Montag, 10. August 2020

Blümen Sie nun auf!

Ausgabe 2020.05
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Der Frühling hält kostbare Beauty-Schätze bereit, die man einfach nur pflücken muss. Egal ob Stiefmütterchen, Hyazinthe oder Gänseblümchen: In vielen Blumen und Blüten schlummert die ganze Kraft der Natur. Für Ihre Schönheit!


Foto: iStock-Tom Merton

Nach dem tristen Grau des Winters, den Ausgangsbeschränkungen durch Covid-19, bringt der Frühling wieder Farbe ins Spiel. Endlich! Denn Farbe macht fröhlich. Wenn Baumkronen aussehen wie zartrosa Wattewolken, Wiesenblumen hübsche Farbkleckse über Felder streuen und sich vor unserer Haustür zarte Knospen in prächtige Blüten verwandeln, lacht das Herz. Und zwar nachweislich. Unzählige Studien haben nachgewiesen, dass der Anblick bunter Blumensträuße die Stimmung hebt – und sogar gegen depressive Verstimmungen helfen kann.

Blüten der Schönheit: So nutzen Sie Blumen daheim

Verarbeitet zu Cremes und Seren wirken bunte Blumen belebende Wunder auf unserer Haut. Aber auch die Knospen, Blätter und Blüten aus dem eigenen Garten zeigen Wirkung. Vorausgesetzt, man weiß, wie man sie anwendet.

Prächtige Blütenbäder Frische Blütenblätter sind eine Augenweide. Vor allem, wenn man sie einzeln abzupft und über das Badewasser streut. Kleiner Tipp: Bei großblättrigen Blüten werden die einzelnen Blütenblätter ins Wasser gestreut. Bei Blumen mit kleinen Blütenblättern (z. B. Kamille oder Gänseblümchen) zupft man den gesamten Blütenkopf ab und gibt ihn ins Bad.

Blumenduft für daheim Ein frischer Strauß welkt bereits nach wenigen Tagen. Wer den Duft des Frühlings länger genießen will, geht wie folgt vor: Legen Sie saugstarkes Küchenpapier auf einen Kuchenrost und kleben Sie die Ecken mit feinen Klebestreifen fest, sodass das Papier nicht vom Rost rutschen kann. Nun zupfen Sie die Blütenblätter frischer Rosen ab und legen diese auf das Küchenpapier. Das Ganze lagert man mindestens eine Woche neben der Heizung und lässt die Blüten gut trocknen. Die fertig getrockneten Blüten legt man dann in eine Schüssel, beträufelt sie mit einem ätherischen Duftöl (z. B. von Rose oder Maiglöckchen) und genießt das blumige Odeur über Wochen.

Rosen gegen Augenringe Dunkle Schatten unter den Augen verschwinden mit einem Geheimtipp. Drücken Sie die Oberfläche von frischen Rosenblättern vorsichtig mit einem Teelöffel platt, sodass sich die enthaltenen ätherischen Öle lösen. Nun legen Sie das Ganze für zehn Minuten auf die Augen, genießen den Duft und freuen sich anschließend über frisch strahlende Augen – ganz ohne dunkle Schatten.

Flower-Power für die Haut
Blüten, Knospen und Co können aber noch mehr. Sie machen nicht nur glücklich, sondern vor allem auch schön. Kein Wunder, dass florale Essenzen bereits seit Jahrhunderten für die Herstellung von Cremes, Masken und anderen Schönheitselixieren verwendet werden. Gründe dafür gibt es viele. Zum einen freut sich vor allem empfindliche Haut über die reine Natürlichkeit floraler Produkte. Keine Zusatzstoffe, keine Farbstoffe und auch sonst keine Chemie: Das ist Balsam für sensible Hauttypen. Zum anderen nutzt florale Kosmetik die besondere Widerstandskraft bestimmter Pflanzen, um auch die Haut abwehrfähig und vital zu machen. Manche Blumen sind wahre Meister darin, selbst den widrigsten Umständen zu trotzen. Ob Eis oder Schnee, viel oder wenig Niederschlag, steinharte Felsregionen oder trockene Wüsten: Es gibt kein Fleckerl auf der Erde, wo kein zartes Pflänzchen keimt. Forscher fanden heraus, dass es manchen Blumen sogar gelingt, Umweltbelastungen wie Smog und Ozon zu filtern, um gesund und wunderschön gedeihen zu können.

Von der Wiese in den Tiegel
Gelingt es, die Power-Stoffe der Pflanzen in Kosmetika zu integrieren, steht auch unserer Schönheit nichts mehr im Wege: Wir blühen auf! Doch leider ist genau das gar nicht so einfach. Die Aufbereitung floraler Rohstoffe ist eine echte Herausforderung. Um die reine Pflanzenessenz, also das höchste Wirkstoffkonzentrat einer Pflanze, zu gewinnen, braucht es extrem aufwendige Verfahren. Beispielsweise müssen manche Blüten für einen langen Zeitraum in Öl gelagert werden, damit sich ihre Wirkstoffe lösen und abgeschöpft werden können. Andere Blüten müssen über Tage in einem Wasserbad aufquellen, ehe sie ihre Wirkstoffe freigeben. Anschließend bedarf es einer speziellen Filtration, um die gewonnenen Essenzen zur Weiterverarbeitung verwendbar zu machen. Wieder andere Verfahren pressen heißen Wasserdampf durch die empfindlichen Blüten, um dadurch den Anteil ätherischer Öle aus der Pflanze zu extrahieren. Aber auch wenn die Pflanzenessenzen erfolgreich gewonnen wurden, nehmen die Herausforderungen kein Ende. So dürfen bei der Verarbeitung beispielsweise bestimmte Temperaturen nicht überschritten werden, um die sensiblen Rohstoffe nicht zu zerstören. Auch Licht kann schädlich auf die empfindlichen Essenzen wirken. Und so weiter.

Tipps unserer Beauty-Redaktion
  1. Setzt auf die Schönheitskraft von Gänseblümchen: „BioHyaluron Anti Aging Lifting Serum“ von Evolution, € 39,90.
  2. Arbeitet mit Essenzen von mehr als 20 verschiedenen ätherischen Blütenölen: „MiraVera – erfrischendes Hautwasser“ von P. Jentschura, ca. € 72,50
  3. Natürliche Öle nähren selbst extrem trockene Haut: „Gel für trockene Haut“ von Bi-Oil, € 12,95.
  4. Fördert die Zellregeneration und Feuchtigkeitsspeicherung mittels Orchideenextrakt: „Global AntiAging Tagescreme“ von Medical Beauty for Cosmetics, € 34,99.

Übersicht zu diesem Artikel:
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