergrund. Diese beiden „vernachlässigten“ und damit „stiefmütterlich behandelten“ Mini-blüten geben der Pflanze ihren Namen. In der Kosmetik schätzt man jedoch alle Blütenblätter des Stiefmütterchens für ihre entzündungshemmende Wirkung. Zum Schutz vor Irritationen, aber auch bei Ekzemen oder empfindlicher Kinderhaut kommen Stiefmütterchen daher oft und gern zum Einsatz.
  • Mandelblüten
    Wenn Bäume aussehen wie rosarote Wattewolken, ist wohl die Zeit der Mandelblüte. An den zarten Farben und der wundervollen Fülle der Blüten kann man sich kaum sattsehen. Doch die Kosmetik-Industrie findet es viel zu schade, Mandelblüten lediglich als Augenweide zu nutzen. Sie weiß um die enormen Feuchtigkeitsdepots der feinen Blütenblätter und nutzt die Hydro-Essenzen für Hautcremes, Gesichtswässer und Masken. Vor allem trockene Haut freut sich über diese florale Erfrischung.
  • Maiglöckchen
    Wer am 1. Mai einen Strauß Maiglöckchen bei sich trägt, soll das ganze Jahr über Glück haben. Das sagt eine Legende. Aber auch die Wissenschaft ist ein großer Fan der feinen weißen Blüten. Ihr Duft wirkt nämlich nachweislich betörend und harmonisierend, weshalb das Odeur oft in Parfums und Cremes eingesetzt wird. Zudem haben die Blütenessenzen entzündungslindernde Eigenschaften, so dass sie auch als Pflegewirkstoff für sensible Haut genutzt werden.
  • Krokusse
    Krokusse sind die ersten Boten des Frühlings. Sie trotzen selbst Eis und Schnee und tünchen die noch kahle Landschaft in ein buntes Blütenmeer. Das erfreut das Auge. Aber auch die Haut. Krokusse sind nämlich als echte Anti-AgingWunder bekannt. Ihre Essenzen schützen Zellwände und stärken deren Abwehrfähigkeit, sodass eine vorzeitige Hautalterung keine Chance hat. Noch ein Bonus: Krokuswurzeln enthalten ein bestimmtes Enzym, das fähig ist, die körpereigene Kollagen-Synthese zu stimulieren. Kollagen sorgt für Elastizität und Spannkraft der Haut – und damit für einen jugendlichen Teint.
  • Primeln
    Primeln sind Farbenfreude in Reinform. Ihre Blüten leuchten in der Frühlingssonne und zieren unzählige Beete und Balkone. Aber nicht nur unsere Laune, sondern auch unsere Haut bringen diese Frühblüher zum Strahlen. Der Grund: Der hohe Anteil von Antioxidantien macht die Primel zu einem echten Anti-Aging-Ass. Diese Primel-Wirkstoffe sind fähig, die Aktivität von freien Radikalen zu hemmen und die Haut damit frischer und widerstandsfähiger zu machen. Außerdem wirken Primel-Kosmetika gezielt auf die Hydro-Qualität der Haut. Sie enthalten Essenzen, die die Zellwände stärken und so das Verdunsten von Feuchtigkeit verhindern.
  • Narzissen
    Sie sehen aus wie winzig kleine Sonnen, die mit ihrem Strahlen die Freiluft-Saison einläuten. In der Kosmetik ist die Sonne ebenfalls das Spezialgebiet der Narzissen. Wirkstoffe, die man aus der gelben Blume gewinnt, wirken verlangsamend auf die Zellteilung der Haut. Das hat wiederum zur Folge, dass die Hautzellen mehr Zeit haben, um ihren vollen körpereigenen Schutzmechanismus zu entwickeln und so abwehrfähiger gegen Umweltangriffe wie Ozon oder UV-Strahlen werden. Narzissen-Extrakte sind daher häufig in Sonnencremes, aber auch in Anti-Aging-Produkten zu finden.
  • Hyazinthen
    Nicht nur die frischen Farben fangen den Betrachter ein. Es ist vor allem der intensive Duft, der uns nicht mehr loslässt. Hyazinthen lassen uns Frühlingsluft in ihrem süßesten Ausdruck einatmen; das macht fröhlich. Und zwar nachweislich. Das feine Odeur dieser Frühlingsblume wirkt beruhigend, stimmungsaufhellend und harmonisierend. Um diese Wirkung weiß auch die Kosmetikindustrie und setzt Hyazinthenaromen in Badezusätzen und Bodylotions ein. Verwöhnung führt schließlich auch über die Nase. Und wie gesagt: über das Auge. Also los, pflücken oder kaufen Sie sich frische Blumen. Am besten gleich jetzt.
Übersicht zu diesem Artikel:
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