Dienstag, 19. Februar 2019

Anti-Aging-Pflege in frostigen Zeiten

Ausgabe 2017.02
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Frostige Temperaturen können vor allem reiferer Haut extremen Schaden zufügen.  GESÜNDER LEBEN zeigt, wie Ihr Teint auch bei heftigen Minusgraden glänzt.


Foto: Can Stock Photo - chaoss

Normalerweise besitzt die Haut einen natürlichen Mantel aus Fett und Feuchtigkeit, der sie umgibt und schützt. Dieser sogenannte Hydrolipidfilm -findlichen Zellen wie ein Schutzwall vor Umwelt-Keime oder andere Erreger, eindringen noch wertvolle Feuch-Dummerweise gibt es jedoch zwei Faktoren, die dieses schützende Zusammenspiel massiv beeinträchtigen: Nämlich das Alter. Und den Winter. Bereits junge Haut reagiert empfindlich auf die klimatischen Bedingungen zwischen November und März. Der Schutzfilm der Haut erstarrt und wird spröde, sodass und andere Reizungen haben nun die Möglichkeit, ungehindert Hautzellen zum Leben brauchen, durch die entstandenen Lücken entweichen. Dieser winterliche Austrocknungseffekt wird durch den ständigen Kontakt mit trockener Heizungsluft po-vitale Haut, sondern auf jene, die von sich aus empfindlich ist oder im Laufe der Jahre schwächer geworden ist, kann das Ergebnis sehr unschön sein. Etwa ab dem vierzigsten Lebensjahr werden Aging-Prozesse im Körper deutlich sichtbar. Die nachlassende
Produktion von Östrogen lässt die Haut bereits ab Ende 30 merklich dünner und trockener werden. Eisiger Wind oder aggressive Heizungsluft dringen durch den ohnehin nur schwachen Schutzmantel ungehindert hindurch. Das fühlt sich nicht nur unangenehm an, sondern lässt auch die so wichtige Feuchtigkeit noch schneller verdunsten. Da zudem das Bindegewebe im Laufe der Zeit einen Großteil seiner feuchtigkeitsspeichernden Kollagenfasern verloren hat, wird Feuchtigkeit nun dringender benötigt denn je.

Fett und Feuchtigkeit: die richtige Dosierung. Wer seine Winterhaut unterstützen möchte, muss in erster Linie versuchen, den natürlichen Hydrolipidfilm der Haut künstlich wiederherstellen. Dafür führt man der trockenen Haut vor allem Fett und Feuchtigkeit im richtigen Verhältnis zu. Welches Maß angebracht ist, hängt stark von den klimatischen Bedingungen der alltäglichen Umwelt ab. Beachten Sie dabei: Wer sich oft in beheizten Räumen aufhält, ist einer hohen Verdunstungsgefahr ausgesetzt. Zwar liegt es nahe, diesen Feuchtigkeitsverlust durch intensives Cremen mit einer Feuchtigkeitspflege wieder auszugleichen, tatsächlich gilt bei reiferer Haut jedoch etwas anders. Aufgrund des ohnehin lückenhaften Schutzsystems würde die zugeführte Feuchtigkeit ungehindert verdampfen und ein noch intensiveres Trockenheitsgefühl hinterlassen. Statt reiner Feuchtigkeitscremes verwendet man im Winter daher sogenannte Wasser-in-Öl-Emulsionen. Bei solchen Cremes ist ein Anteil Wasser von einem Anteil Öl umhüllt. Der Ölmantel kapselt die Feuchtigkeit ein, gibt sie erst im Inneren der Haut frei und verhindert, dass der Wasseranteil verdunsten kann. Dieses Prinzip gilt übrigens sowohl bei junger als auch bei Haut in ihren besten Jahren. Letzterer tut man darüber hinaus einen Gefallen, wenn man ihren cremigen Schutzschild regelmäßig auffrischt. Gelegentliches Nachcremen (nicht mit reiner Feuchtigkeitspflege, sondern mit einem Fett-Feuchtigkeits-Mix) ist vor allem an besonders kalten Tagen sinnvoll.

Für den Extra-Durst! Bei besonders sensibler Haut kann es jedoch passieren, dass ihr die gebotene Menge an Feuchtigkeit nicht genügt. Einen Hydromangel erkennt man an fehlender Strahlkraft. Trockenen Hautzellen fehlt die Spannkraft, sie fallen wie ein weicher Luftballon in sich zusammen und gewinnen so eine Oberflächenstruktur, die Licht schluckt, anstatt es rosig zurückzustrahlen. Auch Trockenheitsfältchen (übrigens nicht nur im Gesicht, sondern oft auch am Dekolleté oder an den Handrücken) sind ein Warnsignal. Wird in dieser Form nach einem Extra-Schluck Feuchtigkeit verlangt, sollte dieser Wunsch durch regelmäßige Hydromasken erfüllt werden. Ein Übermaß an Trockenheit kann langfristig durchaus noch gröbere Folgen haben als „nur“ eine fahle Optik. Auch das Eindringen von Bakterien und das Entstehen kleiner Reizungen kann trockenheitsbedingt passieren. Doch auch beim Verwenden von Masken gelten in der kalten Jahreszeit besondere Vorkehrmaßnahmen. Um sicherzustellen, dass die gebotene Feuchtigkeit auch wirklich in die Tiefe der Haut gelangt und nicht vorschnell verdunstet, sollten Masken auf die gereinigte Haut aufgetragen werden (ein störender Schmutz- oder Schweißfilm würde das Eindringen erschweren) und am besten über einem Dampfbad zur Wirkung kommen. Füllen Sie dafür einfach dampfendes Wasser in eine breite Schüssel, halten Sie das Gesicht in den Dampf und decken Sie den Kopf und Oberkörper mit einem großen Handtuch ab. Achten Sie unbedingt darauf, dass das Wasser zwar dampfend warm, dabei aber nicht zu heiß ist. Zu heißer Dampf könnte zu winzig kleinen Verbrennungen führen.

Übersicht zu diesem Artikel:
Seite 1 Anti-Aging-Pflege in frostigen Zeiten
Seite 2 Reinigen – aber richtig!

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